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Schwyz, 19. April 2012

Kampf gegen invasive Pflanzen- und Tierarten
Vernehmlassung zur kantonalen Verordnung zum Bundesgesetz über den Umweltschutz


(Stk/i) Invasive Pflanzen- und Tierarten, welche die einheimischen Arten verdrängen, sollen gezielt bekämpft werden. In der Pflicht stehen dabei die Grundeigentümer, da sie ihre eigenen Grundstücke am besten kennen. Mit dieser Zielsetzung wird die kantonale Verordnung zum Bundesgesetz über den Umweltschutz in die Vernehmlassung geschickt.

Invasive Organismen sind Pflanzen- und Tierarten oder andere Organismen (Pilze, Algen, Flechten), die bei uns die natürlich vorkommenden Arten verdrängen, da sie konkurrenzfähiger sind. Die Ausbreitung solcher Organismen führt zu einer Verarmung der Vielfalt an Pflanzen und Tieren, zum Verschwinden seltener Lebensräume, zu grösserer Erosionsanfälligkeit oder Schäden von Bauten und zu gesundheitlichen Risiken von Mensch und Tier. Zu den bekanntesten Pflanzen dieser Art gehören etwa der Riesenbärenklau und der Japanische Staudenknöterich.

Kanton vollzieht Bundesauftrag
Der Bund hat diese Problematik mit der auf den 1. Oktober 2010 in Kraft gesetzten Freisetzungsverordnung geregelt. Er verpflichtet darin die Kantone zur Anordnung von Bekämpfungsmassnahmen, wenn invasive Organismen auftreten. Der Kanton Schwyz kommt dieser Verpflichtung mit der Revision der kantonalen Verordnung zum Bundesgesetz über den Umweltschutz nach.

Grundeigentümer in der Pflicht
Die kantonale Vorlage sieht vor, die Pflicht zur Bekämpfung der invasiven Organismen direkt den Grundeigentümern zu übertragen. Sie kennen ihre Grundstücke am besten, verfügen über den notwendigen Zugang und erkennen in der Regel das Auftreten von solchen Pflanzen frühzeitig. Dadurch können die Bekämpfung und Entsorgung solcher Pflanzen am wirkungsvollsten angegangen werden. Müsste der Kanton die Bekämpfung selber ausführen, hätte das den Aufbau eines umfangreichen Kontrollapparates zur Folge. Der Kanton übernimmt bei der Bekämpfung aber eine koordinierende, überwachende und beratende Funktion.

Finanzielle Unterstützung möglich
Die Kosten der Bekämpfung hat in der Regel der Grundeigentümer zu tragen. Ausnahmen von dieser Regelung sind möglich, wenn grössere Bekämpfungsmassnahmen anfallen, die dem Grundeigentümer nicht zugemutet werden können. In diesen Fällen kann der Kanton den Grundeigentümer finanziell unterstützen, wenn sich die zuständige Gemeinde mindestens im gleichen Umfang beteiligt.

Die Vernehmlassung zur kantonalen Verordnung zum Bundesgesetz über den Umweltschutz dauert bis zum 20. Juli 2012.

Staatskanzlei
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