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Kanton Schwyz - Kanton - Bezirke - Küssnacht

Küssnacht

Wappen des Bezirks KüssnachtDas Wappen mit einem übereck gelegten weissen Kissen mit gelben Quasten bezieht sich auf die im 13. Jahrhundert erwähnten Herren von Küssnach (ohne t). Ein Siegel mit der Umschrift EPPONIS MILITIS DE CHUSSINACH hängt an einer Urkunde von 1284.

Kurzportrait

Wie Einsiedeln und Gersau bilden die Gemeinde und der Bezirk eine politische Einheit. Dazu gehören die Orte Küssnacht, Immensee und Merlischachen mit je einer eigenen Kirchenverwaltung sowie der Weiler Haltikon.

Der bis zum Rigi Kulm reichende Bezirk ist landschaftlich besonders reizvoll zwischen Vierwaldstätter- und Zugersee eingebettet und hat deshalb mittelländischen und voralpinen Charakter. Die Sonnenterrasse Seebodenalp (1000 m) ist ein beliebtes Ausflugs- und Wanderziel mit weiter Aussicht ins Mittelland. Das Dorf Küssnacht hat einen sehenswerten historischen Ortskern mit von allen Richtungen einmündenden Strassen. Trotz Uferlage hat sich das Dorf um dieses Zentrum entwickelt und erweitert. Die Lage am See mit öffentlichem Quai und die Nähe zur Stadt Luzern üben einen starken Reiz aus, sich hier niederzulassen. Ausserdem ist Küssnacht Ausgangspunkt für Wanderungen auf die Rigi (Luftseilbahn auf die Seebodenalp) und dem See entlang (Rigi-Lehnenweg, Waldstätterweg). Auf der Seebodenalp ist Skisport möglich (Skilift).

Der Ortsname Küssnacht geht auf einen Gutshof des Keltorömers Cossinius zurück. Um 870 kam die Gegend ans Benediktinerkloster Luzern. Nach dem Aussterben der Ritter von Küssnach (ohne t) wohnten die Edlen von Silenen bis ins 16. Jh. auf der sogenannten Gesslerburg (auf der übrigens nie ein Vogt namens Gessler lebte). Anschliessend zerfiel die Burg, weil sie nicht mehr bewohnt war. 1424 wurde der Anschluss an Schwyz verbrieft. 1831 schloss sich Küssnacht dem Halbkanton Ausserschwyz an. Nach dem Einmarsch der Schwyzer in Küssnacht befahl die Tagsatzung 1833 die Wiedervereinigung der beiden Halbkantone (Fresko am Pfrundhaus). Bis zur Eröffnung der Gotthardbahn 1882 war Küssnacht Umschlagplatz an der ehemaligen Transitroute von Zürich nach Zug-Immensee-Hohle Gasse-Küssnacht-Flüelen-Gotthard.

Immensee hiess jener Teil des Zugersees, wo der Ritter Immo von Buonas das Fischereirecht besass. Deshalb wurde auch das Fischerdorf "Imisee" genannt und erstmals unter diesem Namen im Jahre 1064 erwähnt. 1798 fanden hier Kämpfe gegen die Franzosen und 1847 Scharmützel im Sonderbundskrieg statt. Heute ist Immensee ein beliebter Ferien- und Wohnort.

Der Name Merlischachen soll sich vom lateinischen "merula" (Amsel) und vom deutschen Schachen (kleiner Wald) ableiten lassen und bedeutet also "Amselwäldchen". Erstmals wurde die Siedlung 1168 durch einen Hermanno de Merlascachen erwähnt. Dieser wohnte in einem Turm, an den noch die Liegenschaft Burg erinnert. 1440 kaufte Schwyz die Herrschaft, wodurch sie an den Kanton kam.

Küssnachter Wirtschaft: Grösste Weichkäserei der Schweiz, grösste Sägerei der Schweiz, Kalenderfabrik, Druckereien, Küferei, elektronische Steuergeräte, Distillerien, Invalidentechnik, Lederwaren, Strassenbau, Kunststoffprodukte, Holzverarbeitung, Kieswerk, Zementwaren, Baugewerbe, Banken, Galvanische Spezialverfahren, Logistik, Gastgewerbe, Hotellerie.

Freizeitangebot, Sehenswürdigkeiten

Strandbäder, Segeln, Surfen, Campingplätze, Minigolf, Tennis, 18-Loch Golfplatz, Sportzentrum, Dreifachturnhalle, Kunsteisbahn, Curlinghalle, Skilift, Langlauf, Deltasegel-Flugschule, Ponyreiten, Vita-Parcours, Freilichtspiele und Kurkonzerte im Sommer, Bootsvermietung, Fitnesszentrum, ausgedehntes Wanderwegnetz, zahlreiche Vereine, Musikschule, Seilpark Rigi.

Ruine Gesslerburg, Hohle Gasse mit Tellskapelle, Astridkapelle (zur Erinnerung an den Autounfall der belgischen Königin im Jahre 1935), Pfarrkirche St. Peter und Paul (1708), Kapellen St. Katharina in Haltikon und St. Martin im Tal, Dorfplätze von Küssnacht und Immensee als Beispiele sehr schön erhaltener und restaurierter Ortsteile, Gasthaus Engel in Küssnacht (Tagsatzungssaal und Goethe-Stube), Unterdorf Küssnacht mit alten guterhaltenen Gast- und Wohnhäusern, Telldenkmal am Seeplatz, Heimatmuseum, Rathäuser I und II, Missionsmuseum Immensee, sehr schöne alte Giebelhäuser in Merlischachen.

Mit Abstand das grösste Jahresereignis ist der wohl berühmteste Nikolausbrauch der Schweiz, das sogenannte "Chlausjagen", ein nächtlicher Umzug mit mehreren hundert Treichlern, Geisselchlepfern, Hornbläsern und besonders mit den Infulträgern (kunstvolle mit Kerzen beleuchtete bis 2 m hohe Nikolausinfuln).

Bezirksverwaltung

Seeplatz 2/3, Postfach 176, 6403 Küssnacht
Tel. 041 854 02 36, Fax 041 854 02 64, E-Mail bezirk@kuessnacht.ch

Bezirksammann: Michael Fuchs
Landschreiber: Wolfgang Lüönd