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Betrug im Internet

Der Betrug im Internet hat viele Gesichter, sei es der Versuch an vertrauliche Daten zu kommen, Leute mit vermeintlichen Gratisangeboten in Abonnemente zu locken oder falsche Gewinnversprechungen. Der beste Schutz - wie bei allen anderen Formen des Betrugs - ist ein gesundes Misstrauen gegenüber sehr gut klingenden Angeboten oder Anfragen, die persönliche Angaben verlangen.

Phishing

Unter Phishing (das Wort setzt sich aus den englischen Begriffen "password" und "fishing" zusammen) versteht man das Ausspionieren von Daten beziehungsweise Zugangsdaten für das Online-Banking, Kreditkarten und sonstigen Zahlungsdiensten wie zum Beispiel Paypal, Handelsplattformen wie Ebay oder Ricardo oder von Versandhäusern.

So können Sie sich schützen:

  • Geben Sie niemals vertrauliche Daten wie Passwörter oder Kreditkarten über einen Link oder ein Kontaktformular weiter. Seriöse Firmen fragen solche Daten niemals ab.
  • Klicken Sie niemals auf Links in E-Mails von angeblichen Instiutitionen, bei denen Sie ein Konto unterhalten.
  • Verwenden Sie zum Aufruf von Internet-Banking-Websites immer Ihre Lesezeichen, Bookmarks beziehungsweise Ihre Favoriten oder geben Sie die Internetadresse manuell ein.
  • Installieren Sie eine Phishing-Erkennungssoftware, bleiben Sie aber dennoch vorsichtig. Halten Sie Ihre Software wie zum Beispiel den Virenschutz stets aktuell.

Betrug bei Online-Auktionen

Die meisten Online-Auktionen laufen ohne Probleme ab. Leider haben Betrüger solche Plattformen auch für sich entdeckt. Es kommt vor, dass die ersteigerte Ware nie geliefert wird oder die Ware entspricht nicht dem, was der Verkäufer versprochen hat. Es kommt auch vor, dass sich Betrüger mit Ihrem Profil einloggen und mit Ihrer Identität unterwegs sind.

So können Sie sich schützen:

  • Ihr Account muss mit einem sicheren Passwort geschützt werden. Teilen Sie das Passwort niemandem mit. Mitarbeiter von Internetplattformen fragen Sie nie nach einem Passwort oder den persönlichen Daten.
  • Schützen Sie ihre Passwörter. Phishing-Mails sehen oft sehr vertrauenswürdig aus: Seien Sie bei Aufforderungen per E-Mail, vertrauliche Daten einzugeben misstrauisch, seriöse Unternehmen fragen niemals nach Logindaten.
  • Wählen Sie Ihren Verkäufer richtig. Informieren Sie sich über sein Bewertungsprofil und achten Sie darauf, ob gewerbliche Verkäufer Informationen zur Identität und zur Garantie abgeben.
  • Lesen Sie den Artikelbeschrieb genau durch und kontaktieren Sie den Verkäufer bei Unklarheiten.

Gratisdienstleistungen im Internet

Gratisdienstleistungen im Internet können Sie ganz schön teuer zu stehen kommen. Im Internet finden sich sehr viele vermeintlich kostenlose Dienstleistungen, die sich später als kostenpflichtig herausstellen. Oftmals werden diese kostenpflichtigen Dienstleistungen mit dem Bestätigen der Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) in Anspruch genommen. Betroffene merken dies oft erst dann, wenn die Rechnung im Briefkasten liegt.

So können Sie sich schützen:

  • Seien Sie bei Gratisdienstleistungen vorsichtig. Insbesondere wenn Sie zu deren Nutzung ein Nutzerprofil im Internet erstellen müssen. Lesen Sie in diesem Fall die AGB sehr genau durch.
  • Wenn Sie aufgrund eines täuschenden Angebots einen Abonnementsvertrag abgeschlossen haben, zahlen Sie die Aborechnung nicht. Erklären Sie dem Anbieter mit einem eingeschriebenen Brief sofort, dass die fragliche Webseite täuschend sei und der Vertrag deshalb angefochten werde. Dies hat dessen Ungültigkeit zur Folge. Weitere Korrespondenz seitens des Anbieters können Sie in der Folge ignorieren.
  • Denken Sie daran, dass minderjährige Kinder keine Verträge im Internet eingehen dürfen. Sie sind als erziehungsberechtigte Person nicht verpflichtet, für entsprechende Kosten aufzukommen.

Weitere Informationen finden Sie beim Staatssekretariat für Wirtschaft.

Gewinnversprechungen im Internet

Häufig werden E-Mails verschickt, die dem Empfänger vorgaukeln, er habe einen Gewinn erzielt. Damit der Gewinn aber übergeben werden könne, seien Bewilligungen zu erteilen oder Gebühren zu entrichten, die im Voraus bezahlt werden müssen. Die vermeintlichen Gewinner werden aufgefordert, diese Gebühren einzuzahlen, damit sie den um ein Vielfaches höheren Gewinn erhalten. Diese Gewinne oder Preise werden aber nie übergeben und die Gebühren nicht rückerstattet.

Rufen Sie diese Unternehmen an, enden Sie in einer Warteschlaufe oder werden in ein längeres Gespräch verwickelt. Für diese Anrufe werden hohe Gesprächskosten verrechnet, welche dem Unternehmen zu Gute kommen. Die fraglichen Unternehmen zahlen somit nicht nur die Gewinne nicht aus, sondern bereichern sich auch noch über die Reklamationsanrufe.

So können Sie sich schützen:

  • Löschen Sie Mails mit Gewinnversprechnungen, die eine Zahlung zur Auslösung des Gewinns vorsehen, sofort.
  • Seien Sie misstrauisch, wenn Sie eine Gewinnbenachrichtigung erhalten, Sie aber nicht an diesem Wettbewerb teilgenommen haben.
  • Leisten Sie keine Bevorschussungen von Gebühren, die aufgrund der Übergabe eines Gewinns entstehen.
  • Rufen Sie die Firma nicht an, wenn eine 09xy-Telefonnummer angegeben wird.

Weitere Informationen zum Thema Betrug

Weitere Informationen zum Thema Betrug können Sie unserer Seite Sicher online Einkaufen, dem Polizeilichen Sicherheitsratgeber, den Sie auch gratis in Papierform beziehen können, oder auf den Homepages des Schweizerischen Kriminalprävention und des Staatssekretariats für Wirtschaft entnehmen.

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