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Schwyz, 12. April 2012

Hochschulverordnung: Rechtsgrundlage für die Pädagogische Hochschule Schwyz

Die kantonsrätliche Kommission stimmt der Verordnung zu

(KR/i) Die kantonsrätliche Spezialkommission stimmte nach einer ganztägigen Sitzung einstimmig (mit einer Enthaltung) der Verordnung über die Hochschulen zu und überwies die Vorlage an das Parlament. Die Kommission legt Wert darauf, dass an der künftigen PH Schwyz Lehrpersonen mit einer breiten Lehrbefähigung ausgebildet werden.

Die kantonsrätliche Kommission unter dem Vorsitz von Kantonsrat Dr. Martin Michel, Lachen, nahm am 8. März 2012 die Prüfung der Vorlage zielgerichtet in Angriff und erörterte eingehend die einzigartige Aufgabe der Beratung einer Hochschulverordnung. Für alle vier Parteien war das Eintreten auf die Vorlage unbestritten. Die Kommission attestierte dem Regierungsrat, etliche Anliegen der Vernehmlassung aufgenommen zu haben und hiess die Vorlage im Grundsatz gut. Besonders überzeugten die formale Struktur der Verordnung - mit einem allgemeinem Teil für die Hochschulen und einem besonderen Teil für die Pädagogische Hochschule Schwyz (PHSZ) - wie auch die Ausgestaltung der Organisation der PHSZ. Zwei Änderungsanträge fanden die Zustimmung der Kommission, weitere vier verblieben als Minderheitsanträge zuhanden des Kantonsrats. Nach eingehender Diskussion beantragt die Kommission dem Kantonsrat, die Vorlage mit zwei Änderungen anzunehmen.

Ausbildung mit breiter Lehrbefähigung
Die Kommission nahm den Entwurf des Ausbildungskonzepts, welcher durch die Rektorin, Prof. Dr. Barbara Seidemann, in den Eckwerten vorgestellt wurde, zustimmend zur Kenntnis. Die Mitglieder der Kommission fordern unmissverständlich eine Lehrpersonenausbildung mit einer breiten Lehrbefähigung, mit dem notwendigen Rüstzeug für die vielfältigen Aufgaben bei der Klassenführung. Dieser Grundsatz soll in der Verordnung deutlich zum Ausdruck gebracht werden.  

Zusammenarbeit mit anderen Institutionen als zwingende Voraussetzung
Die Kommission misst der Zusammenarbeit der künftigen Pädagogischen Hochschule mit anderen Institutionen eine hohe Bedeutung zu; hier wird eine zwingendere Bestimmung in der Verordnung gefordert. Gleichzeitig hält es die Kommission für wichtig, dass die Ausbildungsgänge den Anerkennungsrichtlinien der EDK entsprechen, so dass eine gesamtschweizerische Anerkennung garantiert ist.    

Rahmenbedingungen
Das strategische Organ auf der Ebene der Hochschule bildet der Hochschulrat. Über dessen Präsidium und Zusammensetzung drifteten die Vorstellungen in der Kommission auseinander. Die Frage, ob der Vorsteher des Bildungsdepartements (so ist es in der Vorlage vorgesehen) oder eine externe Person das Präsidium dieses Gremiums übernehmen soll, wurde kontrovers diskutiert. Unterschiedliche Ansichten bestehen ferner in der Frage, ob – wie in der Verordnung vorgesehen – der Kanton der Schule die bauliche Infrastruktur und die Grundstücke zur Verfügung stellt oder ob die PHSZ dem Kanton dafür eine Miete zu zahlen hat. Eine Minderheit äusserte sich zudem gegen die Einführung einer Schwankungsreserve. Es ist vorgesehen, dass das Geschäft in der Mai-Session im Kantonsrat beraten wird.   

Kantonsrat
Die vorberatende Kommission