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Kanton Schwyz - Privatpersonen - Ausländerinnen, Ausländer - Integration - Kantonale Integrationspolitik

Kantonale Integrationspolitik

Der Kantonsrat überwies in seiner Sitzung vom 30. Mai 2001 ein Postulat, das forderte, dass ein Bericht zur Situation der Ausländerinnen und Ausländer erstellt und Massnahmen zur besseren Integration entwickelt werden. Der in der Folge erstellte Integrationsbericht [195 KB] wurde vom Kantonsrat am 25. Oktober 2006 zustimmend zur Kenntnis genommen.

Der Bericht zeigt auf, dass im Alltag Integration, mindestens als friedliches Nebeneinander, meist unspektakulär geschieht. Kommunikationsprobleme, vor allem ungenügende Deutschkenntnisse mancher Fremdsprachiger, erschweren das Zusammenleben. Zu Spannungen kommt es bisweilen unter Jugendlichen. Vorurteile von Schweizerinnen und Schweizern, aber auch von Zugewanderten mindern die Bereitschaft, aufeinander zuzugehen. Im Bericht wird vorgeschlagen, dass Zuwandernde vertiefter über ihre Rechte und Pflichten informieren werden sollen. Fremdsprachige sollen motiviert werden, sich genügend Deutschkenntnisse anzueignen. Zu verbessern ist die Information der Bevölkerung. Gewalt vor allem bei Jugendlichen ist vorzubeugen.

Am 1. Januar 2008 traten das kantonale Gesetz zum Bundesgesetz über die Ausländerinnen und Ausländer und zum Asylgesetz sowie die dazugehörige Vollzugsverordnung in Kraft. Diese legen die Grundsätze für die Integrationsförderung im Kanton fest. Da Integration vor Ort in der Gemeinde stattfindet, tragen die Gemeinden die Hauptverantwortung für die Planung und Realisierung integrationsfördernder Massnahmen.

Gemeinde und Bezirk Behörden verantwortlich für Integration

Die kantonale Fachstelle für Integration unterstützt die Gemeinden.

Nach § 2 Abs. 3 des kantonalen Migrationsgesetzes setzt der Regierungsrat eine Kommission für Integrationsfragen ein. Die Kommission schlägt Massnahmen vor und gibt Impulse, damit die verschiedenen öffentlichen und privaten Akteure Integration zielgerichtet fördern können.

Kantonales Integrationsprogramm (KIP) 2014 – 2017

Ab 1. Januar 2014 regeln Bund und Kantone die spezifische Integrationsförderung im Rahmen von kantonalen Integrationsprogrammen (KIP). Als Ergänzung zur Integration im Rahmen der bestehenden Regelstrukturen (z.B. Schule, Berufsbildung, Arbeitsmarkt) schliesst die spezifische Integrationsförderung vorhandene Lücken und unterstützt die Regelstrukturen in der Wahrnehmung ihres Integrationsauftrags.
Kantonales Integrationsprogramm

Der Regierungsrat des Kantons Schwyz hat mit Beschluss Nr. 1029/2013 am 5. November 2013 das Programm genehmigt und den Vorsteher des Volkswirtschaftsdepartements ermächtigt die Programmvereinbarung mit dem Bundesamt für Migration zu unterzeichnen.
Integrationsprogramm Regierungsratsbeschluss

Abgesehen von der Weiterführung des in den Gemeinden und im Kanton breit gefächerten Angebots, sieht das Programm vor allem in folgenden Bereichen Handlungsbedarf:
- Erstinformation und Früherkennung
- Arbeitsintegration von Flüchtlingen und vorläufig Aufgenommenen
- Vorschulische frühkindliche Förderung