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Kanton Schwyz - Privatpersonen - Militär, Feuer- und Zivilschutz - Zivilschutz - ZS-Bauten - Schutzbauten - Planung und Ausführung - Sanitärplaner

Sanitärplaner

Leitungseinlagen in Fundamentplatten und Betondecken 
Regelung der Luftfeuchtigkeit
Friedensmässige Wasserleitungsinstallationen
Entleerungshahnen bei Wasserleitungen
Wassertanks in Schutzräumen von Alters- und Pflegeheimen
Füllleitungen bei Wassertanks in grossen Schutzbauten
Betriebsschema Sanitär

 

Leitungseinlagen in Fundamentplatten und Betondecken

Werden Leitungen sichtbar durch die Schutzbaute geführt, so ist abzuklären, ob eine Genehmigung unserer Amtsstelle vorliegt.

Liegt eine Genehmigung vor, so muss die Leitungsführung eingehalten und sämtliche Leitungen schocksicher an der Schutzraumhülle befestigt werden. Dies kann z.B. mit Falu-Rohrschellen erfolgen. Kunststoffdübel dürfen nicht verwendet werden. Je nach Leitungsmedium sind Abstellschieber mit einem Hinweisschild im Schutzraum erforderlich.

  • Wird einem Gesuch um Leitungsdurchführungen innerhalb der Schutzräume entsprochen, müssen für die Wanddurchführung Passrohr-Stücke mit beidseitigem Gewinde in die Schalung eingelegt werden.
  • Die Rohre dürfen im Betonwandbereich nicht isoliert werden. Ein dünnes Dehnungsband ist jedoch zulässig.

  • Die Aussendurchmesser der eingelegten Leitungen inklusive allfälliger Isolationen darf 1/3 der Betonplattenstärke nicht übersteigen.
  • Die Rohrleitungen sind zwischen der unteren und oberen Bewehrung der Platten zu führen. Das notwendige Leitungsgefälle im Plattenbereich muss mitberücksichtigt werden. Die Bewehrung darf nicht durchgetrennt werden und die erforderliche Betonüberdeckung des Stahl gemäss den SIA-Vorschriften ist einzuhalten.
  • Ist eine Betonplattenverstärkung infolge der Leitungseinlagen erforderlich, so muss dies über die gesamte Raumfläche erfolgen.
  • Zwischen nebeneinanderliegenden Leitungen muss ein Abstand von mindestens 30 cm eingehalten werden.
  • Liegen die Leitungen im Randbereich des Feldes (Boden und Decke), so dürfen sie bis zu einem Auflagerabstand (Wand) von 1.50 m nicht parallel geführt werden. Sie müssen in einem Winkel von mindestens 30° zum Auflager angeordnet werden (siehe Figur 3.4-1, TWP 1984).
  • Die Leitungsführungen sind vor Ausführung unserer Amtsstelle zur Genehmigung zuzustellen.

  • Die dazu nötigen Angaben sind die Bezeichnung des Bauobjektes mit Standortadresse und Schutzraum-Objektnummer sowie die Leitungsnennweiten und das Gefälle; zusätzlich ist die Dimension von allfälligen Kontrollschächten anzugeben

  • Im Bereich des Schutzraumeinganges dürfen keine Leitungen geführt werden. Dieser Bereich ist zu umgehen!

    > ausserhalb SR:   trümmersichere Kragplatte von 1.30 x 2.00m
    > innerhalb SR:       Verankerung der Kragplatte 1.00 x 2.00m
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Regelung der Luftfeuchtigkeit

Der Standort und die Montage von Luftentfeuchter-Wandmontagen ist vorgängig mit unserer Amtsstelle abzusprechen, da auf die Möblierung beim Schutzraumbezug Rücksicht zu nehmen ist.

Wasserabfluss über das Übermittlungsröhrchen
Wasserabfluss in Bodenablauf

Wasserabfluss in Behälter

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Friedensmässige Wasserleitungsinstallationen

Einführung Wasserleitung
  • Wird für die friedensmässige Nutzung eine Druckwasserleitung in die Schutzraumhülle geführt, so muss ein Abstellschieber eingebaut werden.

 

  • Damit bei einem Schutzraumbezug die Wasserzufuhr unterbrochen werden kann, ist eine entsprechende Beschriftung anzubringen.
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Entleerungshahnen bei Wasserleitungen

 

 
  • Wasserleitungen in Schutzräumen und Anlagen müssen eine Möglichkeit zur vollständigen Entleerung aufweisen.
  • Die Entleerungshahnen sind immer an den tiefsten Stellen einzubauen, so dass kein stehendes Wasser (Keimbildung) in den Leitungen entstehen kann.

 

  • Dies gilt für
    > alle Leitungen ab Verteilbatterie 
    > Notfüllleitung zum Wassertank
    > Entnahmeleitung ab Wassertank zur Küche
    > Standrohr beim Wassertank

 

  • Fehlen Entleerunghahnen bei bestehenden Leitungen, sind diese nachträglich einzubauen.
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Wassertanks in Schutzräumen von Alters- und Pflegeheimen

 

 
  • Gemäss den Weisungen für spezielle Schutzräume (TWS 1982, Kap. 4) müssen in Schutzräumen dieser Kategorie Wassertanks in Beton erstellt werden, wie sie in Zivilschutzanlagen zu finden sind.
  • Neu dürfen solche Wassertanks auch mit Kunststofftanks ausgeführt werden.
  • Vor Planungsbeginn ist mit dem zuständigen kantonalen Amt Kontakt aufzunehmen.

 
Merkblatt für Planungen

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Füllleitungen bei Wassertanks in grossen Schutzbauten

 

 
  • Bei grösseren Schutzbauten sind mit dem Bau Wassertanks erstellt worden.
  • Damit beim Ausfall der öffentlichen Wasserversorung Wasser zugeführt werden kann, ist eine sogenannte Notfüllleitung vorhanden, die auf der Aussenseite mit einer Storzkupplung abgeschlossen ist.
  • Damit die mutwillige Verschmutzungen solcher Leitungen vermieden werden kann, sollten die Abschlussdeckel mit einem Schlüssel abschliessbar sein.
  • Eine solche Lösung ist auf dem nebenliegenden Bild sichtbar. Der Schlüssel ist zu beschriften und in der Schutzbaute an einem sicheren Ort zu deponieren.

Betriebsschema Sanitär

Für jeden Schutzraum und jede Schutzanlage, welche über eine Frischwasserversorgung verfügen, ist ein Betriebsschema Sanitär zu erstellen.

Muster_Betriebsschema_Sanitaer

Das Betriebsschema Sanitär ist vor der Fertigstellung dem AMFZ zur Genehmigung vorzulegen. Das genehmigte Betriebsschema ist auf eine feste Unterlage aufzuziehen und in der Nähe der Verteilbatterie an die Wand zu montieren.

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