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Drüsiges Springkraut – berühr mich oder besser nicht!

>> Verboten gemäss Freisetzungsverordnung

Das Drüsige Springkraut stammt aus der Himalajaregion und wurde in Europa in Gärten und wegen seiner hohen Nektarproduktion als Bienenweide gepflanzt. Es wird etwa 2 Meter gross und blüht – im Gegensatz zum einheimischen gelben Waldspringkraut – rosarot bis weiss. Eine Pflanze kann bis 2500 Samen pro Jahr bilden. Die reifen Samenkapseln springen beim Berühren auf und schleudern die Samen bis 7 Meter weit weg. So verbreitet sich die Pflanze vor allem entlang von Gewässern und im lichten Wald.

 

Problematik

Das Drüsige Springkraut ist konkurrenzstark und kann auf feuchtem bis nassem, nährstoffreichem Boden an Ufern, in Riedgebieten, auf Waldlichtungen, Deponien und offenem Boden schnell wachsen, dichte Bestände bilden und einheimische Arten verdrängen. Dies führt zu einer Verarmung der Pflanzenvielfalt. Da die Pflanzen und ihre Wurzeln im Winter absterben, stabilisieren sie Böschungen der Gewässer nicht mehr und setzen sie einer erhöhten Erosion aus.

Bekämpfung

Kleinere Bestände können vor der Samenreife ausgerissen werden. Grosse Bestände sollen mehrmals pro Jahr durch Mähen bekämpft werden. Da die im Boden vorrätigen Samen den ganzen Sommer lang keimen und einzelne Pflanzen blühen, während andere schon reife Früchte tragen, ist ein optimaler Zeitpunkt für die Bekämpfung schwierig festzulegen. Die beste Zeit ist Ende Juli, wenn die ersten Blüten auftreten. Anschliessend sind jedoch Kontrollen durchzuführen. Das Pflanzenmaterial soll in der Kehrichtverbrennung entsorgt werden. Einzelne Pflanzen können auch aufgehängt werden, so dass sie keinen Bodenkontakt mehr haben und verdorren. Umgeknickte Pflanzen können an ihren Stängelknoten wieder austreiben. Sobald Samenkapseln vorhanden sind, müssen die Blütenstände vorsichtig abgeschnitten und im Kehricht entsorgt werden.

 

 

 

 

Weitere Informationen finden Sie auf dem Merkblatt zum Drüsigen Springkraut in Info Flora.

 

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