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Kanton Schwyz - Behörden - Umwelt, Natur, Landschaft - Umweltschutz - Radon - Radon

Radon

Radon entsteht durch den radioaktiven Zerfall von Uran, einem Schwermetall, welches natürlicherweise in Böden und Gesteinen vorkommt. Das Radongas kann sich bei ungünstigen Bedingungen über Risse und Klüfte im Gestein ausbreiten und über die Bodenluft auch in Gebäude gelangen und bei zu hohen Konzentrationen die Gesundheit der Menschen gefährden. 

 

Radon

Radon ist ein Zerfallsprodukt des besser bekannten radioaktiven Metalls Uran. Uran ist fast allgegenwärtig in der Erdkruste. Uran ist ein radioaktives chemisches Element. Radioaktive chemische Elemente sind instabil. Das heisst, sie zerfallen, ohne äussere Einflüsse und bilden neue Elemente. Diese können wiederum radioaktiv sein oder auch stabil. Das Uran zerfällt in mehreren Stufen zum Radon. Radon selbst ist radioaktiv und zerfällt zu ebenfalls radioaktiven Isotopen des Bleis, Wismuths und Poloniums.

Das Erdreich besteht zu einem Viertel aus Luft. In dieser Bodenluft wird durch den Zerfall von Uran das radioaktive Radon angereichert. Dadurch und durch die Folgeprodukte des Radon-zerfalls wird die Bodenluft radioaktiv. Die Radioaktivität wird in Becquerel gemessen (1 Bq = 1 Becquerel = 1 Atomzerfall pro Sekunde) und pro Volumeneinheit angegeben. Die durchschnittliche Radioaktivität der Bodenluft beträgt 10‘000 Bq/m³.
Radon ist ein unsichtbares, geruch- und geschmackloses Gas, das keinerlei chemische Bindung eingeht.

Auswirkungen

Radon selbst ist ungiftig und wird vom Körper nicht aufgenommen. Zerfällt ein Radonatom jedoch in der Lunge, so verbleiben die ebenfalls radioaktiven Folgeprodukte, Isotope des Bleis, Wismuts und Poloniums, in der Lunge. Diese Zerfallsprodukte bestrahlen das Lungengewebe aus nächster Nähe.
 
Radon und seine Folgeprodukte in geschlossenen Räumen gelten nach dem Rauchen als die zweithäufigste Ursache von Lungenkrebs.

Planen, bauen und sanieren

Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) empfiehlt sowohl für Neubauten, als auch für Sanierungen in Bezug auf die Radonbelastung folgendermassen vorzugehen:

1. Ausgangslage klären
2. Konzeptionelle Massnahmen
3. Abdichten der Gebäudehülle
4. Weglüften von Radon
5. Erfolgskontrolle

Mit diesem Programm sollte es möglich sein, für alle Bauvorhaben und Sanierungen eine geeignete Lösung zu finden

Insbesondere energetische Gebäudesanierungen beeinflussen den Luftaustausch. Ein zu geringer Luftaustausch kann zu einer Anreicherung der Radonkonzentration führen. Hierzu haben wir das Merkblatt „Einfluss von Gebäudesanierungen auf die Radonbelastung in Gebäuden“ publiziert.

Radongebiete

Radon kommt wegen seines Entstehungsprozesses überall vor. Der Grenzwert für Wohnräume beträgt 1 000 Bq/m³ und für Arbeitsräume 3 000 Bq/m³. Da die Radonkonzentration im Boden und die Effizienz des Austrittes aus dem Boden in komplexer Weise von der Bodenbeschaffenheit und den klimatischen Verhältnissen abhängt, sind definitive Aussagen zur Radongefährdung bestimmter Gebiete ohne genauere Untersuchungen nicht möglich. Aufgrund geologischer Gegebenheiten tritt die Radonproblematik nicht überall mit gleicher Dringlichkeit auf. Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) unterscheidet aufgrund von Messungen Radongebiete und Nicht-Radongebiete. Der Kanton Schwyz wurde mehrheitlich als Nicht-Radongebiet ausgeschieden. Das heisst, dass im Kanton Schwyz in geschlossenen Räumen mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht mit einem Überschreiten der Grenz- und Richtwerte zu rechnen ist.

Weitere Informationen sowie Gefahrenkarten finden Sie beim Bundesamt für Gesundheit (BAG).