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Schwyz, 22. März 2010

Verpflichtungskredite für die Planung des ersten Abschnittes der Südumfahrung Küssnacht und Ausbau der Muotathalerstrasse, 1. Etappe Gibelhorn Variante offene Linienführung

Die Kommission Bauten, Strassen und Anlagen stimmte den Vorlagen zu

(KR/i) Die Kommission für Bauten, Strassen und Anlagen hat unter der Leitung ihres Präsidenten, Kantonsrat Karl Hefti, dem Kantonsrat einen Planungskredit für den ersten Abschnitt der Südumfahrung Küssnacht von 9.0 Mio. Franken sowie einen Verpflichtungskredit für die erste Etappe des Ausbaus der Muotathalerstrasse von 46.33 Mio. Franken für die Variante offene Linienführung zur Annahme überwiesen.

Südumfahrung Küssnacht, Abschnitt 1: Planungskredit
Für die Südumfahrung Küssnacht, Abschnitt 1, und die Verbindung Zuger-/Artherstrasse existieren je die Vorprojekte. Diese bilden die Grundlage für die kantonalen Nutzungsplanungen, welche in der Zeit vom 5. Februar bis 8. März 2010 öffentlich aufgelegt worden sind. Der Abschnitt 1 (Ebnet – Räbmatt) der Südumfahrung weist eine Länge von 1 250 Meter auf. Davon verlaufen 493 Meter in einem Tunnel. Die Länge der Verbindung Zuger-/Artherstrasse beträgt 290 Meter und führt vom Landikreisel zur Calendariakurve. Für diese beiden Strassenabschnitte ist mit Gesamtkosten von 99.3 Mio. Franken (Preisstand 2009, ± 20%) zu rechnen.

Bei der Verbindung Zuger-/Artherstrasse und dem Abschnitt 1 der Südumfahrung handelt es sich um eine Anpassung des übergeordneten Verkehrssystems, welches auch ohne den zweiten Abschnitt der Südumfahrung erfolgen kann. Unter der Voraussetzung, dass die Nutzungs­planungen ohne grosse Verzögerungen in Kraft gesetzt werden können sowie gegen die nachfolgenden Bauprojekte keine wesentlichen Einsprachen eingereicht werden, kann frühestens mit einem Baubeginn des ersten Abschnittes der Südumfahrung im Jahr 2014 gerechnet werden. Vorgängig ist geplant, die Verbindung der Zuger- mit der Artherstrasse zu bauen, damit der Knoten Ebnet entlastet werden kann.

Zur Erarbeitung der Bauprojekte wird dem Kantonsrat der Planungskredit von 9.0 Mio. Franken unterbreitet. In diesem Kredit ist ebenfalls ein Betrag von 1.9 Mio. Franken für vorsorglichen Landerwerb enthalten. Damit besteht die Möglichkeit, bereits während der Projektentwicklung Land zu erwerben.

Der Planungskredit von 9.0 Mio. Franken wurde von der Kommission ohne Gegenstimme gutgeheissen.

Ausbau Muotathalerstrasse, 1. Etappe Gibelhorn: Variante offene Linienführung
Am 22. April 2009 hat der Kantonsrat die Motion "Sichere Zufahrt ins Muotathal mittels Tunnel" erheblich erklärt. Entsprechend war das Baudepartement gehalten, zusätzlich zum Projekt mit einer offenen Linienführung um das Gibelhorn ein Projekt mit einem zweckmässigen Kurztunnel auszuarbeiten und die Resultate dem Kantonsrat gegenüberzustellen. Die beiden Projekte liegen nun vor. Während bei der Tunnelvariante 64.86 Mio. Franken veranschlagt werden, ist die offene Linienführung mit 46.33 Mio. Franken rund 18.5 Mio. Franken günstiger.

Ein Variantenvergleich auf der Basis einer Kosten-/Nutzenanalyse zeigt, dass die offene Linienführung nicht nur bei den finanziellen, sondern auch bei praktisch allen anderen Belangen besser abschneidet als die Tunnelvariante. Die Ursache dieser Beurteilung liegt darin, dass der Tunnel den Bereich mit der geringsten Steinschlaggefahr umfährt.

Die Muotathalerstrasse weist heute einen täglichen Verkehr von 5 200 Fahrzeugen auf. Der Lastwagenanteil beträgt 5%, der Anteil des Langsamverkehrs liegt bei 2%. Die Fahrbahnbreiten betragen in den Geraden 2 x 3.00 Meter mit einer zusätzlichen Kurvenverbreiterung von bis zu 1.80 Meter. Richtung Muotathal ist ein Radstreifen von 1.50 Meter angeordnet. Mit dem bergseitigen Bankett von 1.00 Meter Breite weist der Gesamtquerschnitt somit beispielsweise in der Gibelhornkurve eine lichte Weite von total 10.30 Meter auf. Ein normgemässes Kreuzen von zwei Sattelschleppern oder von zwei Personenwagen und einem Radfahrer ist auf der gesamten Ausbaustrecke gewährleistet.

Die erforderlichen Verbesserungen zum Schutz vor Naturgefahren, die Verbesserung der Verkehrssicherheit und ein zeitgemässer Ausbaustandard können mit der kostengünstigeren Variante ebenso gut erreicht werden.

Der Verpflichtungskredit von 46.33 Mio. Franken für die offene Linienführung wurde von der Kommission ohne Gegenstimme gutgeheissen.

Kantonsrat
Die vorberatende Kommission