Direkt zum Inhalt springen

Acceskeys

Kanton Schwyz - Behörden - Umwelt, Natur, Landschaft - Umweltschutz - Nichtionisierende Strahlung - Frequenzbereiche und Grenzwerte

Frequenzbereiche und Grenzwerte

Zum Schutz vor nichtionisierender Strahlung hat der Bundesrat die Verordnung über den Schutz vor nichtionisierender Strahlung (NISV) erlassen. Dabei werden die NIS-Anlagen zwischen nieder-  und hochfrequenter nichtionisierender Strahlung unterschieden. Für alle diese Anlagen gibt es zwei einzuhaltende Grenzwerte, Immissions- und Anlagegrenzwert.

Niederfrequente Strahlung

Niederfrequente Strahlung (1 Hz bis ca. 30 kHz) wird von elektrischen Hausinstallationen, Induktionskochfelder, Transformatorenstationen, Unterwerken, Hochspannungsleitungen und Fahrleitungen der Bahn erzeugt. Diese Strahlung ist somit ein unerwünschtes Nebenprodukt des Stromtransports. In Bezug auf die menschliche Gesundheit ist das Magnetfeld bedeutend. Das magnetische Feld wird in der Regel in Mikrotesla (µT) angegeben.

Hochfrequente Strahlung

Hochfrequente Strahlung (ab ca. 30 kHz bis 10 GHz) wird durch die Nutzung der Mobilfunk- und Rundfunktechnologien wie GSM, UMTS, LTE, Radio- und TV-Sendeantennen sowie durch Hobbyfunk- oder Funkrufantennen verursacht. Sie dient dem drahtlosen Transport von Informationsinhalten. In Bezug auf die menschliche Gesundheit ist die elektrische Feldstärke entscheidend. Das elektrische Feld wird in der Regel in Volt pro Meter (V/m) angegeben.

Immissionsgrenzwert

Der Immissionsgrenzwert dient dazu, den menschlichen Körper vor unerwünschter Erwärmung durch NIS zu schützen. Dieser Grenzwert ist international weit verbreitet und wurde durch die International Commission of Non-Ionizing Radiation Protection (ICNIRP) festgelegt. Er muss überall, wo sich Menschen für kurze Zeit aufhalten können, eingehalten werden und berücksichtigt die Strahlung von allen vergleichbaren Anlagen summarisch.

Anlagegrenzwert

Auch bei schwächeren Immissionen durch nichtionisierende Strahlung können möglicherweise biologische Wirkungen auftreten. Da diese Effekte noch nicht genügend quantifiziert werden können, hat man den vorsorglichen Anlagegrenzwert definiert, welcher den Menschen vor schädlichen oder lästigen Auswirkungen schützen soll. Der Anlagegrenzwert muss überall dort, wo sich Menschen über längere Zeit aufhalten, und für jede Anlage separat eingehalten werden.