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Holzfeuerungen bis 70 kW

Kleinere Holzfeuerungen bis 70 kW werden vorwiegend in Haushalten, kleinen Gewerbebetrieben und Landwirtschaftsbetrieben eingesetzt. Diese Holzfeuerungen müssen nicht gemessen werden, wenn sie fachgerecht betrieben werden und ausschliesslich naturbelassenes stückiges Holz einschliesslich anhaftender Rinde gemäss der folgenden Aufzählung verbrannt wird:

  • Scheitholz
  • Holzbriketts
  • Reisig und Zapfen

In Holzfeuerungen, die auch für feineres Brennmaterial geeignet sind, kann zusätzlich auch das folgende naturbelassene nichtstückige Holz verbrannt werden:

  • Holzpellets
  • Hackschnitzel
  • Späne, Sägemehl, Schleifstaub und Rinde


Kontrolle

Alle zwei Jahre werden die Feuerungen kontrolliert. Dabei wird das Brennmaterial und der Zustand der Feuerung begutachtet und falls notwendig eine Beratung durchgeführt. Zudem wird eine Ascheprobe entnommen, welche visuell auf Rückstände untersucht wird. Diese Kontrollen und Beratungen dürfen nur von qualifizierten Fachleuten.

durchgeführt werden. Ein Drittel der Ascheproben werden chemisch analysiert. Lässt die visuelle oder chemische Untersuchung Rückschlüsse auf das Verbrennen von unzulässigem Brennmaterial zu, erfolgt eine Verwarnung. Im Wiederholungsfall oder bei fehlender Asche wird der Anlagenbetreiber verzeigt.

Alle Holzfeuerungen, welche neu in Verkehr gebracht werden, müssen einen Konformitätsnachweis erbringen.

Holzfeuerungen ab 40 kW Leistung, in denen auch Restholz (z.B. Spanplatten) aus der holzverarbeitenden Industrie und Gewerbe (das Holz ist nicht druckimprägniert und enthält keine Beschichtungen aus halogenierten Verbindungen) verbrannt wird, sind periodisch messpflichtig und werden gleich behandelt wie Holzfeuerungen ab 70 kW.

Zum Anfeuern sollen Kleinholz, Reisig oder im Handel erhältliche natürliche Anzündhilfen (z.B. in Wachs getränkte Holzwolle) verwendet werden. Das Verbrennen von Abfällen ist strikte verboten. Papier darf nur zum Anfeuern eingesetzt werden, wobei wir jedoch Kleinholz, Reisig oder im Handel erhältliche natürliche Anzündhilfen (z.B. in Wachs getränkte Holzwolle) empfehlen. Für einen emissionsarmen Abbrand sind die Anweisungen zum "oberen" oder "unteren" Abbrand zu befolgen.


Organisation der Feuerungskontrolle

Der Vollzug der Holzfeuerungskontrolle < 70 kW ist vom Kanton an die Gemeinden delegiert. Diese können die Administration (z.B. regelmässige Kontrollaufforderungen) selber übernehmen oder an die Kaminfeger oder die zentralschweizerische Geschäftsstelle Feuerungskontrolle delegieren. Die Kontrolle mit Ascheentnahme erfolgt entweder durch den privaten Kaminfeger (innerhalb der Aufforderungsfrist) oder den durch die Gemeinde bestimmten Feuerungsfachmann (nach Ablauf der Aufforderungsfrist). Die Kontrolle kann dabei mit der Reinigung der Anlage verbunden werden, muss jedoch vorher durchgeführt werden, damit die Asche nicht kontaminiert wird. Auch der Anlagenbetreiber soll den Feuerungsraum und die Asche vorher nicht reinigen respektive entfernen.

Der Anlagenbetreiber erhält in jedem Fall einen Bericht, wie seine Anlage beurteilt wurde. Im besten Fall ist alles in Ordnung und die Kontrolle wird in zwei Jahren wieder durchgeführt. Sollte die Kontrolle zu einer Beanstandung führen, hat der Anlagenbetreiber die Möglichkeit ein Foto der visuellen Beurteilung oder eine kurzfristig angemeldete Stichprobe anzufordern. Dies ist dann zu empfehlen, wenn der Anlagenbetreiber sich das Ergebnis nicht erklären kann oder nicht damit einverstanden ist. Die erste Beanstandung erfolgt ohne weitere Konsequenzen. Kommt es jedoch bei einer weiteren Kontrolle wieder zu einer Beanstandung, so ist die Gemeinde verpflichtet den Anlagebetreiber zu verzeigen.

 

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