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Kanton Schwyz - Behörden - Vernehmlassungen - Medieninformation Energiegesetz

Medieninformation

Schwyz, 6. Oktober 2008

Energiegesetz als Grundlage für kantonale Energiestrategie
Baudepartement eröffnet Vernehmlassung


(Stk/i) Der Regierungsrat hat das Baudepartement ermächtigt, den Entwurf des kantonalen Energiegesetzes in die Vernehmlassung zu senden. Dieses Gesetz löst die bisherigen Energiesparvorschriften auf Verordnungsstufe ab und schafft die Grundlage für eine konsequente Energiepolitik.

Die schweizerische Energiepolitik hat sowohl auf nationaler wie auf kantonaler Ebene stark an Bedeutung gewonnen. Trotz grosser Anstrengungen von Bund und Kantonen, den Energieverbrauch in der Schweiz zu stabilisieren, hat der Bedarf in den vergangenen Jahren weiter zugenommen.

Die bisherige kantonale Energiepolitik stützt sich auf das kantonale Planungs- und Baugesetz ab. Eine finanzielle Förderung von Massnahmen zur Reduktion des Energieverbrauchs war bisher jedoch nicht möglich. Mit dem neuen Energiegesetz schafft der Kanton Schwyz die wesentlichen Voraussetzungen für eine zukunftsgerichtete Energiepolitik. Diese Energiestrategie umfasst als wesentliche Schwerpunkte:

  • Senkung des Energiebedarfs durch Gebäudemodernisierung,
  • Optimierung des Benutzerverhaltens durch Bewusstseinsbildung,
  • Deckung des Restbedarfes mittels Nutzung von Abwärme und erneuerbarer Energien,
  • Vorbildfunktion von kantonalen Bauvorhaben.

Verpflichtungskredit von 20 Mio. Franken
Das Energiegesetz fördert mit einem Flächenbeitrag die umfassende Sanierung der Gebäudehülle von Wohn-, Gewerbe- und Dienstleistungsbauten, die vor 1990 erstellt wurden. Ferner soll mit einer einheitlichen Pauschale beim Wärmebezug der Wechsel von nicht erneuerbarer Energie auf erneuerbare Energie oder Abwärme gefördert werden. Neue Häuser dürfen künftig nur halb soviel Wärme verbrauchen wie bis anhin. Für grössere Neubauvorhaben der Kategorie „Nicht-Wohnbauten“ gelten zusätzliche Auflagen für den Bedarf an Elektrizität für Beleuchtung und lüftungstechnische Anlagen. Zur Finanzierung des Programms soll ein Verpflichtungskredit von 20 Mio. Franken zur Verfügung gestellt werden. Das Förderprogramm ermöglicht zudem, Globalbeiträge des Bundes zu beziehen.

Die neuen Vorschriften basieren auf den „Mustervorschriften der Kantone im Energiebereich“. Ziel dieser Mustervorschriften ist es, eine weitgehende Harmonisierung im Bau- und Energierecht herbeizuführen. Allein in der Deutschschweiz und im Tessin können beispielsweise in 17 Kantonen die gleichen Formulare für den Energienachweis verwendet werden.

Die Vernehmlassung zum kantonalen Energiegesetz dauert bis zum 19. Dezember 2008.

Staatskanzlei
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