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Kanton Schwyz - Privatpersonen - Militär, Feuer- und Zivilschutz - Zivilschutz - ZS-Bauten - Schutzbauten - Erneuerung - Erneuerung

Erneuerung - Sanierung

Allgemein
Risse in Betonwänden
Leitungsführungen durch Schutzhülle
Heizungskörper
Panzertüren
Panzerdeckel
Panzerschiebewände
Treppen- und Rampenüberdachung

 

Allgemein

Eine Schutzbaute kann infolge seines Alters die Mindestanforderungen nicht mehr erfüllen. Diese Mindestanforderungen werden vom Bundesamt für Zivilschutz festgelegt (Qalitative Einstufung).

Wird ein Bauprojekt in einem Gebäude geplant, in dem damals ein Schutzraum erstellt wurde, so ist bei einer gegebenen Schutzraumbaupflicht die Qualitätsgruppe der Baute massgebend.

Steht die Schutzraumbaupflicht für das Bauprojekt fest, und ist der Schutzraum der Qualitaiven Gruppe B ("erneuerbarer Schutzraum" zugewiesen, so muss mit dem aktuellen Projekt die Schutzbaute erneuert werden. Die Qualitätsgruppen-Zuordnung kann durch unsere Amtsstelle abgeklärt werden.

Für Erneuerungs-Massnahmen müssen die Weisungen des Bundesamtes für Bevölkerungssschutz berücksichtigt werden.

  • TWE 1988: Technische Weisungen für die Erneuerung von Schutzbauten bis 200 SP
  • TWE 1994 Schutzräume: Technische Weisungen für die Erneuerung von Schutzräumen bis 200 SP
  • TWE 1997 Anlagen: Technische Weisungen für die Erneuerung von Anlagen und speziellen Schutzräumen laufende Kreisschreiben und Weisungen des BZS

Wir empfehlen den Bauherren zwecks Festlegung der Massnahmen frühzeitig mit unserer Amtsstelle Kontakt aufzunehmen.

Zudem kann es vorkommen, dass die Schutzbaute vom Eigentümer beschädigt oder nicht unterhalten wird. Auch dies kann zu Schäden führen, die unter Beizug unserer Amtsstelle zu beheben sind. In diesem Fall ist weder eine Schutzraumbaupflicht noch ein Baubewilligungsverfahren vorausgesetzt. Aufgrund von periodischen Schutzraumkontrollen kann ebenfalls eine Erneuerung ausgelöst werden.

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Risse in den Betonwänden

Risse in der Schutzraumhülle oder beim Wassertank können ein Wassereintritt zu Folge haben. In der Regel muss eine Sanierung in Zusammenarbeit mit unserer Amtsstelle eingeleitet werden. Es gibt je nach Rissbild verschiedene Sanierungsarten.

Bild 1

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Hier handelt es sich um eine Injektion, wo mit Hochdruck ein Kunstharzmörtel bis in die Kapillaren eingepresst wird

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Leitungsführungen / Heizkörper

Sind mittels Aussparungen einzelne Leitungen oder ganze Leitungspakete durch die Schutzraumhülle geführt worden, so sind die Mindestanforderungen der Schutzbaute nicht mehr erfüllt.

Als Sanierung ist das Füllmaterial der Aussparung zu überprüfen. Ist die Füllung kompakt, so kann in Absprache mit der kantonalen Amtsstelle auf der Schutzraumseite ein Stahlblech (Bild 2) montiert werden. 

 Bild 1

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Installierte Heizungen müssen nicht demontiert werden. Neben den gasdichten Leitungsdurchführungen sind die Heizköper so zu sichern, dass die Schocksicherheit gewährleistet ist. Es ist darauf zu achten, dass zwischen den Sicherungsbügel und dem Heizkörper noch Spielraum vorhanden ist. Dadurch wird ein Bruch des Heizkörpers in einem Schockfall vermieden

 

Bild 2

Die Befestigung der einzelnen Stahlbleche wird je nach Grösse der Aussparung mit einer bestimmten Anzahl von Stahldübeln im Wandbeton befestigt. Reicht die Aussparung bis zur Schutzraumdecke, so müssen die Stahlbleche abgewinkelt und ebenfalls in die Decke befestigt werden.

 

Bild 2
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Panzertüren

Selbstbefreiungsvorrichtung

Bei den Panzertüren der ersten Generationen ist zum Einsetzen des Vierkantstahls der heutigen Selbstbefreiungs-Einrichtungen keine Aussparung vorhanden.

Bild 1

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Kernbohrung auf der richtigen Höhe

 

Bild 2

Eingesetzter Vierkantstahl der Selbstbefreiungseinrichtung

 

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Bild 3

Bild 3

Angeschweisster Stahlring verhindert das sich Drehen des Vierkantstahls im Kernbohrloch und verhindert das Abgleiten der Gewindeschraube beim Aufpressen der Türe

 

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Einsatz der Selbstbefreiungsvorrichtung mit Gewindeschraube und Schraubenschlüssel

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Panzerdeckel

Damit eine teure Sanierung vermieden werden kann ist dem Rostschutz der Stahlteile besondere Aufmerksamkeit zu schenken. Wird der Unterhalt der Stahlteile vernachlässigt, so kann dies die Folge sein.

Bild 1

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Ist der Rostfrass zu weit fortgeschritten, muss die Armierung umlaufend und sehr mühsam von Hand freigelegt werden, so dass ein neues Fenster mit Stahlrahmen eingebaut werden kann.

Um die Verankerung zu gewährleisten, muss die Bewehrung dazwischen wieder ergänzt und der Randbereich satt mit Beton gefüllt werden.

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Panzerschiebewand

Die Führungsrinne der Panzerschiebewand ist mit einem Riffelblech abgedeckt. Wasser und Salz setzen den nicht aus rostfreiem Stahl bestehenden Rinnenelementen stark zu. Wird der Unterhalt vernachlässigt, so findet eine starke Rostbildung der Rinnenelemente statt.

Da mit der Rostbildung eine Volumenvergösserung stattfindet, kann die Panzerschiebewand nicht mehr vollständig geschlossen werden. Um die Schutzplätze zu erhalten ist eine Sanierung unumgänglich.

Durch das Überfahren der Rinne mit Fahrzeugen werden die Einbauteile sowie der Beton im Anschlussbereich dynamisch hoch beansprucht. Darum ist die Stahlrinne mit dem Bewehrungsstahl verschweisst und im Beton eingegossen.

Eine Sanierung muss deshalb unter Beizug einer dafür spezialisierten Fachfirma oder der damaligen Lieferfirma erfolgen. Während den Sanierungsarbeiten ist die Tiefgarageneinfahrt für mehrere Tage nicht benutzbar.

Bild 1

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Tiefgarageneinfahrt mit offener Panzerschiebewand. Die Führungsrinne ist mit Riffelblech abgedeckt.

 

Bild 2

Das Riffelblech über der Führungsrinne der Panzerschiebewand wurde entfernt, fortgeschrittener Rostfrass ist erkennbar. Die Rinnenelemente sind nicht mehr zu retten.

 

 

 

Bild 2

Bild 3

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Das Freilegen der Anschlussarmieung erfolgt in Handarbeit, da die Bewehrung nicht beschädigt werden darf.

Die Seitenwände der Rinne werden von den Fixierungsstellen entfernt und ausgebaut.

Die Laufschiene für die Schiebewand ist am Rinnenboden befestigt. Sollte die Laufschiene infolge der Rostbildung angehoben worden sein, muss auch sie entfernt werden.

 

Bild 4

Die neue Rinne wird mit rostfreiem Stahl erstellt. Die Bauteile werden durch die Fachfirma vor Ort in die Bodenrinne eingepasst.

Die eingepassten Stahlteile der Führungsrinne werden mit dem freigelegten Bewehrungsstahl verbunden und fixiert. Anschliessend wird die Schiebewand geschlossen, Damit können die beidseits erstellten Versetzrinnen von der Bauunternehmung wieder ausbetoniert werden.

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Treppen- oder Rampenüberdachung

Durch die Überdachung von Treppen und Rampen kann ein ganzjährig unfallfreier Zugang geschaffen werden. Zudem sind dadurch wesentliche Erleichterungen der Wartung und des Winterdienstes möglich. Trotzdem sind einige Punkte zu beachten.

Die Überdachung von Rampen zu den Bereitsstellungsanlagen müssen einfach demontierbar sein.

Eine ausreichende Durchlüftung muss gewährleistet bleiben und allfällige Hitzestaus vermieden werden.

Bild 1

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Überdachung der Rampe (Rothenthurm); dadurch kein Schnee und Eis

 

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Überdachung der Treppe (Steinen); dadurch bedeutend weniger Verschmutzung und weniger Feuchtigkeit. Es ist auch möglich, das Gittertor mit Lochblech zu verkleiden, so dass weniger Abfall (Schulgelände) in den Zugang geworfen werden kann.

 

 

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