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Lüftungsplaner

Projektierung
Leitungsführung in Wänden und Decken

 

Projektierung

Bei der Projektierung ist darauf zu achten, dass die Anordnung der Möblierung sowie die technischen Einrichtungen des Architektenprojektes mit dem Lüftungsprojekt übereinstimmen. Allfällige Korrekturen, die anlässslich der Baubewilligung vorgenommen werden, müssen bei der Ausführung berücksichtigt werden.

Die Ausarbeitung und Einreichung des Lüftungsprojekts ist im Register Baugesuch, Formulare aufgeführt.

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Leitungsführung in Wänden und Decken

Nach den Technischen Weisungen :

  • dürfen bei Notausstiegschächten maximal 2 Luftfassungen und bei Fluchtröhren maximal 3 Luftfassungen mit Rohren NW 125 mm in die Fensterleibung geführt werden
  • darf die Luftfassungsleitung ab Fensterleibung bis zum Anschlusspunkt maximal 3 Stück 90°-Bogen aufweisen

PVC-Rohre sind zulässig; Stahlflexrohre sind nicht zulässig.

Bild 1

Bild 1

Panzerdeckel mit Luftfassung im Notausstieg

 

Bild 2

Leitungsführung mit 90°-Bögen zwischen der Armierung

Bild 2

Die Luftfassung darf über den Sturz (Pfeil Bild 1) und Deckenauflagerbereich zum Anschlusspunkt geführt werden. Dadurch kann im Bereich des Fensters die Betonwand besser vibriert werden und das Ventilationsgerät ist bei grossem Wasseranfall (starkes Gewitter) besser geschützt. 

Die vertikalen Rohre (Bild 1) werden mit dem Wandbeton und das horizontale Verbindungsstück mit den Rohrbögen (Bild 2) mit dem Deckenbeton eingebaut, wobei das Rohr von der gesamten Deckenarmierung eingefasst werden muss. Es dürfen keine Armierungen durchgetrennt werden.

Das Ventilationsaggregat ist gemäss den Technischen Weisungen in der Nähe des Notausganges zu plazieren. So kann aus bautechnischen Gründen die einzulegende Luftfassungsleitung möglichst kurz gehalten werden. Die Masse sind nach den Einlageplänen des Lieferanten einzuhalten. Liegen die Angaben beim Schalen der Wände nicht vor, so sind sie bei der Bauleitung anzufordern.

Da die Aussenwände in der Regel eine Minimalstärke von 25 cm aufweisen, ist es sehr problematisch, den Wandbeton im Fenster- und Leitungsbereich fachgerecht zu verdichten. Zur Verbesserung der Bauausführung kann folgende Leitungsführung gewählt werden:

Wandetappe
  • Einlage eines vertikalen Rohrstückes über dem Fenstersturz bis in den Deckenbereich
  • Einlage eines Bogens mit einem vertikalen Rohrstück beim Standort des Ventilationsaggregates bis in den Deckenbereich
  • Betonieren der Wandetappe
Deckenetappe   
  • Verlegen der unteren Deckenbewehrung
  • Zusammenschliessen der beiden vertikalen Rohrstücke mit zwei Rohrbogen und horizontalem Rohrstück. Dabei dürfen die Wandarmierungsschlaufen nicht durchgetrennt werden
  • Verlegen der oberen Deckenbewehrung, so dass die vertikale Bewehrungsschlaufe aussen zwischen der Deckenstirne und dem Rohr zu liegen kommt. Die Armierung muss das Luftfassungsrohr umfassen.

Bei grösseren Schutzräumen kann es dazu führen, dass in Schutzraumabteilen Gruppen von Ventilationsaggregaten gebildet werden. Für die Luftverteilung innerhalb der Schutzraumhülle in die einzelnen Abteile sind spiralgefalzte Rohre aus verzinktem Stahlblech mit einem Innendurchmesser von 150 mm zu verwenden. Es dürfen höchstens 6 Bogenstücke angeordnet werden. Die Rohrbefestigungen an Decken und Wänden sind mit handelsüblichem Material hendwerklich solide auszuführen.

Der Standort der Überdruckventile liegt in unmittelbarer Nähe der Eingangstüre und im Standortbereich der Abortkabinen. Bei der äusserern Schutzraumwand ist das Ventil so zu plazieren, dass der Luftaustritt im Bereich der trümmersicheren Kraplatte (2.00 x 1.30 m) liegt. So kann der Luftaustritt auch bei einer Zertrümmerung des Normalkellers gewährleistet werden.

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