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Medieninformation

Schwyz, 20. Dezember 2007

Schutz von Biotopen, Pilzen und Pflanzen
Vernehmlassung zur Teilrevision der Biotopschutzverordnung


(Stk/i) Der Regierungsrat hat das Justizdepartement ermächtigt, den Entwurf für eine Teilrevision der Biotopschutzverordnung sowie für die Aufhebung der Verordnungen für Pilz- und Pflanzenschutz in die Vernehmlassung zu schicken.

Die kantonale Pilzschutzverordnung stammt aus dem Jahr 1977. Donnerstag, Freitag und Samstag sind Pilzschontage. Pro Person dürfen maximal zwei Kilogramm Pilze gesammelt werden, Morcheln maximal ein Kilogramm. Einer 2005 veröffentlichten Langzeitstudie der Eidgenössischen Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL) zufolge haben gesetzliche Einschränkungen wie Pilzschontage und Mengenbeschränkungen keine Auswirkungen auf die Artenvielfalt der Pilze. Der Kantonsrat hatte deshalb am 15. Februar 2006 ein Postulat erheblich erklärt, mit dem die Regierung eingeladen wird, eine Revisionsvorlage zur Pilzschutzverordnung auszuarbeiten. Der Regierungsrat will diesen Auftrag zusammen mit einer Teilrevision der Biotopschutzverordnung umsetzen.

Eckpunkte der Revision

Im Kanton Schwyz erhalten Landwirte für die Pflege von Naturschutzgebieten sowohl Ökobeiträge nach dem Landwirtschaftsrecht des Bundes als auch Naturschutzbeiträge nach dem kantonalen Biotopschutzrecht. Gemäss dem kantonalen Richtplan sind diese zwei Beitragsarten zu harmonisieren. Zudem muss die kantonale Biotopschutzverordnung an die Neugestaltung des Finanzausgleichs und der Aufgabenteilung zwischen Bund und Kantonen (NFA) angepasst werden.

Begründet mit den Ergebnissen der Langzeitstudie WSL wird die Pilzschutzverordnung aufgehoben, jedoch werden die weiterhin sinnvollen Bestimmungen neu in die Biotopschutzverordnung integriert. Beibehalten werden die bisherigen Mengenbeschränkungen, da sie gegen das gewerbsmässige Sammeln wirken. Die Pilzschontage sollen ersatzlos gestrichen werden.

Mit der aus dem Jahr 1965 stammenden Pflanzenschutzverordnung besteht ein weiterer altrechtlicher Erlass, welcher vor allem das Pflücken oder Ausreissen geschützter Pflanzenarten verbietet. In den modernen Naturschutzstrategien steht jedoch der Schutz von Lebensräumen im Vordergrund. Deshalb wird auch die Pflanzenschutzverordnung aufgehoben. Beibehalten und in die Biotopschutzverordnung integriert werden lediglich Schutzbestimmungen für seltene und bedrohte Pflanzenarten.

Staatskanzlei des Kantons Schwyz
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