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Kanton Schwyz - Behörden - Sicherheit, Polizei - Kantonspolizei - Prävention - Kriminalstatistiken - 2002

Kriminalstatistik 2002

Markante Zunahme bei den Einbrüchen - Rückläufiger Trend bei den Sexualdelikten

Die Kriminalstatistik des Kantons Schwyz enthält die wichtigsten statistischen Angaben über die begangenen Delikte, welche unter das Strafgesetzbuch oder das Betäubungsmittelgesetz fallen, die Selbsttötungen sowie Angaben zu registrierten schweizerischen oder ausländischen Tatverdächtigen. Es sind mehrheitlich die Daten der letzten fünf Jahre, von 1998 bis 2002, aufgeführt. Der Aufbau entspricht den Ausgaben früherer Jahre.

Die Kriminalstatistik soll dazu dienen, Tendenzen zu erkennen und zu interpretieren. Den Behörden, der Wissenschaft und den Medien werden eine Fülle von Informationen vermittelt, die mitunter als Arbeits- und Entscheidgrundlage dienen mögen. Da jedoch der Polizei nicht alle Straftaten gemeldet werden, sind diese Dunkelziffern zu berücksichtigen, weshalb die Kriminalstatistik letztlich nur eine Annäherung an die Verbrechenswirklichkeit darstellt.

Die Jahresstatistik 2002 zeigt, dass die erfassten Delikte gegenüber dem Vorjahr stark angestiegen sind. Im Jahr 2002 wurden im Kanton Schwyz insgesamt 4579 Delikte gemäss Strafgesetzbuch und Betäubungsmittelgesetz erfasst, was gegenüber dem Vorjahr einer Zunahme von 679 (17.4 %) Straftaten entspricht. Damit wurde der höchste Stand ausgewiesener und erfasster Straftaten erreicht, seit Einführung der Kriminalstatistik.

Auffallend ist die starke Zunahme bei den Diebstählen um 504 (32.6 %) auf 2050, davon insbesondere bei den Ein- und Aufbrüchen um 264 (34.7 %) auf 1024. Die Zahl der Fahrzeugdiebstähle sinkt hingegen kontinuierlich weiter um 17.6 % auf 559 Delikte.

Die Delikte gegen Leib und Leben nahmen leicht zu (87 anstelle 82), hingegen ist ein starkes Ansteigen bei Vermögensdelikten wie Veruntreuung und Betrug von 66 auf 90 Delikte zu verzeichnen. In den letzten Jahren ist ein leichter Anstieg bei den Raubüberfällen zu beobachten, im Berichtsjahr von 10 auf 13 Delikte. Die Unzuchtsdelikte weisen eine sinkende Tendenz auf (von 43 auf 36), wogegen die Vergewaltigungen von 3 auf 7 zunahmen sowie im Bereich der Pornographie als Ausfluss der Aktion "GENESIS" ein markanter Anstieg auf 39 Fälle zu verzeichnen ist. Im Bereich der Sexualdelikte konnten 91 Täter ermittelt werden.

Die Gesamtzahl der ermittelten Straftäter stieg um 49.5% auf 984 (658). 202 Personen waren jünger als 18 Jahre. Dies entspricht einer Zunahme von 18.4 % auf 20.5 %. Die Ursache liegt in der immer höheren Gewaltbereitschaft auch jugendlicher Täter.

Die regionale Verteilung der Straftaten hat keine grosse Veränderung erfahren. Von allen im Jahre 2002 im Kanton Schwyz verübten Straftaten entfielen 46 % (42) auf die Sicherheitspolizeiregion Innerschwyz und 54 % (58) auf die Sicherheitspolizeiregion Ausserschwyz (Erklärung: die Sicherheitspolizeiregion Ausserschwyz umfasst die Bezirke March, Höfe und Einsiedeln sowie die vier Gemeinden Rothenthurm, Unteriberg, Oberiberg und Alpthal).

Das Schwergewicht in der Verbrechensbekämpfung für das Jahr 2003 liegt weiterhin in der Aufklärung von Brandstiftungen sowie von Ein- und Aufbrüchen und in der Vermögens- und Täterabschöpfung.