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Informationen per 1. April 2003 (VZV-Änderungen)
Altersgrenze für das Führen von Motorrädern

Im Unterschied zu den meisten EU-Staaten hat sich der Bundesrat bei der Altersgrenze für leistungsbeschränkte Motorräder bis 125 cm³ (Kategorie A1) für die restriktivere Variante entschieden: Im Interesse der höheren Verkehrssicherheit und zur Verhinderung einer Zunahme von Unfällen junger Lenkerinnen und Lenker hält er an der geltenden Alterslimite von 18 Jahren fest. Eine Herabsetzung der Alterslimite auf 16 Jahre wäre mit den Zielen der Verkehrssicherheitspolitik (Vision Zero: keine Toten und schwer Verletzten im Strassenverkehr) nicht vereinbar.

Ab 18 Jahren kann die beschränkte Kategorie A erworben werden. Ohne Leistungsbeschränkung dürfen die Inhaberinnen und Inhaber der Kategorie A erst fahren, wenn sie eine zweijährige klaglose Motorrad-Fahrpraxis nachweisen können oder älter als 25-jährig sind.

Motorräder bis 50 ccm

dürfen wie bisher ab 16 Jahren gefahren werden, neu aber auch dann, wenn ihre Höchstgeschwindigkeit mehr als die heute zulässigen 45 km/h erreicht. Dafür müssen die Lenkerinnen und Lenker eine praktische Grundschulung absolvieren und an der Führerprüfung erhöhte Anforderungen erfüllen. Sie sind indessen auf Autobahnen und Autostrassen nicht zugelassen.

Lastwagen

Bewerbende haben die Möglichkeit, die neue Unterkategorie C1 zu erwerben. Sie beinhaltet die Berechtigung, Lastwagen mit einem Gesamtgewicht bis 7500 kg zu führen.

Gesellschaftswagen und Motorwagen zum Personentransport

Zum Führen von Fahrzeugen, die mehr als neun Sitzplätze aufweisen, wird neu der Führerausweis der Kategorie D benötigt. Eine erleichterte Zulassung ist zum Führen von Motorwagen zum Personentransport möglich, die unabhängig vom Gesamtgewicht nicht mehr als 17 Plätze aufweisen (Unterkategorie D1). Das Mindestalter beträgt 21 Jahre.

Berufsmässiger Personentransport

Bewerbende müssen eine Spezialbewilligung erwerben, die im Führerausweis eingetragen wird. Voraussetzung ist eine mindestens einjährige, klaglose Fahrpraxis, die Erfüllung höherer medizinischer Mindestanforderungen sowie das Bestehen einer zusätzlichen Theorie- und einer praktischen Führerprüfung.

Anhängerzüge

Wer Anhänger mit einem Gesamtgewicht von mehr als 750 kg mitführen will, muss neu eine Prüfung bestehen. Keine zusätzliche Prüfung ist erforderlich für Fahrzeugkombinationen aus einem Zugfahrzeug der Kat. B. und einem Anhänger von mehr als 750 kg, sofern das Gesamtzuggewicht 3500 kg und das Gesamtgewicht des Anhängers das Leergewicht des Zugfahrzeuges nicht übersteigt.

Allgemeine Informationen

Wer den Führerausweis vor dem Inkrafttreten der Neuregelung erwirbt, behält seine Fahrberechtigungen. Einzig Inhaber des Lastwagen-Führerausweises (Kat. C) dürfen ab dem 1. April 2003 nur noch leere Gesellschaftswagen führen. Die geänderten Kategorien werden beim Umtausch in einen Führerausweis im Kreditkartenformat umgeschrieben.

Dieser kann auf Basis der jetzt verabschiedeten Änderungen ebenfalls eingeführt werden. Mit der Einführung des Führerausweises im Kreditkartenformat sind alle Führerausweisinformationen in einem beim Bundesamt für Strassen (ASTRA) geführten zentralen Fahrberechtigungsregister festgehalten. Damit wird in Zukunft bei einem kantonsüberschreitenden Wohnsitzwechsel kein Umtausch des Führerausweises mehr notwendig sein. Die Pflicht der Meldung einer Adressänderung bleibt hingegen bestehen.

Verbesserung der Fahrausbildung und höhere Verkehrssicherheit:

Die umfangreiche Revision der Verkehrszulassungsverordnung bringt gleichzeitig auch Verbesserungen bei der Fahrausbildung und leistet damit einen Beitrag zur Verkehrssicherheit. So muss die Theorieprüfung neu für alle Ausweiskategorien vor Erteilung des Lernfahrausweises bestanden werden. Der Verkehrskundeunterricht wird parallel zur praktischen Ausbildung besucht. Änderungen erfährt vor allem die praktische Grundschulung für Motorradfahrerinnen und -fahrer: Sie beträgt für die neue Kategorie A zwölf Stunden, was dem höheren Gefahrenpotenzial dieser Kategorie Rechnung trägt.