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Kanton Schwyz - Privatpersonen - Gesundheit, Soziales - Fachpersonen Gesundheit - Bewilligungen - Allgemeines

Allgemeines

Impfen in der Apotheke

Apothekerinnen und Apotheker mit der Bewilligung zum Impfen dürfen künftig ohne ärztliche Verschreibung an gesunden Personen ab 16 Jahre folgende Impfungen vornehmen:

a)       Impfung gegen Grippe;
b)       Impfung gegen Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME);
c)       Folgeimpfungen Hepatitis A, Hepatitis B und Hepatitis A und B, wenn die erste
          Impfung durch einen Arzt erfolgt ist.

Eine Bewilligung zum Impfen wird an Apothekerinnen und Apotheker erteilt, welche den Weiterbildungstitel „Impfen und Blutentnahme“ des Schweizerischen Apothekerverbandes pharmaSuisse erworben haben, und wenn die Apotheke, in welcher die Impfungen durchgeführt werden sollen, die spezifischen Anforderungen betreffend Qualität, Räumlichkeiten und Ausrüstung (z.B. abgetrennter Bereich, Notfallausrüstung), Patientendokumentation erfüllen und über eine ausreichende Haftpflichtversicherung verfügen (s. Merkblatt „Impfen in der Apotheke" unter Dokumente/Merkblätter).

Berufsausübungsbewilligung für Naturheilpraktiker

Naturheilpraktikern kann ab Beginn des Jahres 2016 eine Berufsausübungsbewilligung für den Kanton Schwyz erteilt werden. Dadurch erlangen diese Fachpersonen der Komplementärmedizin zusätzliche Rechte, insbesondere betreffend Abgabe von Arzneimitteln. Der anerkannte Beruf umfasst zurzeit vier unterschiedliche Fachrichtungen: Ayurveda-Medizin, Homöopathie, Traditionelle Chinesische Medizin TCM und Traditionelle Europäische Naturheilkunde TEN. Bei der Anwendung der Methoden dieser Fachrichtungen werden Heilmittel angewendet und abgegeben (z.B. Homöopathika) und auch invasive Tätigkeiten vorgenommen (z.B. Akupunktur). Der Besitz eines Diploms einer eidgenössisch anerkannten Ausbildung ist Voraussetzung zur Erteilung einer Berufsausübungsbewilligung.

Naturheilpraktiker, welche zurzeit ohne Bewilligung im Kanton Schwyz tätig sind, können ihre Tätigkeit auch künftig im bisherigen Rahmen ohne Bewilligung ausüben. Dabei haben sie wie bisher sämtliche den bewilligungspflichtigen Berufen vorbehaltenen Tätigkeiten gemäss § 19 des Gesundheitsgesetzes zu unterlassen. Somit dürfen sie im Gegensatz zu den Fachpersonen mit Bewilligung keine invasiven Tätigkeiten ausführen und keine Arzneimittel (ausser Liste E) abgeben. Die Ausübung des Berufes Komplementärtherapeut ist auch künftig nicht bewilligungspflichtig, da sein Berufsbild weder hautverletzende Methoden noch die Anwendung oder Abgabe von Heilmitteln vorsieht.

Merkblatt zum Berufsgeheimnis

Das Berufsgeheimnis und damit die Schweigepflicht ist eine wichtige Grundlage für das Vertrauen zwischen behandelnder Person und Patientin bzw. Patient. Es schützt einerseits die Geheimsphäre der Patientin und des Patienten und andererseits das Recht der Fachperson auf Geheimhaltung. In speziellen Fällen (z. B. bei ausserordentlichen Todesfällen) sind jedoch Fachpersonen zur Meldung verpflichtet, in anderen Fällen (z. B. zum Kindesschutz) sind sie dazu berechtigt. Das Merkblatt zum Berufsgeheimnis für Medizinalpersonen und Gesundheitsfachpersonen gibt einen Überblick über die verschiedenen Aspekte des Berufsgeheimnisses wieder und verweist auf die gesetzlichen Grundlagen für Meldepflichten und -rechte (s. Dokumente/Merkblätter).

Bewilligung zur Berufsausübung

Gesundheitsberufe, medizinische Einrichtungen und Organisationen unterstehen der Aufsicht des Amtes für Gesundheit und Soziales. Die meisten Gesundheitsberufe bedürfen einer Bewilligung (gesundheitspolizeiliche Massnahme, Berufsausübungsbewilligung). Einzelne Berufe, deren Ausübung für die Patientin oder Patienten keine oder höchstens eine geringe Gefährdung darstellen können, bedürfen keiner Bewilligung.

Das Gesundheitsgesetz regelt in den §§ 18 bis 37 die Gesundheitsberufe und die medizinischen Organisationen und Einrichtungen. Die Gesundheitsverordnung nennt die bewilligungspflichtigen Berufe, Organisationen und Einrichtungen und präzisiert deren Bestimmungen.

Ergänzend zu den kantonalen Erlassen gelten insbesondere die Bestimmungen des Bundesgesetzes über die Krankenversicherung (KVG) und des Medizinalberufegesetzes.

Unbedenklichkeitserklärung (Geltungsbereich: Schweiz)

Bewilligungsinhaberinnen und –inhaber können auf Wunsch gegen Rechnung eine Unbedenklichkeitserklärung bei der zuständigen Sachbearbeiterin, Maria Mettler,
Tel. 041 819 16 67, E-Mail: maria.mettler@sz.ch, anfordern.

Letter (certificate) of good standing (Geltungsbereich: Ausland)

Ärztinnen und Ärzte können bei Bedarf gegen Rechnung einen letter of good standing in deutscher oder englischer Sprache beim Kantonsärztlichen Dienst anfordern:
Tel. 041 819 16 07, E-Mail: kad.ags@sz.ch

Bewilligung für Stellvertretung

Muss sich eine Fachperson während ihrer Abwesenheit (z.B. Ferien, Weiterbildung) durch eine andere Fachperson vertreten lassen, so ist eine Stellvertretungs-Bewilligung erforderlich, sofern die Stellvertreterin bzw. der Stellvertreter nicht bereits über eine Berufsausübungsbewilligung für den Kanton Schwyz verfügt. Gemäss § 26 des Gesundheitsgesetzes muss bei der stellvertretenden Person der gleichwertige anerkannte Abschluss vorliegen.

Mit dem Gesuch um eine Stellvertretungs-Bewilligung ist die fachliche Qualifikation der Stellvertreterin bzw. des Stellvertreters mittels Kopie des Diploms oder des Fähigkeitsausweises nachzuweisen. Bei Ärztinnen und Ärzten ist zusätzlich eine Kopie des Weiterbildungstitels erforderlich, bei ausländischen Diplomen muss die schweizerische Anerkennung vorliegen (Formular zur Stellvertretungs-Bewilligung s. unter „Dokumente/Formulare").

Ärztestopp (Zulassungsstopp)

Das Eidgenössische Parlament hat im Juni 2013 mit einer Änderung des Kranken-versicherungsgesetzes (KVG) die vorübergehende Wiedereinführung der bedarfsgerechten Zulassung von Ärztinnen und Ärzten beschlossen. Dadurch wurde den Kantonen ermöglicht, während der Dauer vom 5. Juli 2013 bis zum 30. Juni 2016 die Zulassung von Ärztinnen und Ärzten zur Tätigkeit zulasten der obligatorischen Krankenpflegeversicherung zu steuern. Am 17. Juni 2016 hat das Eidgenössische Parlament die Geltungsdauer des entsprechenden Gesetzesartikels (Art. 55a KVG) um drei Jahre und somit bis zum 30. Juni 2019 verlängert.

Der Regierungsrat des Kantons Schwyz hat am 10. September 2013 die Wiedereinführung des Zulassungsstopps für Ärztinnen und Ärzte im Kanton Schwyz ebenfalls beschlossen und die erforderliche kantonale Verordnung erlassen. Diese gilt ebenfalls bis Ende Juni 2019.

Ausgenommen von der Beschränkung sind Ärztinnen und Ärzte, welche mindestens drei Jahre in einem schweizerischen Spital tätig waren (anerkannte Weiterbildungsstätte) sowie die ärztlichen Grundversorger (Allgemeine Innere Medizin, Praktische Ärztinnen und Ärzte, Pädiatrie) und die Fachärztinnen und -ärzte der Psychiatrie sowie die Zahnmedizin.

Die vom Regierungsrat erlassene Verordnung sieht vor, dass Bewilligungen weiterhin erteilt werden können, wenn eine Unterversorgung vorliegt oder ein besonderer Bedarf nachgewiesen werden kann.  

Tätigkeiten im Bereich Hilfe und Pflege zu Hause

Wer Pflegetätigkeiten – auch in einem Privathaushalt – leistet, braucht zwingend eine gesundheitspolizeiliche Berufsausübungsbewilligung. Dies gilt auch für ausländische Arbeitskräfte und zwar sowohl bei einem länger andauernden wie auch bei einem Aufenthalt bis max. 90 Tage.

Eine Berufsausübungsbewilligung wird erteilt, wenn die gesuchstellende Person über ein schweizerisch anerkanntes Diplom und über eine mindestens zweijährige praktische Erfahrung verfügt. Die Bestimmungen über das Verfahren zur Erteilung einer Berufsausübungsbewilligung sind verfügbar unter der Rubrik „Verfahren“. Das Merkblatt „Bewilligungspflichtige Tätigkeiten der Pflege“ zeigt auf, für welche Tätigkeiten eine Berufsausübungsbewilligung erforderlich ist und welche ohne Bewilligung ausgeführt werden dürfen.


Gesetze, Richtlinien

Dokumente

MERKBLÄTTER

Berufsausübungsbewilligung und Verlängerung

Ärzte, Zahnärzte, Apotheker

Medizinische Organisationen und Einrichtungen

Alternativmedizin und Pflege

FORMULARE

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