Direkt zum Inhalt springen

Acceskeys

Kanton Schwyz - Behörden - Vernehmlassungen - Medieninformation Teilrevision des Steuergesetzes

Medieninformation

Schwyz, 17. April 2008

Teilrevision des Steuergesetzes
Entwurf geht in die Vernehmlassung

(Stk/i) Der Regierungsrat hat das Finanzdepartement ermächtigt, den Entwurf für eine Teilrevision des Steuergesetzes in die Vernehmlassung zu schicken. Es handelt sich um die zweite grosse Teilrevision des Steuergesetzes vom 9. Februar 2000.

Seit Jahren nimmt der Kanton Schwyz im Gesamtindex der Steuerbelastung nach dem Kanton Zug den zweiten Platz ein. Diese gute Wettbewerbsstellung ist auf Grund der in den umliegenden Kantonen beschlossenen oder geplanten Steuersenkungen in letzter Zeit unter Druck geraten. Im Hinblick auf die Stärkung des Steuerstandorts sind wesentliche Neuerungen geplant.

Unternehmensstandort stärken

Die Gesetzesvorlage enthält die Nachführung von Bundesrecht, setzt die Unternehmenssteuerreform II um und fördert vor allem den Wohn- und Unternehmensstandort Kanton Schwyz. Die Vorlage soll dazu beitragen, Arbeitsplätze zu erhalten und neue durch Ansiedlung von Unternehmen zu schaffen. Die mit der Teilrevision geplante schweizweit und international äusserst attraktive Unternehmensbesteuerung ist nebst der zentralen Lage des Kantons und der Anbindung an die Wirtschaftsräume Zürich und Zug eine wichtige Grundvoraussetzung für den künftigen wirtschaftlichen Erfolg des Kantons Schwyz.

Einige gewichtige Neuerungen

Damit der Kanton als Unternehmensstandort in den Spitzenrängen bleibt, sind gewichtige Neuerungen geplant. Der Gewinnsteuersatz bei den juristischen Personen soll auf 2.25 Prozent gesenkt werden, dies unter Aufgabe des bisherigen Zweistufentarifs. Weiter soll die Gewinn- an die Kapitalsteuer angerechnet werden können. Für Vereine, Stiftungen und übrige juristische Personen wird die Freigrenze für den Gewinn auf 20 000 Franken und für das Kapital auf 200 000 Franken erhöht. Dadurch werden die Vereine im Ergebnis bis auf wenige Ausnahmen kantonal keine Steuern mehr zahlen. Für Personenunternehmen bringt die Vorlage vor allem Entlastungen in Übergangsphasen. Kleine und mittlere Unternehmen werden von Steuern befreit, die im falschen Moment anfallen.

Kleinere Einkommen entlasten

Bei den natürlichen Personen soll die kalte Progression ausgeglichen werden. Bis Ende 2009 dürfte sich der Landesindex der Konsumentenpreise gegenüber dem Stand vom 31. Dezember 2000 um 10 Prozent erhöht haben. Weil von 2001 bis 2008 auf breiter Front Steuerfusssenkungen erfolgten, die sich im kantonalen Durchschnitt auf 13.6 Prozent belaufen und durch welche die teuerungsbedingte Mehrbelastung grösstenteils bereits ausgeglichen worden ist, sieht die Vorlage eine reduzierte Anpassung bei Tarifen und Abzügen vor. Diese beträgt aber mindestens 5 Prozent. Weiter sollen die unteren und mittleren Einkommen durch den Kanton entlastet werden. Hiezu wird auf dem kantonalen Einkommenssteueranteil eine Sozialentlastung von 400 Franken pro Jahr gewährt. Ab einem steuerbaren Einkommen von 70 000 Franken reduziert sich die Sozialentlastung und läuft bei einem steuerbaren Einkommen von 80 000 Franken auf 0 Franken aus. Zusätzlich sollen für die Vermögensbesteuerung die Sozialabzüge erhöht werden.

Steuerausfälle sind verkraftbar

Die nun in die Vernehmlassung geschickte Teilrevision des Steuergesetzes soll auf den 1. Januar 2010 in Kraft treten. Sie wird insgesamt zu Ertragsausfällen beim Kanton, den Bezirken, Gemeinden und Kirchgemeinden von jährlich rund 100 Mio. Franken führen. Alleine dem Kanton entstehen Ertragsausfälle in der Höhe von 54 Mio. Franken pro Jahr. Aus Sicht des Regierungsrates sind die finanziellen Folgen für den Staatshaushalt, aber auch die Auswirkungen auf die Gemeinde- und Bezirkshaushalte tragbar. Weil das Eigenkapital die beabsichtigte Höhe der Schwankungsreserve von 300 Mio. Franken deutlich übersteigt, soll der Erlös aus den überschüssigen Goldreserven der Nationalbank zur Steigerung der Steuerattraktivität und somit zum Wohl der gesamten Bevölkerung eingesetzt werden.

Bezirke, Gemeinden, Parteien, Fach- und Wirtschaftsverbände sowie weitere interessierte Kreise können bis zum 4. Juli 2008 zur Teilrevision des Steuergesetzes Stellung nehmen.

Staatskanzlei des Kantons Schwyz
Information