Voranschlag
Das Finanzdepartement erarbeitet nach den Vorgaben des Regierungsrates den Voranschlag und den Finanzplan. Der Regierungsrat unterbreitet dem Kantonsrat an der ordentlichen Wintersitzung im Dezember den Voranschlag des bevorstehenden Jahres. Mit dem Voranschlagskredit ermächtigt der Kantonsrat den Regierungsrat, die Verwaltungsrechnung für einen bestimmten Zweck bis zum festgelegten Betrag zu belasten.
Der Voranschlag bzw. das Budget ist nach dem organisatorischen Aufbau der Verwaltung und nach dem Kontenrahmen für die Verwaltungsrechnung gegliedert. Er wird unter Berücksichtigung des Finanzplans erstellt, mit einem Kommentar versehen und mit statistischen Überblicken ergänzt.
Voranschlag 2012
Der Kantonsrat hat an seiner ordentlichen Wintersitzung vom 14. Dezember 2011 den Voranschlag 2012 genehmigt. Die Laufende Rechnung weist einen Aufwandüberschuss von 93 Millionen Franken aus. Einnahmen von 1169 Millionen stehen Ausgaben von 1262 Millionen gegenüber. Der Regierungsrat beantragt dem Kantonsrat, den Steuerfuss auf unverändert tiefem Niveau zu belassen.
NFA und Ausfall der SNB-Erträge prägen das Budget 2012
Gegenüber dem Rechnungsjahr 2010 steigt der Aufwandüberschuss um 50 Mio. Franken. Ein Grossteil des Aufwandwachstums wird zum einen durch den Nationalen Finanzausgleich (NFA) und zum anderen durch den Ausfall der Nationalbankerträge verursacht. Das Ressourcenpotenzial des Kantons Schwyz im Rahmen der NFA steigt im Jahr 2012 auf einen Ressourcenindex von 149 Punkten. Die Steigerung von 9.4 Punkte im Vergleich zum Vorjahr ist die schweizweit stärkste Steigerung im nationalen Finanzausgleich. Deshalb muss der Kanton Schwyz zusätzlich 26 Mio. Franken bzw. 33% mehr in den Ressourcenausgleich einzahlen. Nebst der eigenen Ressourcenstärke sind vorab auch die relative Positionierung und die Niveauunterschiede zu den anderen Kantonen massgebend.
Vorsichtige Steuerschätzung
Die Steuerschätzungen basieren auf den aktuellen Wirtschaftsprognosen der BAK Basel Economics und der Konjunkturforschungsstelle KOF der ETH sowie auf einer Hochrechnung der von den Gemeinden erwarteten Steuereinnahmen für 2012. Über alle Steuerarten hinweg wird mit steigenden Steuererträgen gegenüber dem Rechnungsjahr 2010 in der Höhe von 53 Mio. Franken bzw. 12% gerechnet. Dabei legen die Erträge aus der Einkommens- und Vermögenssteuer der natürlichen Personen stark zu, nämlich 26%, während die Ertrags- und Kapitalsteuern der juristischen Personen aufgrund der Revision der Unternehmensbesteuerung immerhin mit einer Erhöhung von 3 Mio. Franken oder 11% zunehmen. Mit der steuerlichen Entlastung hat der Kanton günstige Voraussetzungen geschaffen, damit die Unternehmen im Kanton noch robuster auf die Wirtschaftskrise reagieren und diese als Chance nutzen können.
Moderate Investitionstätigkeit
Die Investitionsrechnung enthält Nettoinvestitionen von 77 Mio. Franken. Gegenüber der Rechnung 2010 wird die Investitionstätigkeit 2012 um 14 Mio. Franken reduziert. Mit dieser Reduktion soll die Investitionstätigkeit auf mittlerem Niveau stabilisiert werden. Aufgrund der aktuellen Wirtschaftslage ist es durchaus sinnvoll, die Investitionstätigkeit des Kantons moderat zu reduzieren.
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Voranschlag Vorjahre
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