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Kanton Schwyz - Behörden - Sicherheit, Polizei - Kantonspolizei - Prävention - Verkehrsunfallstatistiken - 2003

Verkehrsunfallstatistik 2003

Steigende Unfallzahlen, mehr tote, schwerverletzte und leicht verletzte Unfallbeteiligte

Im vergangenen Jahr verloren bei 1287 (1204) Unfällen auf dem Schwyzer Strassennetz vierzehn (7) Menschen das Leben. Dabei sind keine Kleinkinder, Schüler oder Jugendliche (bis 17 Jahre) bei Unfällen getötet worden. 101 (77) Personen zogen sich durch Verkehrsunfälle schwere und 492 (483) leichte Verletzungen zu. Vergleicht man die Zahlen mit den vergangenen 5 Jahren, liegt die Unfallhäufigkeit im Durchschnitt. Bei den Unfalltoten und den verletzten Personen ist die Zahl klar grösser. Die Polizei hat im 2003 - wie in den vergangenen Jahren - Anstrengungen unternommen, um den Stand der Verkehrssicherheit beizubehalten. Es wurden regelmässig gezielte Kontrollen und diverse Präventionskampagnen durchgeführt. Aufgrund der neusten Unfallzahlen kann zur Zeit nicht von einer eindeutigen Trendwende im Bereich der Verkehrssicherheit gesprochen werden. Die Polizei wird im Jahre 2004 im Rahmen ihrer Möglichkeiten der vorliegenden Entwicklung durch gezielte Anstrengungen entsprechend Rechnung tragen.

Unfallauswirkungen

Im vergangenen Jahr fanden auf den schwyzerischen Strassen vierzehn Menschen (+7) den Tod, 101 (77) zogen sich schwere Verletzungen zu (+24). Gemäss polizeilicher Schätzung entstand ein Sachschaden von rund 10.1 Mio. (11.5 Mio) Franken.

Hauptunfallursachen

Von den 1287 (1204) durch die Polizei registrierten Verkehrsunfällen bilden 239 (232) mal die Missachtung des Vortrittes und 236 (183) mal zu schnelles Fahren (Nichtanpassen an die Verhältnisse, usw.) eine der Hauptursachen. Bei 133 (138) Unfällen (-5) waren Alkohol, Drogen oder Medikamente und bei 108 (125) war Unaufmerksamkeit und Ablenkung ursächlich.

Unfallorte

Der Anteil von Innerortsunfällen an der Gesamtunfallzahl nahm um 59 (8.8 %) auf 732 (673) zu. Die Unfälle ausserorts nahmen ebenfalls zu und zwar um 24 (4.5 %) auf insgesamt 555 (531). Auf der Autobahn A4 war eine leichte Zunahme der Unfallzahl zu verzeichnen. Hier stieg die Zahl um 12.7 % von 55 auf 62 Unfälle. Auf der Autobahn A3 konnte ein Rückgang der Unfallzahlen um 6.9 % von 116 auf 108 registriert werden.

Zeitliche Verteilung der Unfälle

Durchschnittlich ereigneten sich pro Woche 25 (23) Verkehrsunfälle. Während sich im April die wenigsten Unfälle 87 ereigneten, handelte es sich wie im Vorjahr beim Monat Juni um den unfallträchtigsten Monat (128). Wie in den Vorjahren ereigneten sich zwischen 17 und 18 Uhr die meisten Unfälle.

Präventionskampagnen und Verkehrsinstruktion

Im Frühling wurden im Rahmen der Kampagnen „Wer sie kennt, fährt besser!“, Lenker von fahrzeugähnlichen Gegenständen (Inline-Skates, Rollschuhe, Trottinetts, Skateboards etc.) und spezielle „Handy-Kontrollen“ durchgeführt. Im September und Oktober hat die Polizei spezielle Fahrrad- und Personenwagenkontrollen durchgeführt, um Beleuchtung und Bereifung auf ihre Tauglichkeit hin zu prüfen.
Anlässlich der Schwerpunktwochen von Ende Oktober 2003 und anfangs November 2003 beteiligte sich die Kantonspolizei Schwyz an der nationalen Verkehrssicherheitskampagne „drink or drive“ des Schweizerischen Verkehrssicherheitsrates. Ziel der Verkehrssicherheitskampagne war, die Fahrzeuglenker gezielt auf die Problematik „Alkohol im Strassenverkehr“ anzusprechen.
Wie in den vergangenen Jahren sind wieder die Aktionen im Zusammenhang mit dem Schulanfang durchgeführt worden. Die jüngsten Verkehrsteilnehmer wurden während 2 Wochen durch Polizisten auf dem Schulweg begleitet, um ihnen einerseits die Angst vor dem Verkehr zu nehmen und andererseits die Fahrzeuglenker auf die erhöhten Unfallgefahren aufmerksam zu machen.
Die Verkehrsinstruktoren erteilten im Jahre 2003 total 7903 (7912) Schülerinnen und Schüler Verkehrsunterricht. Es wurden alle Kindergärten und Teile der Volksschule über die korrekten Verhaltensweisen im Strassenverkehr instruiert. In 22 (22) Schulorten standen 419 (349) Schülerpatrouilleure für die Schulwegsicherung im Einsatz. 2625 (2732) Schülerinnen und Schüler nahmen an den in Zusammenarbeit mit den örtlichen Veloclubs organisierten Schüler-Radfahrertests teil.

Kontrolltätigkeit

Es wurden mit der herkömmlichen Radartechnik während 446 (498) Stunden Geschwindigkeitskontrollen durchgeführt. Bei diesen Kontrollen wurden 109''649 (119‘529) Fahrzeuge gemessen. Die Übertretungsquote stieg gegenüber dem Vorjahr leicht auf 10.00 % (9.83 %) an. Mit dem Videomessgerät wurden während 142 (252) Stunden, vorab innerorts, Geschwindigkeitsmessungen durchgeführt.
Aus beiden Messarten resultierten 12''695 (15‘087) Ordnungsbussen und 588 (552) Anzeigen an die sechs Bezirksämter. Wegen Geschwindigkeitsüberschreitungen wurden OB-Bussen in der Höhe von Fr. 1''060''060.-- (Fr. 1''455‘064.-- inkl. Anzeigen) ausgestellt.
Im Rahmen der täglichen Präsenz- und Patrouillentätigkeiten wurden 12''911 (11‘568) weitere Ordnungsbussen-Delikte verzeichnet.

Verkehrspolizeiliche Schwergewichte im Jahr 2004

Die verkehrspolizeilichen Präventionskampagnen „Schulbeginn“, „drink or drive“, „Handy“ und „Licht“ sollen im Rahmen der Vorjahre weitergeführt werden.
Der Gesamtaufwand für Geschwindigkeitskontrollen wird sich im Rahmen der Vorjahre bewegen. Bei der Wahl der Messorte wird die Unfallhäufigkeit nach Möglichkeit berücksichtigt.