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Kanton Schwyz - Behörden - Sicherheit, Polizei - Kantonspolizei - Prävention - Verkehrsunfallstatistiken - 2011

Unfallzahlen sinken weiter – mehr Schwerverletzte

Im Jahr 2011 ereigneten sich im Kanton Schwyz so wenig Verkehrsunfälle wie seit über zehn Jahren nicht mehr. Der Trend der sinkenden Verkehrsunfallzahlen hat sich trotz der steigenden Anzahl Fahrzeuge auf den Schwyzer Strassen fortgesetzt. Ein starker Rückgang ist bei der Anzahl der Verkehrstoten zu verzeichnen, leider hat aber die Zahl der Schwerverletzten zugenommen. 

Im vergangenen Jahr ereigneten sich im Kanton Schwyz 961 (Vorjahr 1'036) polizeilich erfasste Unfälle. Dabei haben sechs (zwölf) Personen ihr Leben verloren, 74 (59) haben sich schwer und 320 (366) leicht verletzt. Während die Zahl der Schwerverletzten angestiegen ist, stagniert die Zahl der Leichtverletzten.

Unfallsauswirkungen und –ursachen

Von den 961 im Jahr 2011 polizeilich registrierten Unfällen waren 186 (205) auf das Missachten des Vortritts zurück zu führen. 143 Unfälle ereigneten sich infolge Unaufmerksamkeit und Ablenkung, das entspricht einer Zunahme um elf. Bei 80 Prozent dieser Unfälle handelt es sich um Auffahrkollisionen. Eine Zunahme war bei den Unfällen unter Alkoholeinfluss zu verzeichnen: Bei 105 Verkehrsunfällen hatte der Unfallverursacher zu viel getrunken, im Vorjahr waren es 81. 96 Unfälle waren auf eine zu hohe Geschwindigkeit zurückzuführen. Dies bedeutet einen massiven Rückgang im Vergleich zum Vorjahr als 227 gezählt wurde. Bei Überholmanövern kam es zu 33 Unfällen.

Wie bereits im Vorjahr ist die Zahl der verunfallten Fussgänger gesunken. 34 wurden bei Verkehrsunfällen verletzt, einer leider tödlich. 16 Mal ereigneten sich die Unfälle auf Fussgängerstreifen. 2010 verunfallten im Kanton Schwyz 39 Fussgänger, 17 auf Fussgängerstreifen.

Unfallorte

Die Verkehrsunfälle sind sowohl innerorts als auch ausserorts und auf den Autobahnen gesunken. Mit 131 Unfällen ist auf den Autobahnen der grösste Rückgang zu verzeichnen, 2010 ereigneten sich 28 Unfälle mehr. Ausserorts gingen die Unfälle um 25 auf 297 zurück, innerorts wurden mit 533 Unfällen 22 weniger registriert als im Jahr 2010. 55 Prozent der Verkehrsunfälle entfielen auf Hauptstrassen, 22 Prozent auf Nebenstrassen.

Zeitliche Verteilung der Unfälle

Im Schnitt ereigneten sich wie letztes Jahr pro Woche 18 polizeilich registrierte Verkehrsunfälle. In den Monaten Februar und März (je 64) ereigneten sich die wenigsten Unfälle, der August erwies sich als unfallträchtigster Monat (97). Auf die Unfallzeit bezogen verzeichnete die Kantonspolizei Schwyz zwischen 17 und 18 Uhr (72) sowie an Samstagen (156) die meisten Unfälle.

Präventionskampagnen

Mit dem Hauptaugenmerk auf übermässigen Alkoholkonsum und das Fahren unter Drogeneinfluss führte die Kantonspolizei während der Fasnacht 2011 und im Spätherbst gezielt Schwerpunktkontrollen durch. Im Rahmen des Tags des Lichts und in Kontrollen in Zusammenarbeit mit dem TCS wurde im Herbst der technische Zustand der Fahrzeuge kontrolliert.

Anlässlich der Unfallverhütungskampagne „Schulanfang“ sensibilisierte die Kantonspolizei Schwyz mit Präsenz und Plakaten die Verkehrsteilnehmer und wies auf verschiedene Gefahren hin. Zudem verteilten sie den Schulkindern gelbe „Schulanfang-Käppli“ und führten während des Schulbeginns im Bereich von Schulhäusern und Schulwegen Geschwindigkeitsmessungen durch.

Prävention im Bereich Verkehr und Gewalt

Die Verkehrsinstruktoren bildeten im vergangen Jahr 12’516 (10’853) Kindergärtner und Primarschüler im Verkehrsunterricht über das korrekte Verhalten im Strassenverkehr aus. Die kantonseigene Verkehrsgartenanlage wurde von 748 Schülern genutzt. Am jährlich stattfindenden Schülerradfahrertest, den die Lehrpersonen zusammen mit den örtlichen Veloclubs organisierten, nahmen 5’094 (4’086) Schüler teil. Einen weiteren Beitrag zur Sicherheit leisteten die Verkehrskontrollen an Fahrrädern und Motorfahrrädern durch die Verkehrsinstruktoren, bei denen 1'367 Zweiräder kontrolliert wurden. Für die Sicherheit auf dem Schulweg sorgten an 21 Schulorten 393 (409) Schülerpatrouilleure.

Die Präventionsarbeit umfasste auch Referate in der Oberstufe, an den Berufs- und Mittelschulen sowie an den Gymnasien. So wurden 5'466 Schüler mit den Themen Gewalt, Drogen, Alkohol und Gewalt konfrontiert.

Die Kantonspolizei klärte zudem 3’231 (2’771) Eltern an 35 Eltern-Abenden zu den Themen Internet und Handy, Fussgängerregeln sowie sicheres Radfahren auf.

Geschwindigkeitskontrolle / Ordnungsbussen

Bei allen Geschwindigkeitsmessungen – stationär, semistationär und fixe Anlagen – resultierten im Kanton Schwyz total 100’622 (85’836) Ordnungsbussen sowie 2’503 (1’751) Anzeigen an die jeweiligen Staatsanwaltschaften. Wegen Geschwindigkeitsüberschreitungen wurden Ordnungsbussen in der Höhe von Fr. 7'831'200 (Fr. 6'568’610) ausgestellt.

Der Anstieg bei den Bussen ist einerseits auf die Vereinfachung des konsequenten Einforderns von kleinen Bussen bei Ausländern zurückzuführen. Zudem sorgte die Schaffung von Eurokontos und die Möglichkeit, die Busse per Kreditkarte zu bezahlen, für eine verbesserte Zahlungsmoral im Ausland.

Im Rahmen der täglichen Tätigkeiten des Verkehrskontrolldienstes und der Patrouillen verzeichnete die Kantonspolizei insgesamt 19’783 (19’150) weitere Ordnungsbussen-Delikte im Betrag von Fr. 886’899 (Fr. 814’505).

Verkehrspolizeiliche Schwergewichte im Jahr 2012

Die Kantonspolizei Schwyz wird die erfolgreiche Präventionstätigkeit auch 2012 fortführen. Mit der Kampagne „Fit für die Strasse“ werden die Präventionsarbeiten im Bereich der Fahrfähigkeit fortgesetzt. Mit der Aktion „Schulanfang“ wird die Schulwegsicherheit weiterhin thematisiert, unterstützt von Verkehrs- und Geschwindigkeitskontrollen entlang der Schulwege. Die Aktion „Licht“ und die Überprüfung der Verkehrstauglichkeit der Fahrzeuge werden weitergeführt.