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Kanton Schwyz - Privatpersonen - Mobilität, Verkehr - Verkehrsamt - Administrativmassnahmen - Allgemeine Informationen

Allgemeine Informationen

Die nachstehenden Ausführungen stellen einen allgemeinen Überblick über die Administrativmassnahmen dar.

Alle Texte dieser Ausführungen sind auf weibliche und männliche Fahrzeuglenker bezogen. Zur sprachlichen Vereinfachung werden nur die Begriffe Führer, Betroffener, Fehlbarer usw. verwendet.

Einleitung

Mit der Anordnung von Administrativmassnahmen werden Verstösse gegen das Strassenverkehrsgesetz geahndet (z.B. Geschwindigkeitsüberschreitungen) und ungeeignete Fahrzeuglenker vom Verkehr ferngehalten (z.B. Drogenkonsumenten, medizinische Probleme).

Administrativmassnahmen (Verwarnungen, Führerausweisentzüge, Sicherungsentzüge, Aberkennungen ausländischer Führerausweise etc.) werden sowohl gegenüber Schweizern als auch gegenüber Ausländern verfügt.

Gesetzliche Grundlagen für die Administrativmassnahmen sind das Strassenverkehrsgesetz (SVG, SR 741.01) und die Verkehrszulassungsverordnung (VZV, SR 741.51).

Grundsätzliches

Eine Verkehrsregelverletzung zieht im Normalfall zwei Verfahren nach sich. Diese werden gleichzeitig und unabhängig voneinander von zwei verschiedenen Instanzen durchgeführt.

  • Die Strafbehörde vom Ort des Ereignisses (Staatsanwaltschaft, Statthalteramt) entscheidet über die Höhe der Strafe (Busse, Freiheitsstrafe). Es werden Gebühren erhoben. Der Betroffene muss seine Verteidigungsrechte bereits im Strafverfahren wahrnehmen. Er darf nicht das Administrativverfahren abwarten, um allfällige Rügen vorzubringen und Beweisanträge zu stellen. Die Administrativbehörde darf in der Regel nicht von den Tatsachenfeststellungen eines rechtskräftigen Strafentscheides abweichen.
  • Die Massnahmebehörde des Wohnsitzkantons (Strassenverkehrsamt) entscheidet über allfällige Massnahmen. Das Massnahmeverfahren ist ebenfalls gebührenpflichtig.

Die Behörde erlässt je nach Schweregrad des Vorfalles und in Berücksichtigung des fahrerischen Leumundes oder bei Zweifel an der Fahreignung folgende Massnahmen:

  • Verwarnung
  • Entzug des Führerausweises
  • Aberkennung des ausländischen Führerausweises
  • Sicherungsentzug
  • Verweigerung des Lernfahr- oder Führerausweises
  • Anordnung des Verkehrsunterrichts
  • Neue Führerprüfung oder Kontrollfahrt
  • Fahreignungsabklärung (medizinisch / psychologisch)