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Physische Gewalt

Die physische Gewalt kann sich sowohl gegen Menschen, Tiere als auch auf Gegenstände richten. Sie kann sowohl im häuslichen / privaten Bereich in Erscheinung treten, als auch in der Öffentlichkeit. Auch die Jugendgewalt ist ein häufiges Phänomen. Wenn Sie Zeuge oder Zeugin von Gewalt werden, handeln Sie wie folgt:

  • Achten Sie auf den Tathergang und die Täter.
  • Organisieren Sie Hilfe und rufen Sie die Polizei via Notruf 117.
  • Fordern Sie andere aktiv und direkt zur Mithilfe auf. Rasche Hilfe kann die Opfer vor Schlimmerem bewahren.
  • Kümmern Sie sich um das Opfer bis zum Eintreffen der Polizei. Opfer benötigen Hilfe und Zuwendung.
  • Stellen Sie sich als Zeuge zur Verfügung.

Denken Sie daran, jeder und jede kann einmal selbst auf beherzte Helfer und aussagebereite Zeuten angewiesen sein.

Jugend und Gewalt

Die Expertenmeinungen über die Ursachen von Gewalt unter Jugendlichen gehen auseinander. Die wichtigsten Einflussfaktoren sind aber der Wunsch nach sozialer Anerkennung, Gruppendruck, Hilflosigkeit bei schwierigen Gefühlen, geringe Frustrationstoleranz und Langeweile. Eltern und Erziehungsbereichtig sind daher auf verschiedenen Ebenen gefordert, um Jugendgewalt einzudämmen:

  • Erkundigen Sie sich bei Ihrem Kind regelmässig nach seinem Alltag.
  • Zeigen Sie Interesse an den Freundinnen und Freunden und am Freizeitverhalten Ihres Kindes.
  • Setzen Sie Grenzen, bestehen Sie auf gemeinsame Vereinbarungen und Regeln im Zusammenleben.
  • Achten Sie auf den Medienkonsum, das heisst auf die Zeit, die Ihr Kind vor dem Fernseher und im Internet verbringt.
  • Sprechen Sie regelmässig mit den Lehrpersonen Ihres Kindes.
  • Informieren Sie sich bei erzieherischen Schwierigkeiten über Angebote der Schulberatung und der Elternbildung.
  • Nutzen Sie Elternabende als Gelegenheit, um andere Eltern kennen zu lernen.
  • Hören Sie zu und unterstützen Sie Ihr Kind, wenn es von Gewalterfahrungen in der Schule, in der Freizeit, um Ausgang oder beim Sport erzählt.

Kinder und Jugendliche als Opfer von Gewalt

  • Gehen Sie darauf ein, wenn Ihr Kind von Gewalttaten erzählt, Andeutungen darüber macht oder sich anders verhält als sonst.
  • Reden Sie mit Ihrem Kind, hören Sie zu und behalten Sie einen kühlen Kopf, wenn sich Ihr Verdacht bestätigt.
  • Sich wehren heisst auch, nach fachlicher Beratung möglichst rasch eine Anzeige zu erstatten, damit das Unrecht bekannt wird und der oder die Täter belangt werden.
  • Erklären Sie Ihrem Kind, dass es aggressivem Verhalten auch aus dem Weg gehen kann, indem es auf Provokationen nicht reagiert, Beleidigungen nicht beantwortet und im Zweifelsfall davonläuft. Weglaufen ist nicht feige sondern Selbstschutz.

Vandalismus 

Vandalismus ist die blinde Zerstörungswut oder Zerstörungslust, die sich zumeist in Form von Sachbeschädigung äussert. Für Vandalismus kennt das Strafrecht keinen eigenen Straftatbestand. Vandalenakte können aber zahlreiche Straftatbestände des Strafgesetzbuchs (StGB) erfüllen.

Vandalismus nimmt stetig zu und ist nicht zu übersehen: Verunstaltete Hausfassaden oder aufgeschlitzte Sitzüberzüge in öffentlichen Verkehrsmitteln führen uns das immer wieder vor Augen. Die rasche Beseitigung von Graffiti oder die Reparatur von Beschädigungen demotivieren den Täter. Vandalenakte werden leider vornehmlich von Jugendlichen ausgeübt; oftmals aus Langeweile, Frustration oder Wut. Nicht selten erfolgen Sachbeschädigungen aus der Gruppe heraus. Unter dem Einfluss der Gruppe werden Kinder oder Jugendliche oft zu einem unkontrollierten kollektiven Verhalten gedrängt. Drogenkonsum und Alkohol verstärken diesen Effekt noch weiter. Selten sind sich die Kinder oder die Jugendlichen der straf- oder der zivilrechtlichen Konsequenzen bewusst.

Was tun gegen Vandalismus? 

  • Schauen Sie nicht weg, wenn Sie beobachten, dass jemand öffentliche Einrichtungen oder Privateigentum beschädigt.
  • Greifen Sie nie selbst ein! Gewalt gegen Sachen kann leicht auch zu Gewalt gegen Personen werden, zumal dann, wenn Alkohol im Spiel ist oder wenn eine Gruppe von Tätern auftritt.
  • Beobachten Sie das Geschehen genau und stellen Sie sich als Zeuge zur Verfügung.
  • Melden Sie Ihre Feststellungen sofort der Polizei über die Notrufnummer 117.
  • Fotografieren Sie eventuell mit dem Handy den Schaden und erstatten Sie sofort Strafanzeige.

Weitere Informationen

Weitere Informationen zum Thema Gewalt finden Sie im Polizeilichen Sicherheitsratgeber und in der Broschüre Jugend und Gewalt, die Sie kostenlos in Papierfom beziehen können, sowie auf den Homepages der Schweizerischen Kriminalprävention und der Fachstelle Gewaltberatung von Mann zu Mann.  

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