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Kanton Schwyz - Kanton - Gemeinden - Morschach

Morschach

Wappen der Gemeinde MorschachDas Wappen zeigt auf grünem Boden eine Hürde und darüber Rumpf und Kopf eines Schweines ("More", d.h. schwarzes Mutterschwein). Siegelstempel und Wappen in der heutigen Form stammen aus den 30er Jahren.

Geografie, Geschichte, Wirtschaft

Morschach (Gemeindeteile: Morschach, Stoos) zieht sich wie eine grüne Galerie am Fronalpstock (1922 m) hin und ermöglicht beeindruckende Ausblicke: im Südwesten auf die historische Rütliwiese, den Vierwaldstättersee und die grandiosen Urner Berge, im Nordosten auf den weiten Talkessel von Schwyz. Das Dorf Morschach ist in eine sanfte Mulde über dem Urnersee eingebettet. In früheren Zeiten rühmten illustre Gäste, Künstler und Dichter Morschach als eine der schönsten Gegenden unseres Landes. Auf einer höher gelegenen Alpenmulde zu Füssen des Fronalpstockes und des Klingenstockes liegt die Hochterrasse des Ferienortes Stoos (1300 m). Zahlreiche Gast- und Ferienhäuser säumen die auf einem Hügel gelegene Stoos-Kapelle. Im Sommer lockt eine bezaubernde Blütenpracht der Bergwiesen zum Wandern und Verweilen auf dem Stoos. Im Winter laden verschneite Hänge zum Wintersport ein. Die Unter- und Oberallmeind betreuen die vielen Alpweiden am Fronalpstock und auf der Neppenalp. Der Stoos besitzt als Filiale von Morschach eine eigene Bergschule.

Vor etwa 20 000 Jahren lagerte der Reussgletscher auf der Morschacher Terrasse zahlreiche Findlinge ab. Der Druidenstein über dem Dorf soll ein keltischer Opferaltar gewesen sein. Bärenskelette, römische Münzen, Reste einer Letzimauer sind Zeugen der Frühgeschichte. Anno 1261 wird "Morsacho" erstmals urkundlich genannt. Über Morschach führte lange Zeit der Pilger- und Säumerweg über den Gotthard. Schon 1302 wurde Morschach eine eigene Pfarrei. Die heutige Pfarrkirche stammt aus dem Jahre 1509. 1676 wurde in der Laui die Kapelle zum hl. Franz Xaver errichtet.

Nach dem Bau der Axenstrasse wurde 1866 von Brunnen her ein Zufahrtssträsschen in den Fels gehauen. Von 1905 bis 1968 fuhr sogar eine elektrische Zahnradbahn (heute Buslinie) nach dem damals weltbekannten Ferienort Morschach mit seinen mondänen Hotelpalästen Axenfels und Axenstein und brachte ein illustres Publikum, u.a. Königin Viktoria von England, König Ludwig II. von Bayern, Fürst von Bülow, Emerich Kalman und viele andere. Vorgesehen war, die Bahn sogar bis auf den Fronalpstock zu führen. Dieser Plan wurde dann aber durch den Bau der Stoosbahn (1933) vereitelt. Zwei Golfplätze, Tennisplätze, zwei Freibäder und Freiparks verwöhnten die adligen Gäste Europas. Heute ist man daran, die inzwischen verschwundene Pracht in moderner Form wieder auferstehen zu lassen. Im Mattli hat die Franziskanische Gemeinschaft 1967 ein vielbesuchtes Ferien- und Bildungshaus errichtet. Seit Beginn dieses Jahrhunderts haben sich auch die Pallotinerpatres in Morschach niedergelassen.

Wirtschaftlich ist die Gemeinde Morschach und besonders auch der Stoos stark vom Tourismus geprägt. Die Landwirtschaft wird vielfach als Nebenerwerb betrieben. Industriebetriebe gibt es keine. Die meisten Morschacher gehen ihrer Erwerbstätigkeit in der Umgebung nach. Mit etwa 120 Mitarbeitenden ist der Swiss Holiday Park der grösste Arbeitgeber in der Gemeinde. In der Landwirtschaft gibt es noch rund 30 Familienbetriebe.

Freizeitangebot, Sehenswürdigkeiten

Mit dem Swiss Holiday Park verfügt Morschach über einen grossen Ferien- und Freizeitpark. Das Angebot reicht von 120 4*-Hotelzimmern, einem Seminar- und Kongresszentrum sowie einer grossen Bäderlandschaft bis hin zu über 50 Sport- und Spielangeboten, welche bei jedem Wetter einen "sonnigen" Tag versprechen.

Gemeindeverwaltung

6443 Morschach
Tel. 041 825 13 30, Fax 041 825 13 31, E-Mail gemeinde@morschach.ch

Gemeindepräsident: Daniel Betschart
Gemeindeschreiber: Markus Betschart