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Kanton Schwyz - Kanton - Gemeinden - Gersau

Gersau

Wappen des Bezirks GersauDas rot-blau geteilte Wappen erscheint in der heutigen Form erstmals im Landbuch von 1742. Die Farbe Rot mag auf die Nachbarschaft zu Schwyz oder auf die 1433 gewährte Reichsfreiheit hinweisen; der blaue Teil vielleicht auf Luzern oder auf den See.

Geografie, Geschichte, Wirtschaft

Der Bezirk Gersau ist der kleinste Bezirk des Kantons Schwyz. Er besteht einzig aus der Gemeinde Gersau. Der schmucke Ort am Südhang der Rigi ist direkt am Vierwaldstättersee gelegen. Dieser Lage verdankt Gersau sein mildes Klima und seinen Ruf als "Riviera der Zentralschweiz". Hier gedeihen neben Edelkastanien und Feigen selbst Palmen, welche dem traditionsreichen Ort im Herzen der Schweiz eine beinahe südländische Ambiance verleihen. Seit 1860 zieht der Ferienort Gersau alljährlich viele Gäste an. Die Hotels, Ferienwohnungen und Gaststätten halten ein vielfältiges und gepflegtes Angebot bereit. Dank der traditionell guten Küche der hiesigen Restaurants und der herrlichen Lage Gersaus spielt der Tagestourismus volkswirtschaftlich eine bedeutende Rolle. Die wunderschöne Quaianlage lädt zum erholsamen Verweilen ein. Auf der Seebühne finden während der Sommermonate Konzerte statt. Im nahen Kurpark mit seinem herrlichen Baum- und Planzenbestand erfreuen regelmässige Kunstausstellungen Gäste wie auch die Gersauer Bevölkerung.

Die Gersauerinnen und Gersauer sind zu Recht stolz auf die Geschichte ihres Wohnortes. Die frühere alemannische Siedlung wurde 1064 erstmals als Eigentum des Klosters Muri urkundlich erwähnt. 1390 gilt durch den Loskauf von den Edlen von Moos aus Luzern als zentrales Datum der Gersauer Geschichte. Durch diese mit grossem Einsatz der damaligen Bürgerinnen und Bürger geleistete Tat wurde Gersau zu einer freien Gemeinde. Ebenfalls 1390 erfolgte die Aufnahme in den Bund der Waldstätte. 1433 bestätigte Kaiser Sigismund der Gersauer Bevölkerung die alten Freiheiten, wodurch Gersau als Freistaat und Republik direkt unter den Schutz der Deutschen Kaiser gestellt wurde. Die ehemals kleinste Republik der Welt erfreute sich im Status eines "zugewandten Ortes der Eidgenossenschaft" ihrer Unabhängigkeit bis zur Zeit der Helvetik. 1798 wurde Gersau dem Distrikt Schwyz zugeteilt. Nach dem Zusammenbruch der Helvetik erlangte der kleine Ort nochmals für kurze Zeit seine Selbstständigkeit. Das Jahr 1817 markiert durch den Beschluss der Tagsatzung das Ende der kleinen Republik. Gersau wurde gegen seinen Willen als sechster und letzter Bezirk dem Kanton eingegliedert.

Bedeutende Wirtschaftszweige sind: Tourismus, Seidenspinnerei, Holzbearbeitung, Hoch- und Tiefbau. In der Landwirtschaft werden viele Betriebe noch hauptberuflich geführt. Wegen der topografischen Lage hat sie voralpinen Charakter (mit Wiesland, Streuland und Dauerweiden bis hinauf zu Alpweiden).

Freizeitangebot, Sehenswürdigkeiten

Wanderwege, Erlebnisweg, Wassersport, Strandbäder, ausgedehnte Quaianlage, Kurpark, Minigolfanlage, Tennis, Bootshafen, Wintersport auf Rigi-Scheidegg erschlossen mit der Luftseilbahn Obergschwend-Rigi Burggeist und einer Busverbindung Dorf Gersau - Obergschwend.

Altes Rathaus (1745) mit Ortsmuseum der "altfryen Republik Gersau", Gerbihaus am See, prächtige alte Bürgerhäuser, historischer Dorfkern, klassizistische Pfarrkirche St. Marcellus (1812), Kapelle "Kindlimord", jährliches Stradivari Konzert (letzter Sonntag im Juli).

Bezirksverwaltung

Ausserdorfstrasse 7, Postfach 59, 6442 Gersau
Tel. 041 829 70 70, Fax 041 829 70 60, E-Mail landschreiber@gersau.ch

Bezirksammann: Nigg Adrian
Landschreiber: Nigg Peter