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Kanton Schwyz - Kanton - Gemeinden - Arth

Arth

Wappen der Gemeinde ArthDer Turm im Wappen erinnert an die im 14. Jahrhundert erbaute Letzimauer mit den drei Wachttürmen, welche im Jahre 1806 abgerissen wurden.

Geografie, Geschichte, Wirtschaft

Die Gemeinde Arth (Gemeindeteile: Arth, Oberarth, Goldau sowie Rigi mit Klösterli, First, Staffel und Kulm) liegt in einem weit geschwungenen Talkessel zwischen Zuger- und Lauerzersee und zieht sich vom Gipfel des Rossberges (1568 m) bis hinüber zum Rigi Kulm (1797 m). Das wilde Rossberg-Bergsturzgebiet, die Rigi als "Königin der Berge", die Naturschönheiten im Schuttwald und im "Sägel" sowie die fruchtbare, mit Obstbäumen übersäte Tallandschaft kennzeichnen die Gegend. Die europäische Nord-Süd-Verkehrsachse (Schiene und Strasse) durchquert die Gemeinde Arth. Innert kürzester Zeit gelangt man an wichtige Verkehrsknotenpunkte der Schweiz. Der Bahnhof Arth-Goldau ist für die ganze Region von grosser Bedeutung.

Spuren belegen, dass die schöne Lage am Südende des Zugersees wohl schon in der Zeit der Pfahlbauer erste Siedler angezogen hat. Im Mittelalter waren die Grafen von Lenzburg, die Kyburger und die Habsburger Besitzer dieser Gegend. Zur Bewahrung der Freiheit schlossen die Schwyzer mit den Arthern um 1315 einen gegen die Herrschaft der Habsburger gerichteten Bund. Als Schutz gegen allfällige Angriffe entstand damals eine gewaltige Letzimauer mit Türmen, die sich von einem Berghang dem See entlang zum andern hinüberzog. Heute sind davon kaum mehr Spuren sichtbar.

Eine schreckliche Katastrophe ereignete sich an jenem unheilvollen Regentag des 2. Septembers 1806, als ein grosser Teil des Rossberges losbrach, ins Tal donnerte und in Goldau 457 Menschen und 331 Gebäude unter sich begrub. Auf dem Schuttgebiet des Bergsturzes ist das neue Dorf Goldau entstanden, wo heute im unberührten Teil der weitherum bekannte Natur- und Tierpark liegt. Goldau ist der Ausgangspunkt für Ausflüge auf die Rigi, entweder mit der Rigi-Bahn auf Rigi Kulm oder der Luftseilbahn auf Rigi Scheidegg. Durch die Bedeutung als Knotenpunkt hat das „Eisenbahnerdorf“ Goldau heute sein Stammdorf Arth bevölkerungsmässig überholt.

Rund die Hälfte des Gemeindegebietes wird landwirtschaftlich, namentlich mit Viehzucht genutzt. Im Weiteren ist ein ausgewogenes Spektrum an Erwerbsmöglichkeiten vorhanden. So gibt es zahlreiche Arbeitsplätze in den Bereichen Seilbahnbau, Textilverarbeitung, Türen- und Badewannenproduktion sowie Metallbau. Im Dienstleistungssektor sind Tagestourismus, Bahnbetrieb und Transportgewerbe von Bedeutung. Viele Einwohner pendeln dank der guten Verkehrsanbindung an ihren Arbeitsplatz in die Zentrumsstädte Zug, Luzern oder Zürich.

Freizeitangebot, Sehenswürdigkeiten

Natur- und Tierpark Goldau (grosses Freilaufgehege, diverse Tiergehege und Tierparkschule), Theater, Kino, Minigolf, Seebad Arth, Zugersee-Schifffahrt, Sommer- und Wintertourismus im Rigigebiet, Vita-Parcours, Waldlehrpfad (Via Silva), Naturschutzgebiete Schutt und Sägel mit ausgedehnten Wanderwegen (z.B. Bergsturzspur), zahlreiche Sport- und Kulturvereine.

Barocke Pfarrkirche Arth (1696), Klosterkirche Arth, St.-Georgs-Kapelle Arth, Dorfbrunnen Arth (1621), Hünenberg-Denkmal Arth, Herz-Jesu-Kirche Goldau (1909), Bergsturzmuseum Goldau, evangelisch-reformierte Kirche Oberarth (1900), Letzimauer-Reste, Marienkapelle Oberarth (1753), Wallfahrtskapelle "Maria zum Schnee" Rigi Klösterli (1716), Rathaus Arth (1721).

Gemeindeverwaltung

Rathausplatz 6, Postfach 263, 6415 Arth
Tel. 041 859 02 02, Fax 041 859 02 99, E-Mail gemeindekanzlei@arth.ch

Gemeindepräsident: Ruedi Beeler
Gemeindeschreiber: Franz Huser