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Tierlärm

Das Gebimmel der Kuhglocken gehört zum Wandererlebnis in den Bergen. Wenn frühmorgens auf der Wiese neben dem Haus die Kühe zu grasen beginnen, empfinden wir das Glockengeläut jedoch als störend.

Der Lärm vom eigenen Haustier stört die Menschen weniger. Sie haben eine Beziehung zum Tier aufgebaut und wissen daher auch meist, aus welchem Grund es Lärm verursacht. Mit der Aufnahme des Haustieres hat der Besitzer sich zu diesem Lärm entschlossen.

Aber wann ist ein Tier für die Nachbarn zu laut? Sowohl die Lebensgewohnheiten des Belästigten wie auch diejenigen des Tierbesitzers spielen eine Rolle. Es kommt darauf an, wann sich das Tier im Haus befindet und wie gut die Isolation den Schall dämpft. Ein weiterer Faktor ist die Tierhaltung, das heisst, ob sie Auslauf ins Freie haben und wie sie erzogen werden. Hauptproblem der Tierlärmbelästigung sind meist nicht die Tierstimmen, sondern, wie im Falle der Kühe, deren Glocken.

Bei der Regelung von Tierlärm gilt zu unterscheiden, ob der Lärm von wildlebenden Tieren oder von Haustieren erzeugt wird. Tierlärm von Wildtieren fällt nicht unter das Bundesrecht. Bei der Haustierhaltung wird zwischen kommerzieller (dazu gehören Intensivtierhaltung, Schlachthöfe, Tierparks, Zoos, Tierheime,...) und privater Haltung unterschieden. Erstere unterliegt dem Bundesrecht, letztere dem Kantonsrecht, dem Gemeinderecht und dem ZGB. Bei einem Streitfall wird nach objektiven Gesichtspunkten geurteilt und das Empfinden des Durchschnittsmenschen in derselben Situation ist massgebend.