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Lehrplan Medien und Informatik

Die Einführung des Lehrplans "Medien und Informatik" stellt (nebst der Kompetenzorientierung) eine der wichtigsten Neuerungen des Lehrplans 21 dar. Am 23. September 2016 hat der Erziehungsrat die Rahmenbedingungen für die Umsetzung des Lehrplans „Medien und Informatik“ definiert.

Lehrplan "Medien und Informatik" auf der Primarstufe

Primarschülerinnen und -schüler werden künftig in den Bereichen Medien und Informatik sowie in der Anwendung von Computer und Internet Kompetenzen aufbauen, die bislang in dieser Breite und Verbindlichkeit nicht vermittelt worden sind. Neu ist, dass Computer und Internet selber zum Inhalt im Unterricht werden und nicht (mehr) nur im Sinne von Werkzeugen (z.B. mit dem Einsatz von Lernsoftware) das Lernen unterstützen sollen.
Insbesondere auf der 5./6. Klasse bringt dieser Lehrplan mit der Informatik neue Inhalte, was quasi der Einführung eines neuen Fachs gleichkommt, wenngleich hierfür (zumindest vorerst) keine eigene Lektion zur Verfügung stehen wird. Der Erziehungsrat wird drei Jahre nach der Einführung prüfen, ob „Medien und Informatik“ in der 5./6. Klasse als eigenes Fach mit einer Lektion geführt werden soll.
Mit der Einführung des Lehrplans 21 im Schuljahr 2017/18 werden auf der Primarstufe die Kompetenzen des Lehrplans Medien und Informatik den Fachbereichen Deutsch bzw. Mathematik zugeteilt. Hierfür stehen in den 5. und 6. Klassen insgesamt 38 Lektionen pro Schuljahr zur Verfügung. Das entspricht je 19 Lektionen für Medienbildung integriert im Fachbereich Deutsch und für Informatik integriert im Fachbereich Mathematik. Zudem werden die erworbenen Kompetenzen in den Bereichen „Medien und Informatik“ ab der 5. Klasse beurteilt und mittels einer eigenen Note im Zeugnis ausgewiesen.

Lehrplan "Medien und Informatik" auf der Sekundarstufe I

Auf der Sekundarstufe I gibt es zwar bereits heute das Fach „Informatik“. Mit der Einführung des Lehrplans "Medien und Informatik" ab Schuljahr 2018/19 wird das Fach "Informatik" inhaltlich komplett neu ausgerichtet und neu „Medien und Informatik“ heissen.
Der Erziehungsrat hat bereits am 30. November 2012 beschlossen, das bisherige Fach „Informatik“ in Richtung einer umfassenden Medienbildung neu auszurichten (ERB vom 30. Nov. 2012  [PDF]). In der Folge wurde das Erlernen des Tastaturschreibens auf die Primarstufe vorverschoben.
Mit dem neuen Lehrplan "Medien und Informatik" wird nun auch die Schulung der Anwendungskompetenzen in anderen Fachbereichen erfolgen (z.B. Textverarbeitung im Fach Deutsch, Tabellenkalkulation in Mathematik). Damit wird im Fach "Medien und Informatik" Raum frei, um künftig den Schülerinnen und Schülern Grundkonzepte der Informatik und Inhalte aus der Medienbildung zu vermitteln, die für das Verständnis der heutigen Informationsgesellschaft wichtig sind und zur Allgemeinbildung zählen.
Für das neue Fach „Medien und Informatik“ sieht die Lektionentafel der Sekundarstufe I künftig (ab Schuljahr 2018/19) je eine Lektion in der 7., 8. und 1-2 Lektionen als Wahlfach in der 9. Klasse vor.

Weiterbildung der Lehrpersonen

Um die Lehrpersonen fachlich und fachdidaktisch auf die Vermittlung des Lehrplans „Medien und Informatik“ vorzubereiten, ist eine Reihe von Weiterbildungskursen vorgesehen. Diese Kurse fokussieren auf (fach-)didaktische Aspekte, die beim Aufbau der Kompetenzen zu berücksichtigen sind.

Für Lehrpersonen Kindergarten und Primarstufe umfasst die obligatorische Weiterbildung mindestens zwei Halbtage (Kindergarten, 1./2. Klasse) und maximal 18 Halbtage (für Lehrpersonen der 5./6. Klassen). Die Weiterbildungen können gestaffelt über fünf Jahre bis 2021 absolviert werden.

Bei Lehrpersonen der Sekundarstufe I ist die Weiterbildungspflicht davon abhängig, welche Fächer unterrichtet werden.
Wer künftig das Fach bzw. Wahlfach „Medien und Informatik“ unterrichten will, muss entweder über eine entsprechende Fachausbildung verfügen (die z.B. an der PHLU ab 2017 angeboten wird) oder die obligatorische Weiterbildung „Medien und Informatik“ im Umfang von 10 bis 30 Halbtagen absolvieren (je nach Ausbildung und Erfahrungen im Unterrichten des Wahlfachs Informatik).
Lehrpersonen, welche auf der Sekundarstufe I Deutsch, Mathematik und Bildnerisches Gestalten unterrichten, absolvieren obligatorische Kurse zur Vermittlung der entsprechenden Anwendungskompetenzen in ihrem Fachbereich.

Weiter hat der Erziehungsrat festgelegt, dass die erfolgreiche Absolvierung der obligatorischen Weiterbildungskurse mit der Lehrberechtigung für das Fach (Sek I) bzw. das integrierte Modul „Medien und Informatik“ (5./6. Klasse der Primarstufe) verknüpft wird. Er unterstreicht damit die Erfordernis einer guten Ausbildung der Lehrpersonen in diesem zunehmend bedeutungsvoller werdenden Kompetenzbereich.

Weitere Informationen finden Sie auf der kantonalen Webseite zum Lehrplan 21 und auf der Webseite der PHSZ zur Weiterbildung (Lehrplan 21).
Die Liste mit Fragen und Antworten regelt viele Detailfragen.