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Medieninformation

Schwyz, 9. Juli 2009

Zugang zu Geodaten des Kantons wird erleichtert
Vernehmlassung zur kantonalen Verordnung über Geoinformation (KVGeoi)


(Stk/i) Die Bedeutung von Geodaten nimmt ständig zu. Die kantonale Verordnung über Geoinformation will deshalb den Zugang zu den Geodaten, wie der Bund, vereinfachen und die Standards vereinheitlichen. In Anlehnung an das Bundesrecht wird eine kantonale Geodateninfrastruktur aufgebaut.

 

Das am 1. Juli 2008 in Kraft getretene Geoinformationsgesetz des Bundes schafft verbindliche Standards für die Erfassung, die Modellierung und den Austausch von Geodaten des Bundesrechts. Die nun bis am 12. Oktober 2009 in die Vernehmlassung geschickte kantonale Verordnung über Geoinformation setzt die Bundesvorgaben um und schafft die rechtlichen Grundlagen für die Geodaten des Kantons. Gemäss den Vorgaben des Bundes soll sie bis spätestens am 1. Juli 2011 in Kraft treten.

Zentrale Planungsgrundlagen
Geodaten und Geoinformationen dienen den Behörden als Basis für Planungen und vielfältige Massnahmen; die Bevölkerung und die Wirtschaft benötigen sie für die Planung von Vorhaben und für den Abschluss von Rechtsgeschäften. Zu den bedeutendsten Geodaten zählen der Plan für das Grundbuch, der von der amtlichen Vermessung erstellt wird, sowie der Zonenplan. Geobasisdaten des kantonalen Rechts sind beispielsweise Brandschutzpläne, das kantonale Inventar geschützter und schützenswerter Bauten oder der Emissionskataster der Luft-Schadstoffbelastung. Damit der Austausch und die Nutzung dieser Daten über verschiedene Staatsebenen (Bund, Kanton, Bezirk, Gemeinde) hinweg sichergestellt werden können, werden in der Verordnung Vorgaben über die qualitativen und technischen Anforderungen erlassen. Diese Standards orientieren sich an den Bundesvorgaben.

Bedeutung nimmt ständig zu
Die politische, wirtschaftliche und rechtliche Bedeutung der Geoinformation nimmt ständig zu. Die kantonale Verordnung über Geoinformation schafft deshalb eine neue Geodateninfrastruktur, die den Zugang zu diesen mit grossem Aufwand erhobenen und verwalteten Daten erheblich verbessern wird. Die Benutzer profitieren dabei nicht allein vom vereinfachten Zugang. Studien rechnen gleichzeitig mit einem erheblichen volkswirtschaftlichen Nutzen aufgrund der einfacheren Abläufe und der insgesamt tieferen Kosten.

Amtliche Vermessung: Systemwechsel in der Nachführung
Die kantonale Verordnung über Geoinformation setzt auch die Forderungen der Einzelinitiative „Marktöffnung im Schwyzerischen Vermessungswesen“ um, die 2007 vom Kantonsrat erheblich erklärt wurde. Die Nachführungsarbeiten werden neu durch frei wählbare private Geometerinnen oder Geometer ausgeführt.

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