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Kanton Schwyz - Privatpersonen - Gesundheit, Soziales - Gesundheitsversorgung - Palliative Care

Palliative Care

3. Schwyzer Gesundheitstag zum Thema Palliative Care

Am 7. Juli 2011 organisierte das Departement des Innern den 3. Schwyzer Gesundheitstag zum Thema "Palliative Care: Zukünftige Versorgung im Kanton Schwyz" (Medienberichte: Bote der Urschweiz, March Anzeiger, Neue Schwyzer Zeitung).

Die Referenten Dr. Urs Gössi, Chefarzt Innere Medizin des Spitals Schwyz, und Fabienne Bissig, Stellvertretende Stationsleiterin im Spital Schwyz, haben in ihrer Präsentation (Präsentation Gössi / Präsentation Bissig) über ihre Erfahrungen mit Palliative Care aus dem Arbeitsalltag berichtet und wichtige Aspekte aus ärztlicher und pflegerischer Sicht näher beleuchtet.

Das Amt für Gesundheit und Soziales hat in seiner Präsentation anschliessend aufgezeigt, welche Massnahmen der Kanton in Zusammenarbeit mit wichtigen Akteuren aus dem Gesundheitswesen zur Realisierung einer umfassenden Versorgung im Bereich Palliative Care umsetzen will.

Das Schweizerische Rote Kreuz, Kanton Schwyz, bietet für Personen, die in der Pflege tätig sind, zum Thema Palliative Care Kurse an. Das Ziel der Kurse ist der Erhalt von Grundkenntnissen über das Konzept der Palliative Care, die Auseinandersetzung mit den Themen Sterben, Tod und Trauer sowie den Erfahrungsaustausch unter den Kursteilnehmern, Kurse Nr. 25 - 30 (Kursprogramm).

Versorgungskonzept

Die Zahl der älteren Menschen nimmt auch im Kanton Schwyz stetig zu. Mit der demo­graphi­schen Alterung gehen einerseits ein Anstieg der Todesfälle und andererseits eine Zunahme an chronischen und onkologischen Krankheiten einher. Diese Tendenzen bewirken, dass in Zukunft immer mehr Menschen in der letzten Lebensphase mehr Betreuung benötigen.

Palliative Care strebt danach, Menschen mit unheilbaren, lebens­be­drohlichen oder chronisch fort­­schreitenden Krankheiten während des Krankheitsverlaufes bis zum Tod eine möglichst gute Lebensqualität zu bieten. Lebensqualität kann nicht ausschliesslich medi­zinisch defi­niert wer­den, sie ist vielmehr mit der persönlichen Lebensge­schich­te eng ver­bunden. Palliative Care lehnt sich an diesen Ansatz an und nimmt neben den körperlichen Symptomen auch psychische, so­ziale und spirituelle Bedürfnisse schwerkranker Menschen ernst.

Im Herbst 2009 haben das Eidgenössische Departement des Innern (EDI) und die Schweizeri­sche Konferenz der kantonalen Gesundheitsdirektorinnen und - direktoren (GDK) die "Natio­nale Strategie Palliative Care 2010 – 2012“ vorgestellt. Das Hauptziel der Nationalen Strategie Palliative Care 2010-2012 ist die Verankerung von Palliative Care im Gesundheits­wesen und in anderen Bereichen durch Bund und Kantone gemeinsam mit den wichtigsten Akteuren. Alle Schwerkranken und sterbenden Menschen in der Schweiz sollen damit ihrer Situation ange­passte Palliative Care erhalten.

Der Kanton Schwyz hat den Handlungsbedarf im Bereich Palliative Care erkannt und trägt der künftigen Entwicklung mit dem Konzept „Palliative Care im Kanton Schwyz – Integriertes Ver­sorgungskonzept“ Rechnung. Das Integrierte Versorgungskonzept präsentiert in Form von Em­pfehlungen diverse Verbesserungen, sowie die Schaffung beziehungsweise Entwicklung von Palliativangeboten.

Umsetzungskonzept

Inzwischen hat der Regierungsrat das Integrierte Versorgungskonzept zustimmend zur Kennt­nis genommen und gleichzeitig den Auftrag erteilt, ein detailliertes Umsetzungskonzept aus­zu­arbeiten. Dementsprechend erarbeitet der Kanton aktuell in Zusam­men­arbeit mit wichti­gen Akteuren aus dem Gesundheits­we­sen kon­krete Massnahmen zur Realisierung einer um­fas­sen­den Versorgung im Bereich Palliative Care.

Das Umsetzungskonzept wird nach dessen Fertigstellung ebenfalls auf dieser Seite veröffentlicht.

Charta Palliative Care

Im Rahmen des Integrierten Versorgungskonzeptes der Palliative Care für den Kanton Schwyz verfassten die Mitglieder der Arbeitsgruppe eine Charta Palliative Care. Die Charta definiert Prinzipien und Leitlinien der palliativen Pflege, zu deren Einhaltung sich alle in der Palliative Care engagierten Institutionen verpflichten sollen.
Mit dieser Absichtserklärung erfüllen die Institutionen den neu in der Gesundheitsverordnung eingeführten Leitgedanken, der unheilbar kranken und sterbenden Menschen Anspruch auf eine angepasste Betreuung sowie Linderung ihrer Leiden und Schmerzen nach den Grundsätzen der Palliativmedizin und –pflege gewährt.
Das Amt für Gesundheit und Soziales (AGS) hat für die Unterzeichnung der Charta folgenden Zeitplan ausgearbeitet:
In einer ersten Etappe werden die Verbände und Spitäler gebeten, bis zum 26. August 2011 das AGS zu informieren, ob Sie die Charta unterzeichnen.
In der zweiten Etappe organisiert das AGS die Zirkulation der Charta zur Unterzeichnung sowohl bei den Verbänden, als auch den Spitälern und lässt danach allen Beteiligten ein Exemplar zu­kommen.
In einer dritten Etappe öffnet das AGS die Möglichkeit zur Unterzeichnung der Charta auf alle Institutionen und Organisationen, auch auf die einzelnen Mitgliedsinstitutionen der Verbände, die im Rahmen ihrer Leistungserbringung mit Palliative Care in Kontakt kommen. Diese Unter­schriften werden in einem Anhang der Charta fortlaufend weitergeführt und auf der Homepage des Kantons Schwyz veröffentlicht.
Alle Institutionen und Organisationen, die sich der Absichtserklärung anschliessen, sind in der vierten Etappe dafür verantwortlich, ihre Mitarbeitenden über den Inhalt der Charta zu infor­mie­ren (z.B. an Teamsitzungen). Allenfalls gilt es auch Prozesse, Instrumente oder Weiterbildungen sicher zu stellen, damit die Prinzipien der Charta im Arbeitsalltag angemessen umgesetzt werden können.

  


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