Direkt zum Inhalt springen

Acceskeys

Kanton Schwyz - Behörden - Sicherheit, Polizei - Kantonspolizei - Prävention - Verkehrsunfallstatistiken - 2002

Verkehrsunfallstatistik 2002

Rückläufige Unfallzahlen, weniger tote und schwerverletzte Personen, Zunahme der leichtverletzten Unfallbeteiligten

Im vergangenen Jahr verloren bei Unfällen auf schwyzerischen Strassen 7 (8) Menschen das Leben. Dabei ist seit 1997 erstmals wieder ein Jugendlicher (17-jährig) bei einem Unfall getötet worden. 77 Personen (78) Personen zogen sich durch die Verkehrsunfälle schwere und 483 (427) leichte Verletzungen zu. Die Gesamtzahl der Verkehrsunfälle nahm um 107 oder 8.2 % auf 1204 (1311) ab. 15.2 % (18.8 %) der Unfälle sind auf zu schnelles Fahren 183 (246) und auf die Missachtung des Vortrittsrechtes 232 (247) zurückzuführen. Bei 138 (130) Unfällen, 11.12%, (+6.2 %) waren Alkohol, Drogen oder Medikamente ursächlich. Die Unfälle innerorts nahmen um 10.3 % auf total 673 (707) und ausserorts um 12.0 % auf 531 (604) ab.


Während 498 (536) Stunden wurden Radarkontrollen durchgeführt, wobei 119''529 (140''097) Fahrzeuge gemessen wurden. Die Übertretungsquote stieg leicht auf 9.83 % (9.63 %).

Aufgrund der Entwicklung des Unfallaufkommens wird die Polizei den Aufwand im Bereich der Geschwindigkeitskontrollen insgesamt beibehalten. Radarkontrollen werden wiederum verstärkt entlang von sogenannten Raserstrecken, ausserorts und im Bereich von Schulwegen durchgeführt. Der immer noch hohen Zahl von Unfällen, bei denen die Missachtung des Vortrittes eine Rolle spielt, versucht die Polizei durch Information und vermehrte Kontrollen zu begegnen.

Unfallaufkommen und Auswirkungen

Im vergangenen Jahr fanden auf den schwyzerischen Strassen 7 Menschen (-1) den Tod, 77 (78) zogen sich schwere Verletzungen zu (-1). Der Verkehrssicherheitsstandard konnte insgesamt beibehalten werden, trotz stetig wachsendem Fahrzeugbestand 114154 (110246). Gemäss polizeilicher Schätzung entstand ein Sachschaden von rund 11.5 Mio. (10.7 Mio) Franken.

Unfallorte

Der Anteil von Innerortsunfällen an der Gesamtunfallzahl nahm um 34 (10.3 %) auf 673 (707) ab. Die Unfälle ausserorts nahmen sogar noch mehr ab und zwar um 73 (12.0 %) auf insgesamt 531 (604). Auf der Autobahn A4 war eine starke Abnahme der Unfallzahl zu verzeichnen. Hier sank die Zahl um 33.7 % von 83 auf 55 Unfälle. Auch auf der Autobahn A3 konnte ein Rückgang der Unfallzahlen von 134 auf 116 (- 13.4 %) registriert werden.

Hauptunfallursachen

Von den 1204 (1311) durch die Polizei registrierten Verkehrsunfällen bilden 232 (247) mal die Missachtung des Vortrittes und 183 (246) mal zu schnelles Fahren (Nichtanpassen an die Verhältnisse, usw.) eine der Hauptursachen. Bei 138 (130) Unfällen (+8) waren Alkohol, Drogen oder Medikamente ursächlich.

Zeitliche Verteilung der Unfälle

Durchschnittlich ereigneten sich pro Woche 23 (25) Verkehrsunfälle. Während sich im Dezember die wenigsten Unfälle (74) ereigneten, handelte es sich beim Monat Juni um den unfallträchtigsten Monat (122). Wie in den Vorjahren ereigneten sich zwischen 17 und 18 Uhr die meisten Unfälle.

Präventionskampagnen und Verkehrsinstruktion

Wie in den vergangenen Jahren führten wir auch im abgelaufenen Jahr während vierzehn Tagen die Aktionen im Zusammenhang mit dem Schulanfang durch. Unsere jüngsten Verkehrsteilnehmer wurden während 14 Tagen durch Orts- und Sicherheitspolizisten auf dem Schulweg begleitet. Die Kindergärtler, Erst- und Zweitklässler wurden auf ihrem Schulweg mit verschiedensten Verkehrssituationen konfrontiert und anderseits die Automobilisten und anderen Verkehrsteilnehmer auf die Schulkinder aufmerksam gemacht und entsprechend sensibilisiert. Die Verkehrsinstruktoren erteilten im Jahre 2002 total 7''912 (6''064) Schülern Verkehrsunterricht und führten in Zusammenarbeit mit der Lehrerschaft und den lokalen Radclubs 2''732 (2''261) praktische Radfahrerprüfungen durch. An 22 Schulorten standen 349 Schülerpatrouilleure für die Schulwegsicherung im Einsatz. In der Region Höfe kam während des Ferienpasses wiederum der Verkehrsgarten zum Einsatz. Im Sinne der Erwachsenenbildung und der Zusammenarbeit mit der Verkehrsinstruktion konnten im Verkehrserziehungskreis I (Innerschwyz) 298 Eltern zum Thema Verkehrserziehung'' - das auch noch?'' informiert werden.

Zur besseren Beachtung der Gurtentragpflicht wurde in den Monaten Januar und Februar die Aktion Klick'' durchgeführt. Die schweizerische Verkehrssicherheitsaktion Respekt - auch hier stand im Zeichen der Sensibilisierung und Instruktion im Zusammenhang mit zu geringem Abstand. Im September und Oktober wurden spezielle Fahrrad- und Personenwagenkontrollen durchgeführt, um Beleuchtung und Bereifung auf ihre Tauglichkeit hin zu prüfen.

Kontrolltätigkeit

Es wurden mit der herkömmlichen Radartechnik während 498 (536) Stunden Geschwindigkeitskontrollen durchgeführt. Bei diesen Kontrollen wurden 119529 (140''097) Fahrzeuge gemessen. Die Übertretungsquote stieg gegenüber dem Vorjahr leicht auf 9.83 % (9.36 %) an. Mit dem Videomessgerät wurden während 252 (254) Stunden, vorab innerorts, Geschwindigkeitsmessungen durchgeführt.

Aus beiden Messarten resultierten 15087 (16''669) Ordnungsbussen und 552 (691) Anzeigen an die Bezirksämter. Wegen Geschwindigkeitsüberschreitungen mussten Bussen in der Höhe von Fr. 1''455''064 (Fr. 1''697''521.-- ) ausgestellt werden. Im übrigen wurden 10''906 (10''943) weitere Ordnungsbussen-Delikte verzeichnet.

Zusätzlich wurden zum Schutz der Bauarbeiter und der Verkehrsteilnehmer auf der Baustelle der Autobahnüberdachung A3 bei Altendorf mittels fest installierten Geschwindigkeitsmessgeräten Kontrollen durchgeführt. Während 5''261 Stunden wurden 3''914''621 Fahrzeuge gemessen. Daraus resultierte eine Übertretungsquote von 0.14 %. Aus den 4''813 Ordnungsbussen ergab sich ein Ordnungsbussenbetrag von Fr. 707''320.--. 482 Automobilisten mussten wegen groben Geschwindigkeitsübertretungen beim Bezirksamt March zur Anzeige gebracht werden.

Verkehrspolizeiliche Schwergewichte im Jahr 2003

Die Präventionskampagnen sollen im Rahmen der Vorjahre weitergeführt werden. Dazu zählen die Aktion ''Schulbeginn'' mit Plakataushang, die Aktion ''Inline-Skating'' (Neue Verkehrsregeln für Inline-Skates, Skateboards usw.) und die Aktion ''Licht'' (Fahrzeugbeleuchtung).

Der Gesamtaufwand für Geschwindigkeitskontrollen soll insgesamt nicht erhöht werden. Wie in den Vorjahren wird auf sogenannten Raserstrecken, welche aufgrund ihrer Unfallhäufigkeit auffällig sind, verstärkt gemessen werden.

Besondere Anstrengung wird die Polizei im Bereich von Alkohol im Strassenverkehr unternehmen, damit sich die Fahrzeuglenkerinnen und Fahrzeuglenker mit dieser Problematik auseinandersetzen. Insbesondere nimmt die Kantonspolizei an der Schweizerischen Verkehrssicherheitsaktion 2003 ''drink or drive'' teil.