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Kanton Schwyz - Privatpersonen - Bildung, Schulen, Sport - Volksschulen - Unterricht - ICT - Tastaturschreiben

Tastaturschreiben

Die effiziente Texteingabe am Computer hat in unserer Informationsgesellschaft weiter an Bedeutung gewonnen. Geläufiges Tastaturschreiben ist nicht nur für die kaufmännische Lehre unentbehrlich, sondern wird auch in allen übrigen weiterführenden Schulen vorausgesetzt und stellt auch in vielen Berufen eine wichtige Kompetenz dar. Heute schreiben die meisten Menschen ihre Texte am Computer und setzen ihre Handschrift oft nur noch für Notizen oder persönliche Briefe ein.
In der Schule lernen heute die Schülerinnen und Schüler das Tastaturschreiben im Alter von 13 Jahren relativ spät, obwohl sie häufig schon einige Jahre zuvor damit beginnen, Texte über eine Tastatur einzugeben. Zum anderen haben sie in der Schule noch kaum je Gelegenheit, ihre Texte am Computer zu verfassen, obschon dies im späteren Berufsleben die Regel sein wird. Zudem hat sich gezeigt, dass am Computer auch qualitativ bessere Texte entstehen, weil Texte entwickelt werden können und versch. Werkzeuge die Textproduktion unterstützen (z.B. Rechtschreibe-Überprüfung, Thesaurus, automatische Gliederungsfunktionen, usw.).

Tastaturschreiben auf der Primarstufe (ab 4. Klasse)

Der Erziehungsrat hat anlässlich seiner Sitzung vom 30. November 2012 beschlossen, das Tastaturschreiben ab der 4. Klasse der Primarstufe einzuführen (ERB vom 30. Nov. 2012  [PDF]). Das Tastaturschreiben (10-Finger-System) soll künftig im Sinne eines individuellen Lehrgangs im Rahmen von offenen Unterrichtsformen mittels geeigneter Tastaturschreib-Lernprogramme systematisch gelernt werden. Fürs Erlernen des Tastaturschreibens wird also kein eigenes Fach konzipiert, sondern Zeitgefässe (ca. 10-15 Min. pro Woche) in anderen Fächern, insbesondere im Deutschunterricht, zur Verfügung gestellt. Zusätzlich haben die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, das Tastaturschreiben auch zuhause am Computer zu üben. Zugleich soll den Schülerinnen und Schülern vermehrt die Möglichkeit gegeben werden, Texte (z.B. im Deutschunterricht) am Computer zu schreiben, um das Zehnfinger-Tastaturschreiben anwenden zu können.
Am Ende der 6. Klasse sollen die Schülerinnen und Schüler fähig sein, einen unbekannten zusammenhängenden Text mit mindestens 500 Anschlägen (50 Anschläge pro Minute) in 10 Minuten am Computer einzugeben und auszudrucken, ohne dabei mehr als drei Fehler zu machen.
Auf der Sekundarstufe I soll das Tastaturschreiben in der 1. Klasse nur noch als „Option“ angeboten werden. Das Erlernen des Zehnfinger-Tastaturschreiben erfolgt nicht (mehr) im Rahmen des Fachs „Informatik“.

Der Einführung des Tastaturschreibens in der 4. Klasse ging ein dreijähriger Schulversuch voraus, der gezeigt hat, dass Primarschülerinnen und Primarschüler durchaus in der Lage sind, das Tastaturschreiben im Zehnfingersystem zu erlernen und dass dies dem Wunsch einer grossen Mehrheit der Eltern entspricht. Ebenso sieht der Lehrplan 21 voraussichtlich vor, dass sich im 2. und 3. Zyklus die individuelle Schulung mittels geeigneter Tastaturschreib-Lernprogramme im Rahmen von offenen Unterrichtsformen und Wahlfachangeboten anbietet.

Zur Vorbereitung und Umsetzung dieses strategischen Ziels wird eine Arbeitsgruppe betraut. Erklärtes Ziel ist es, das Tastaturschreiben auf das Schuljahr 2015/16 oder 2016/17 einzuführen und hierfür ein Konzept zu erarbeiten.

Tastaturschreiben auf der Sekundarstufe I (bisherige Regelung)

Bis zur Einführung auf der Primarstufe wird das Zehnfinger-Tastaturschreiben weiterhin auf der Sekundarstufe I im Fach "Informatik" (in der 7. Klasse) vermittelt.
Der Erziehungsrat des Kantons Schwyz hat 2003 Weisungen zum Fach Tastaturschreiben auf der Sekundarstufe I herausgegeben. In der Volksschule soll das Tastaturschreiben so erarbeitet werden, dass alltägliche Anforderungen der Arbeit am Bildschirm flüssig, geläufig und fehlerfrei erledigt werden können (vgl. Merkblatt zum Tastaturschreiben  [PDF, 50.0 KB])

Lernziel: Fehlerfreies Schreiben eines einfachen Textes im 10-Fingersystem

Folgender Standard wird am Ende der 1. Klasse der Sekundar- und Realschule (bzw. der Stammklassen A und B) erwartet und sollte von 75 % der Schülerinnen und Schüler erreicht werden:
Bei der Abschrift eines den Schülerinnen und Schülern unbekannten zusammenhängenden Textes sind innerhalb von 10 Minuten inkl. Korrektur und Ausdruck mindestens 500 Anschläge zu erreichen. Dabei sind maximal drei Fehler erlaubt, was einer Fehlerrate von maximal 0.6% entspricht.
Im Laufe der weiteren Schuljahre in der Sekundarstufe I ist auf eine korrekte Anwendung des Tastaturschreibens im übrigen Unterricht zu achten, womit eine allmähliche Temposteigerung und zusätzliche Sicherheit erreicht wird.

Für den Eintritt in eine kaufmännische Lehre wird folgender Standard vorausgesetzt und geprüft:
Abschrift eines zusammenhängenden unbekannten Textes mit mindestens 1000 Anschlägen innerhalb 10 Minuten und mit maximal 6 Fehlern. Ziffern und gängige Satzzeichen sind eingeschlossen. Bei ungenügenden Leistungen muss ein kostenpflichtiger Nachhilfekurs besucht werden.