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Kanton Schwyz - Behörden - Sicherheit, Polizei - Kantonspolizei - Prävention - Verkehrsunfallstatistiken - 2004

Verkehrsunfallstatistik 2004


Unfallzahlen rückläufig, weniger Schwerverletzte, Unfalltote gleichbleibend

Im vergangenen Jahr verloren bei 1103 (1287) Unfällen auf dem Schwyzer Strassennetz 14 (14) Menschen das Leben. Dabei ist ein Kleinkind als Mitfahrer, jedoch kein Schüler oder Jugendlicher (bis 17 Jahre) bei Unfällen getötet worden. 79 (101) Personen zogen sich durch Verkehrsunfälle schwere und 451 (492) leichte Verletzungen zu. Zur kontinuierlichen Verbesserung und insbesondere dem Halten der sinkenden Unfallzahlen führt die Kantonspolizei Schwyz auch künftig verschiedene Aktionen und Einsätze durch. Dabei sollen einesteils Information und Prävention und andernteils verschiedene Kontrollen im Verkehrsbereich die Nachhaltigkeit der Kantonspolizei Schwyz in diesem Kernbereich unterstreichen. Zusammen mit den geplanten stationären Geschwindigkeitsmessanlagen wird die Kantonspolizei inskünftig eine erhöhte Aufmerksamkeit in Bezug auf die Einhaltung der signalisierten Höchstgeschwindigkeit vornehmen.


Unfallauswirkungen

Im vergangenen Jahr fanden auf den schwyzerischen Strassen 14 Menschen (14) den Tod, 79 (101) zogen sich schwere Verletzungen zu. Gemäss polizeilicher Schätzung entstand ein Sachschaden von rund 9 Mio. (10.1 Mio) Franken.

Hauptunfallursachen

Von den 1103 (1287) durch die Kantonspolizei registrierten Verkehrsunfällen bilden 213 (239) mal die Missachtung des Vortrittes und 230 (236) mal zu schnelles Fahren (Nichtanpassen an die Verhältnisse, usw.) die Hauptursachen. Erfreulich ist der Rückgang von 30 % der Unfälle (von 133 auf 103), bei welchen Alkohol, Drogen oder Medikamente ursächlich waren. Bei 92 (108) Verkehrsunfällen waren Unaufmerksamkeit und Ablenkung ursächlich.

Unfallorte (Innerschwyz und Ausserschwyz)

Der Anteil von Innerortsunfällen an der Gesamtunfallzahl nahm um 16.5 % von 732 auf 611 (-121) ab. Die Unfälle ausserorts nahmen ebenfalls ab und zwar um 11.5 % von 555 auf insgesamt 492 (-63). Auf der Autobahn A4 war eine markante Abnahme der Unfallzahl zu verzeichnen. Hier sank die Zahl um 30.6 % von 62 auf 43 Unfälle. Auf der Autobahn A3 konnte ebenfalls ein Rückgang der Unfallzahlen um 12 % von 108 auf 95 registriert werden.

Zeitliche Verteilung der Unfälle

Durchschnittlich ereigneten sich pro Woche 21 (25) Verkehrsunfälle. Während sich im Juli die wenigsten Unfälle (75) ereigneten, handelte es sich bei den Monaten Januar und Mai um die unfallträchtigsten Monate (je 108). Wie in den Vorjahren ereigneten sich zwischen 17 und 18 Uhr die meisten Unfälle.

Präventionskampagnen

Die Kantonspolizei Schwyz beteiligte sich an der zweiwöchigen Zentralschweizerischen Verkehrssicherheitskampagne „Raser verlieren Freunde“, welche ebenfalls von der Kantonspolizei Zürich sowie den Stadtpolizeien Zürich und Winterthur durchgeführt wurde. An der Berufsschule Pfäffikon wurden rund 300 Schülerinnen und Schüler, mit eindrücklichem Anschauungsmaterial, mit dem Thema „Raser“ konfrontiert.

Anlässlich der Schwerpunktwochen von Ende Oktober 2004 und anfangs November 2004 beteiligte sich die Kantonspolizei Schwyz an der nationalen Verkehrssicherheitskampagne „drink or drive“ des Schweizerischen Verkehrssicherheitsrates. Ziel der Verkehrssicherheitskampagne war, die Fahrzeuglenker gezielt auf die Problematik „Alkohol im Strassenverkehr“ anzusprechen.

Im Rahmen von Schwerpunktkontrollen wurden im Herbst die Fahrzeuglenkerinnen und –lenker gezielt auf die Problematik „Alkohol im Strassenverkehr“ angesprochen. Die Zentralschweizer Polizeikorps kontaktierten in den letzten beiden Oktoberwochen total 2306 Verkehrsteilnehmer/innen. Wegen Verdachts auf übermässigen Alkoholkonsum mussten bei 59 Fahrzeuglenkern eine Blutprobe durchgeführt und der Führerausweis beschlagnahmt werden.

Im Rahmen der mehrwöchigen Unfallverhütungskampagne „Schulanfang“ wurden die Verkehrsteilnehmer zu vorsichtigem Verhalten gegenüber den Schulkindern angehalten.

Verkehrsinstruktion

Die Verkehrsinstruktoren erteilten im Jahre 2004 total 7202 (7903) Schülerinnen und Schülern Verkehrsunterricht. Es wurden alle Kindergärten und Teile der Volksschule über die korrekten Verhaltensweisen im Strassenverkehr instruiert. In 22 (22) Schulorten standen 342 (419) Schülerpatrouilleure für die Schulwegsicherung im Einsatz. 3207 (2625) Schülerinnen und Schüler nahmen an den in Zusammenarbeit mit den örtlichen Veloclubs organisierten Schüler-Radfahrertests teil.

Kontrolltätigkeit

Es wurden mit der herkömmlichen Radartechnik während 431 (446) Stunden Geschwindigkeitskontrollen durchgeführt. Bei diesen Kontrollen wurden 111''442 (109‘649) Fahrzeuge gemessen. Die Übertretungsquote sank gegenüber dem Vorjahr leicht auf 8.41 % (10.0 %). Mit dem Videomessgerät wurden während 254 (142) Stunden, vorab innerorts, Geschwindigkeitsmessungen durchgeführt. Aus beiden Messarten resultierten 14‘047 (12‘695) Ordnungsbussen und 521 (588) Anzeigen an die sechs Bezirksämter. Wegen Geschwindigkeitsüberschreitungen wurden OB-Bussen in der Höhe von Fr. 1''131''750.- ausgestellt. Im Rahmen der täglichen Präsenz- und Patrouillentätigkeiten wurden 14‘402 (12‘911) weitere Ordnungsbussen-Delikte im Betrag von Fr. 807''740.- (Fr. 715''100.--) verzeichnet.

Verkehrspolizeiliche Schwergewichte im Jahr 2005

Die verkehrspolizeilichen Präventionskampagnen „Schulbeginn“, „drink or drive/fahren statt kiffen“ und „Licht“ sollen im Rahmen der Vorjahre weitergeführt werden. In Verbindung mit dem vorhandenen Statistikmaterial, wie der Entwicklung des Unfallgeschehens und anderer Verkehrsregelverstössen, werden Massnahmen zielgerichtet geplant und umgesetzt. Dabei wird der Gesamtaufwand für stationäre und mobile Kontrollen im Strassenverkehr im Rahmen der personellen Möglichkeiten gegenüber den Vorjahren erhöht.