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Kanton Schwyz - Unternehmen - Steuern - Grundstückgewinnsteuer - Wegleitung - Steueraufschiebende Veräusserungen - Eigentumswechsel unter verheirateten Personen

Eigentumswechsel unter verheirateten Personen

Nach § 107 Bst. b StG wird die Besteuerung aufgeschoben bei Eigentumswechsel unter verheirateten Personen im Zusammenhang mit dem Güterrecht, sowie zur Abgeltung ausserordentlicher Beiträge eines Eheteils an den Unterhalt der Familie (Art. 165 ZGB) und scheidungsrechtlicher Ansprüche, sofern beide Eheleute einverstanden sind.

Für einen Aufschub der Besteuerung müssen folgende zu erfüllende Voraussetzungen beachtet werden:

  • Eigentumswechsel unter verheirateten Personen;
  • Einverständnis beider Eheleute;
  • Eigentumswechsel im Zusammenhang mit dem Güterrecht, zur Abgeltung ausserordentlicher Beiträge eines Eheteils an den Unterhalt der Familie (Art. 165 ZGB) oder zur Abgeltung scheidungsrechtlicher Ansprüche.

Die Veranlagungsbehörde prüft eigenständig, ob die Voraussetzungen für einen Aufschub der Besteuerung erfüllt sind und ist nicht an die von den Parteien im Vertrag gewählte Formulierung gebunden. Sofern keine besonderen Umstände vorliegen, stellt sie auf die zivilrechtliche Gestaltung ab.

Die Wirkung des Aufschubs der Besteuerung ist vollständig, das heisst, es erfolgt keine Besteuerung, selbst wenn die abgegoltenen Ansprüche nur einen Teil des Übernahmepreises ausmachen. Dadurch wird die auf dem Grundstück lastende latente Steuer auf die übernehmende Person übertragen.

Die im Einzelnen zu erfüllenden Voraussetzungen können dem Merkblatt zum Aufschub der Besteuerung infolge Eigentumswechsel unter verheirateten Personen entnommen werden; das Merkblatt enthält zudem Hinweise auf die im entsprechenden Vertrag (Ehevertrag, Scheidungsurteil, Scheidungskonvention etc.) aufzunehmenden möglichen Formulierungen sowie das Verfahren und das Antragsformular um Aufschub der Besteuerung.

Sofern bei Eigentumswechsel unter verheirateten Personen die Voraussetzungen für einen Aufschub der Besteuerung nicht erfüllt sind, können diese, sofern die entsprechenden Voraussetzungen erfüllt sind, ev. einen Aufschub der Besteuerung im Sinne von § 107 Bst. a StG zufolge Schenkung geltend machen (siehe dazu Merkblatt zum Aufschub der Besteuerung infolge Erbvorbezug/Schenkung/Vermächtnis).