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Kanton Schwyz - Unternehmen - Steuern - Quellensteuer - Wegleitung (bis 31.12.2013) - Steuerrückerstattungen und Steuernachforderungen

Steuerrückerstattungen und Steuernachforderungen

1.   Allgemein


1.1  Rückerstattung der Kirchensteuer

Gehört eine steuerpflichtige Person weder der römisch-katholischen noch der evangelisch-reformierten Konfession an und wurde der Quellensteuerabzug auf Grund des Tarifs mit Kirchensteuer vorgenommen, kann sie bis Ende März des auf die Fälligkeit der Leistung folgenden Kalenderjahres die Rückerstattung des entsprechenden Betrages beantragen. Dazu hat sie ein Gesuch mit Bescheinigung des Arbeitgebers bzw. Versicherers über die abgezogene Steuern einzureichen.


1.2  Berücksichtigung individueller Abzüge

In den Tarifen nicht berücksichtigte Abzüge gemäss § 33 können in Fällen ohne nachträgliche ordentliche Veranlagung gemäss § 93 auf Antrag gewährt werden (§ 90 Abs. 1 Satz 2 StG). Den Gesuchen, welche bis Ende März des auf die Fälligkeit der Leistung folgenden Kalenderjahres einzureichen sind, müssen Beweismittel wie Bescheinigungen der Bank, Scheidungsurteile etc. beigelegt werden.

2.   Innerkantonales Verhältnis


2.1  Rückerstattung

Hat der Arbeitgeber bzw. Versicherer einen zu hohen Quellensteuerabzug vorgenommen und an die kantonale Steuerverwaltung überwiesen, wird ihm die Differenz zurückerstattet oder gutgeschrieben. Der Arbeitgeber bzw. Versicherer hat zurückerstattete Steuern der steuerpflichtigen Person weiterzuleiten oder zu verrechnen.
Unterliegt die quellensteuerpflichtige Person der nachträglichen ordentlichen Veranlagung, kann die kantonale Steuerverwaltung die bezogenen Quellensteuern an die für den Bezug der im ordentlichen Verfahren geschuldeten Steuern zuständige Behörde überweisen.

2.2  Nachforderung

Hat der Arbeitgeber bzw. Versicherer den Quellensteuerabzug nicht oder ungenügend vorgenommen, verpflichtet ihn die kantonale Steuerverwaltung zur Nachzahlung. Der Rückgriff auf die quellensteuerpflichtige Person bleibt vorbehalten.

3.   Interkantonales Verhältnis


3.1  Allgemeines

Der Arbeitgeber bzw. Versicherer hat grundsätzlich alle Steuerabzüge nach den Tarifen und Weisungen seines Wohnsitz-, Sitz- oder Betriebstättekantons vorzunehmen und diesem zu überweisen, auch wenn die quellensteuerpflichtige Person Wohnsitz oder Aufenthalt in einem anderen Kanton hat und der Besteuerung nach dessen Recht unterliegt (vgl. dazu Ziff. I. / 2.)! In diesen Fällen werden die eingegangenen Steuerbeträge an die Steuerbehörde des zur Besteuerung befugten Kantons zur Anrechnung an die effektiv geschuldete Steuer überwiesen.

Den Arbeitgebern bzw. Versicherern wird empfohlen (im Einvernehmen mit den beteiligten Kantonen), die Steuer nach den Tarifen und Weisungen des für die Besteuerung zuständigen Kantons zu erheben und sie direkt deren Steuerbehörden abzuliefern.

3.2  Rückerstattung / Nachforderung

Der quellensteuerpflichtigen Person werden zuviel bezogene Quellensteuern zinslos zurückerstattet; zuwenig bezogene Steuern werden von ihr zinslos nachgefordert.


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