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Kanton Schwyz - Behörden - Sicherheit, Polizei - Kantonspolizei - Prävention - Verkehrsunfallstatistiken - 2000

Verkehrsunfallstatistik 2000

Rückläufige Unfallzahlen mit weniger tödlichen und schwerverletzt verunfallten Personen. Bestätigung der eingeleiteten Verkehrssicherheitsmassnahmen.

Im vergangenen Jahr verloren bei Unfällen auf schwyzerischen Strassen sieben (9) Menschen das Leben. Dabei sind, wie letztmals 1997, keine Kleinkinder, Schüler oder Jugendliche bis 17 Jahren bei Unfällen getötet worden. 76 (107) Personen zogen sich durch die Verkehrsunfälle schwere und 434 (416) leichte Verletzungen zu. Die Gesamtzahl der Verkehrsunfälle nahm um 57 oder 4.4 % auf 1237 (1294) ab. 32% (40%) der Unfälle sind auf zu schnelles Fahren 184 (285) und auf die Missachtung des Vortrittsrechtes 212 (231) zurückzuführen. Bei 107 (141) Unfällen (- 24.1 %) waren Alkohol, Drogen oder Medikamente ursächlich. Die Unfälle innerorts nahmen erneut um 1.5 % auf total 656 (666) und ausserorts um 7.5 % auf 581 (628) ab. Während 500 (453) Stunden wurden Radarkontrollen durchgeführt, wobei 125''276 (122''055) Fahrzeuge gemessen wurden. Die Übertretungsquote ging erneut leicht auf 11.08 % (11.13 %) zurück.
Aufgrund der Entwicklung des Unfallaufkommens wird die Polizei den Aufwand im Bereich der Geschwindigkeitskontrollen insgesamt beibehalten. Radarkontrollen werden aber verstärkt entlang von sogenannten Raserstrecken und im Bereich von Schulwegen durchgeführt. Der immer noch hohen Zahl von Unfällen, bei denen die Missachtung des Vortrittes eine Rolle spielt, versucht die Polizei durch Information und vermehrte Kontrollen zu begegnen.

Unfallaufkommen und Auswirkungen

Im vergangenen Jahr fanden auf den schwyzerischen Strassen sieben Menschen (- 2) den Tod, 76 zogen sich schwere Verletzungen zu (- 31). Die Verkehrssicherheit konnte trotz der Zunahme des Fahrzeugbestandes insgesamt gesteigert werden. Gemäss polizeilicher Schätzung entstand ein Sachschaden von rund 10 Mio. (- 10%) Franken.

Hauptunfallursachen

Von den 1237 (1294) durch die Polizei registrierten Verkehrsunfällen bilden 212 (231) mal die Missachtung des Vortrittes und 184 (285) mal zu schnelles Fahren eine der Hauptursachen. Bei 107 Unfällen (- 34) waren Alkohol, Drogen oder Medikamente ursächlich.

Zeitliche Verteilung der Unfälle

Durchschnittlich ereigneten sich pro Woche 24 (25) Verkehrsunfälle. Während sich im April die wenigsten Unfälle (74) ereigneten, handelte es sich beim Wintermonat Februar um den unfallträchtigsten Monat (129). Besonders dürften die schneearmen Monate November und Dezember ihren Niederschlag in der Statistik gefunden haben. Wie im Vorjahr ereigneten sich zwischen 13 und 19 Uhr die meisten Unfälle.

Unfallorte

Der Anteil von Innerortsunfällen an der Gesamtunfallzahl nahm weiter um 10 (1.5 %) auf 656 ab. Erfreulicherweise nahmen auch die Unfälle ausserorts ab und zwar um 47 (7.5 %) auf insgesamt 581. Zu Buche geschlagen dürfte auch der Unfallrückgang auf den Autobahnen A3/A4 (- 64) haben.

Präventionsaktionen und Verkehrsinstruktion

Wie in den vergangenen Jahren sind auch wieder die Plakataktionen im Zusammenhang mit dem Schulanfang durchgeführt worden. Die Verkehrsinstruktoren erteilten im Jahre 2000 rund 7''800 (5''500) Schülern Verkehrsunterricht und führten in Zusammenarbeit mit der Lehrerschaft und den lokalen Radclubs 2''703 (2'' 436) praktische Radfahrerprüfungen durch. An 22 Schulorten standen 394 Schülerpatrouilleure für die Schulwegsicherung im Einsatz. Im August wurde im Rahmen der nationalen Kampagne „Schwache Verkehrsteilnehmer“ und im Zeichen der Sensibilisierung und Instruktion von Zweiradfahrern eine Kontrollaktion durchgeführt. Im September und Oktober wurden spezielle Fahrrad- und Personenwagenkontrollen durchgeführt, um Beleuchtung und Bereifung auf ihre Tauglichkeit hin zu prüfen. Zur besseren Beachtung der Vortrittsregelung bei Fussgängerstreifen wurde im Oktober und November die Aktion „Freundliche Zone“ durchgeführt.

Kontrolltätigkeit

Es wurden mit der herkömmlichen Radartechnik während 500 (453) Stunden Geschwindigkeitskontrollen durchgeführt. Bei diesen Kontrollen wurden 125 276 (122 055) Fahrzeuge gemessen. Die Übertretungsquote verbesserte sich gegenüber dem Vorjahr auf 11.08 % (11.13 %). Mit dem Videomessgerät wurden während 140 (225) Stunden, vorab innerorts, Geschwindigkeitsmessungen durchgeführt.

Aus beiden Messarten resultierten 15''373 (15''458) Ordnungsbussen und 614 (587) Anzeigen an die Bezirksämter. Wegen Geschwindigkeitsüberschreitungen mussten Ordnungsbussen in der Höhe von 1''444''490.-- (1''438''062.--) ausgestellt werden. Im ruhenden Verkehr wurden 5''703 (6''611) Ordnungsbussen-Delikte verzeichnet.

Verkehrspolizeiliche Schwergewichte im Jahr 2001

Aufgrund der positiven Entwicklung sowohl der Innerorts- wie auch der Ausserortsunfälle sollen die Präventionsaktionen im Rahmen der Vorjahre weitergeführt werden. Dazu zählen das Anzeigen der Geschwindigkeit mit dem „Speedy“-Messgerät, die Aktion Schulbeginn mit Plakataushang, die Aktionen „Licht“, die Wiederholung der Aktion „Freundliche Zone“ (Fussgängersicherheit) und die Aktion „Sicher Motorradfahren“.
Ohne den Gesamtaufwand für Geschwindigkeitskontrollen insgesamt zu erhöhen, soll auf sogenannten Raserstrecken, welche aufgrund ihrer Unfallhäufigkeit auffällig sind, verstärkt gemessen werden.
Besondere Anstrengung im Bereich von Prävention und Kontrollen wird die Polizei unternehmen, um dem Fehlverhalten bei Verzweigungen mit anspruchsvollen Vortrittsregelungen weiter zu begegnen.