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Kanton Schwyz - Behörden - Vernehmlassungen - Medieninformation Personalverordnung Lehrer

Medieninformation

Schwyz, 31. März 2011

Höhere Löhne und gezielte Entlastung für Klassenlehrpersonen
Attraktivität des Lehrerberufs im Kanton Schwyz soll gesteigert werden


(Stk/i) Der Schwyzer Regierungsrat gibt einen Entwurf zur Teilrevision der Personal- und Besoldungsverordnung für die Lehrpersonen an der Volksschule (PBVL) in die Vernehmlassung. Die Löhne der Kindergartenlehrpersonen sollen näher an das Niveau der Primarlehrer herangeführt, die Löhne der Primar- und Sekundarschullehrpersonen gestaffelt um drei Prozent erhöht werden. Für die Klassenführung verantwortliche Lehrpersonen sollen zudem eine Lektion Entlastung erhalten und die Klassengrössen moderat reduziert, resp. an die heutigen Verhältnisse angepasst werden. Mit diesen Massnahmen sollen die Volksschulen des Kantons Schwyz ihre Position im interkantonalen Wettbewerb um Lehrpersonen festigen können.

Seit der letzten Revision der PBVL im Jahre 2002 haben sich nicht nur die Ausbildungsgänge für Lehrpersonen sowie die schulischen Rahmenbedingungen verändert, sondern auch der Wettbewerb um Lehrpersonen hat sich verschärft. Zur Sicherstellung der Wettbewerbsfähigkeit auf dem Arbeitsmarkt für Lehrpersonen liess der Regierungsrat durch ein Projektteam, in welchem nebst Kadermitarbeitern aus der Verwaltung auch Vertreter der Gemeinden und Bezirke (vszgb), des Vereins Lehrerinnen und Lehrer Kanton Schwyz (LSZ) sowie der Vereinigung Schulleiterinnen und Schulleiter Schwyz (vslsz) vertreten waren, ein Revisionspaket ausarbeiten.

Diverse Massnahmen in unterschiedlicher Zuständigkeit
Im Bereich der öffentlichen Volksschule herrschen geteilte Verantwortlichkeiten und sind verschiedene Organe für die Entscheide zuständig. Im Rahmen des Projektauftrags wurden nebst den eigentlichen personalrechtlichen Bestimmungen in der Zuständigkeit des Kantonsrats auch die erweiterten Rahmenbedingungen für die Unterrichtstätigkeit der Lehrpersonen geprüft. Darunter fallen etwa die Richtgrössen für die Klassenzahlen (in der Zuständigkeit des Regierungsrates) oder die Bestimmungen bezüglich zeitlicher Ressourcen im Bereich der geleiteten Volksschule sowie der Sonderpädagogik (in der Zuständigkeit des Erziehungsrates). Da den Schulträgern auch aus diesen Massnahmen finanzielle Konsequenzen erwachsen, und damit die Massnahmen im Bereich PBVL in einen Gesamtkontext gestellt werden können, unterbreitet der Regierungsrat nun das gesamte Paket bis Ende Juni 2011 einer breiten Vernehmlassung.

Gestaffeltes Inkrafttreten ab Schuljahr 2012/13
Die Mehrheit der vorgeschlagenen Massnahmen soll bereits per Schuljahr 2012/13 in Kraft treten, die 3-prozentige Lohnerhöhung für Lehrpersonen der Primar- und Sekundarstufe soll gestaffelt über drei Jahre um je ein Prozent erfolgen. Insgesamt lösen die beantragten Massnahmen (vgl. dazu Vernehmlassungsvorlage in der Beilage) einen Mehraufwand im Umfang von knapp 11 Mio. Franken aus. Aufgrund des aktuellen Kostenteilers in der Volksschule entfallen davon 20 Prozent, resp. 2.2 Mio. Franken auf den Kanton, der Rest ist durch die Gemeinden und Bezirke in ihrer Funktion als Schulträger zu tragen. Auch wenn diese Mehrkosten in der kantonalen Finanzplanung bisher noch nicht eingerechnet sind, erachtet es der Regierungsrat als unabdingbar, dass der Kanton Schwyz seine Position im zunehmend härter werdenden Wettbewerb um qualifizierte Lehrpersonen stärken kann.

Selbstverständlich gilt dies auch für den Bereich der kantonalen Lehrpersonen der Sekundarstufe II. Der Regierungsrat hat daher ein weiteres Projektteam mit der Ausarbeitung einer Revision des Personal- und Besoldungsreglements für die Lehrkräfte an Mittel- und Berufsschulen (einer Vollzugsverordnung zur kantonalen Personal- und Besoldungsverordnung) beauftragt. Es ist vorgesehen, dass die Massnahmen aus dieser Revision zeitgleich mit denjenigen im Bereich der Volksschule umgesetzt werden können. 

Staatskanzlei
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