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Kanton Schwyz - Behörden - Sicherheit, Polizei - Kantonspolizei - Prävention - Verkehrsunfallstatistiken - 2008

Weniger Verkehrstote trotz mehr Unfällen

Im Jahr 2008 ereigneten sich im Kanton Schwyz mehr Verkehrsunfälle als im Vorjahr. Erfreulicherweise wurden dennoch weniger Personen im Strassenverkehr getötet und weniger Menschen schwer verletzt. Während Unaufmerksamkeit und Ablenkung sowie überhöhte Geschwindigkeitsüberschreitung als Unfallursache erneut anstiegen, hat sich Alkohol als Ursache weiter reduziert.

Im vergangenen Jahr ereigneten sich im Kanton Schwyz 1178 (im Vorjahr 1103) polizeilich erfasste Verkehrsunfälle. Trotz einer Zunahme von 75 Verkehrsunfällen kann für das langjährige Mittel eine sinkende Anzahl Verkehrsunfälle festgestellt werden. Bei schweren Verkehrsunfällen verloren 10 (14) Menschen ihr Leben. 58 (82) Personen zogen sich bei den Unfällen schwere und 377 (341) Verkehrsteilnehmer leichte Verletzungen zu. Dieser Zunahme der leicht verletzten Personen steht ein Rückgang bei den leicht verletzten Kindern unter sieben Jahren auf fünf (acht) gegenüber. Kollisionen, bei denen Alkohol 93 (109) ursächlich war, zeigen weiterhin rückläufige Zahlen. Weniger erfreulich zeigt sich die Statistik bei der Geschwindigkeit 220 (166) und der Unaufmerksamkeit und Ablenkung 194 (169).

Unfallauswirkungen und -ursachen

Auf den Schwyzer Strassen sind im vergangenen Jahr zwei Frauen und acht Männer tödlich verunfallt. 58 Verkehrsteilnehmer zogen sich schwere Verletzungen zu. Von den insgesamt fünf leicht verletzten Kindern unter sieben Jahren waren drei zu Fuss unterwegs und zwei als Mitfahrer in einem an einem Verkehrsunfall mitbeteiligten Fahrzeug. Von den 1187 (1103) registrierten Verkehrsunfällen waren 234 (204) Mal die Missachtung des Vortritts, 194 (169) Mal Unaufmerksamkeit und Ablenkung sowie 210 (157) Mal Nichtanpassen der Geschwindigkeit an die Strassenverhältnisse die Hauptursachen. Bei 93 (109) Ereignissen waren Alkohol, Drogen oder Medikamente ursächlich.

Unfallorte

Der Anteil von Innerortsunfällen hat um 6.8 % von 628 auf 671 zugenommen und zeigt eine leicht steigende Tendenz zu den Vorjahren. Die Unfälle ausserorts nahmen in diesem Jahr um weitere 6,7 % von 475 auf insgesamt 507 zu. Auf der Autobahn A4 zwischen Küssnacht und Brunnen nahm die Unfallzahl um 23 % von 61 auf 47 Unfälle ab. Auf der Autobahn A3 zwischen Wollerau und Reichenburg nahm die Unfallzahl um 20 % von 80 auf 96 Unfälle zu.

Zeitliche Verteilung der Unfälle

Im Schnitt ereigneten sich pro Woche 22 (21) Verkehrsunfälle. Während im Monat Dezember die wenigsten Unfälle (71) registriert wurden, handelte es sich beim Monat Oktober um den unfallträchtigsten Monat (119). Auf die Tageszeiten bezogen musste die Polizei in der Zeit zwischen 17 und 18 Uhr die meisten Unfälle registrieren.

Präventionskampagnen

Mit dem Hauptaugenmerk auf übermässigen Alkoholkonsum und das Fahren unter Drogeneinfluss führte die Kantonspolizei während der Fasnacht und im Spätherbst 2008 gezielte Schwerpunktkontrollen durch. Im Rahmen der nationalen Verkehrssicherheitskampagne «Ein Band fürs Leben» informierte die Kantonspolizei zusammen mit dem Zentralschweizer Polizeikonkordat über die Gurtentragpflicht und führte gezielte Kontrollen durch. Anlässlich der Unfallverhütungskampagne «Schulanfang» wurden die Verkehrsteilnehmer zu vorsichtigem Verhalten gegenüber den Schulkindern angehalten. Die Schulkinder wurden zudem mit einem Regenschutz und einem „Schulanfang-Käppli“ beschenkt. Bei den im Herbst durchgeführten speziellen Kontrollen von Fahrrädern, Motorrädern und Personenwagen wurden insbesondere die Beleuchtung und die Bereifung geprüft.

Prävention im Bereich Verkehr und Gewalt

Die Verkehrsinstruktoren erteilten im Jahr 2008 total 10’093 (9’213) Schülerinnen und Schülern Verkehrsunterricht. Es wurden alle Kindergärten und Teile der Klassen der Volksschule über die korrekten Verhaltensweisen im Strassenverkehr instruiert. In 19 (21) Schulorten standen 402 (400) Schülerpatrouilleure für die Schulwegsicherung im Einsatz. 3’659 (2’656) Schülerinnen und Schüler absolvierten die in Zusammenarbeit mit den örtlichen Lehrpersonen und Veloclubs organisierten Schüler-Radfahrertests. Mittels der kantonseigenen Verkehrsgartenanlage konnten 118 (448) Schülerinnen und Schüler im praktischen Velofahren geschult werden. Am nationalen Tag des Lichts wurden an einer speziellen Velolichtkontrolle insgesamt 948 (267) Schülerinnen und Schüler mit ihren Velos kontrolliert. 1’980 (549) Personen erhielten von verschiedenen Organisationen (Samaritervereine, Ferienpass) Theorien und praktische Instruktionen im Zusammenhang mit dem Strassenverkehr.

An den Berufs- und Mittelschulen sowie an den Gymnasien des Kantons Schwyz wurden insgesamt 1'148 (323) Schülerinnen und Schüler mit der Thematik „Polizei – und jetzt?“ konfrontiert.

Geschwindigkeitskontrollen / Ordnungsbussen

Bei allen Geschwindigkeitsmessungen – stationäre, semistationäre und fixe Anlagen – resultierten im Kanton Schwyz total 94’356 (109'820) Ordnungsbussen sowie 3’174 (2'440) Anzeigen an die jeweiligen Bezirksämter. Wegen Geschwindigkeitsüberschreitungen wurden Ordnungsbussen in der Höhe von Fr. 7'572'080.00 (7'504'810.00) ausgestellt. Im Rahmen der täglichen Patrouillentätigkeiten verzeichnete die Kantonspolizei insgesamt 9'972 (14'182) weitere Ordnungsbussen-Delikte im Betrag von Fr. 516'221.00 (797'460.00).

Verkehrspolizeiliche Schwergewichte im Jahr 2009

Die Verkehrssicherheitskampagnen „Fahrtüchtigkeit“, „Schulbeginn“, „Helm tragen“ und „Licht“ sowie die Überprüfung der Verkehrstauglichkeit der Fahrzeuge werden weitergeführt. Der steigenden Unaufmerksamkeit wird versucht mit gezielten Informationen und Berichterstattungen sowie einer Kampagne im Bereich des Telefonierens am Steuer entgegenzutreten.