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Kanton Schwyz - Unternehmen - Steuern - Grundstückgewinnsteuer - Wegleitung - Steuerbemessung - Verlustverrechnung

Verlustverrechnung (§ 119 StG)

Kalenderjahrverrechnung (1. Stufe)

Veranlagte Verluste können anteilmässig mit den für das gleiche Kalenderjahr veranlagten Gewinnen verrechnet werden; dabei werden die Verluste proportional auf die angefallenen Gewinne ver­teilt. Die steuerpflichtige Person hat den Antrag um Verlustverrechnung innert 90 Tagen nach Ablauf des Kalender­jahres der Veräusserungen oder spätestens innert 90 Tagen nach Rechtskraft der letzten für die Verrechnung massgebenden Veranlagung (§ 173 Abs. 1 Bst. b StG) bei der kantonalen Steuerverwaltung einzureichen.

Auf Steuerrückerstattungen ist ein Vergütungszins erst nach Ablauf von 30 Tagen seit Einreichung des Gesuchs geschuldet, frühestens jedoch nach Ablauf von 30 Tagen nach Verwirklichung der sachlichen und zeitlichen Voraussetzungen (§ 173 Abs. 2 StG).

Zusätzliche Verlustverrechnung bei Teilveräusserungen (2. Stufe)

Bei Teilveräusserungen ab demselben Grundstück oder Stammgrundstück kann ein nach der Kalenderjahrverrechnung verbleibender Verlust anteilmässig mit den nach der Kalenderjahrverrechnung verbleibenden Gewinnen anderer Kalenderjahre verrechnet werden. Teilveräusserungen ab demselben Grundstück oder Stammgrundstück setzen voraus, dass die veräussernde Person ursprünglich ein einziges Grundstück im Sinn eines grundsteuerrechtlich "einheitlichen Wirtschaftsguts" erworben hat; es spielt keine Rolle, ob es sich dabei um mehrere grundbuchlich selbstständige Grundstücke gehandelt hat.

Der Antrag der steuerpflichtigen Person um Verlustverrechnung muss bei vollständiger Veräusserung spätestens innert Jahresfrist nach der letzten Veräusserung, bei teilweiser Veräusserung frühestens zehn und spätestens elf Jahre nach der ersten Teilveräusserung eingereicht werden (§ 173 Abs. 1 Bst. c StG).

Weitergehende Verlustverrechnungsmöglichkeiten

Gemäss § 119 Abs. 4 StG bleiben die weiter gehenden Verlustverrechnungsmöglichkeiten nach interkantonalem Recht vorbehalten und gelten auch innerkantonal. Diese Bestimmung führt dazu, dass einkommens-/gewinnsteuerlich erzielte Verluste mit Grundstückgewinnen des gleichen Jahres verrechnet werden können, unabhängig davon, ob es sich um natürliche oder juristische Personen mit inner- oder ausserkantonalem Sitz oder Wohnsitz handelt und ob ihnen steuerlich die Qualifikation einer gewerbsmässigen Liegenschaftenhändlerin, Betriebs- oder Kapitalgesellschaft zukommt (für innerkantonale Betriebs- und Kapitalgesellschaften gilt diese Bestimmung erst ab 1. Januar 2010).

Die Verrechnung von Verlusten und Gewinnungskostenüberschüssen mit Grundstückgewinnen des Privatvermögens ist jedoch in jedem Fall ausgeschlossen. Details zur Verlustverrechnung können dem Merkblatt Anrechnung von Ausscheidungsverlusten entnommen werden.

Steuerrückerstattung (Verzinsung)

Auf Steuerrückerstattungen ist ein Vergütungszins erst nach Ablauf von 30 Tagen seit Einreichung des Gesuchs geschuldet, frühestens jedoch nach Ablauf von 30 Tagen nach Verwirklichung der sachlichen und zeitlichen Voraussetzungen (§ 173 Abs. 2 StG).

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