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Schwyz, 3. Mai 2012

Kommission will den Schulträgern der Sek I Modellwahl belassen

Ergebnisse der vorberatenden Kommission zur Teilrevision Verordnung über die Volksschule

(BiD/i) Die vorberatende Kommission des Kantonsrats hat unter der Leitung von KR Adrian Oberlin, Wangen, die Teilrevision der Volksschulverordnung beraten. Dabei ist sie mehrheitlich den Anträgen des Regierungsrates gefolgt, will jedoch die Bezirke als Schulträger der Sekundarstufe I nicht auf das einheitliche KOS-Modell verpflichten. Mit knapper Mehrheit spricht sich die Kommission dafür aus, im Bereich Sonderschulfinanzierung die Schulträger künftig zu 50 Prozent an den Kosten zu beteiligen.

Die vorberatende kantonsrätliche Kommission hat an ihrer Sitzung vom 23. April 2012 unter der Leitung von KR Adrian Oberlin, Wangen, Bericht und Vorlage zur Teilrevision der Verordnung über die Volksschulen (RRB Nr. 383/2012) behandelt. Sowohl in der Eintretensdebatte wie auch in der Detailberatung wurden Bericht und Vorlage ausführlich diskutiert.

Kommission unterstützt Mehrheit der Revisionspunkte
Die Kommission spricht sich mehrheitlich für eine Unterstützung der Revisionsziele aus. Deutlich fällt diese bei den Bestimmungen bezüglich Datenschutz sowie bei weiteren begrifflichen und organisatorischen Anpassungen aus. Auch die Forderung, die Gemeinden zu einem Angebotsobligatorium eines Zweijahres-Kindergartens zu verpflichten (bei welchem für die Kinder unverändert nur der Besuch eines Jahres obligatorisch bleibt), wird von einer deutlichen Mehrheit der Kommission gestützt.
Nur eine knappe Mehrheit der Kommission spricht sich hingegen für eine Neuregelung der Finanzierung der Sonderschulung aus. Damit sollen sich die Gemeinden und Bezirke neu zu 50% an den Kosten der Sonderschulung beteiligen; ein Anliegen, dass seit der Neuverteilung der Aufgaben und Finanzen zwischen Bund und Kantonen (NFA) immer wieder in Aussicht gestellt und nun anlässlich des regierungsrätlichen Massnahmenplans 2011 umgesetzt werden soll.

Flächendeckendes KOS-Modell wird abgelehnt
Einzig in einem Punkt folgt die Kommission den Anträgen des Regierungsrates nicht. Sie will die Bezirke nicht dazu verpflichten, auf der Sekundarstufe I einheitlich auf das KOS-Modell umzuschwenken. Die pädagogischen Vorteile dieses Modells sind für die Kommission zu wenig ausgewiesen, um die damit verbundenen Mehrkosten zu rechtfertigen. Zudem soll nicht ein neues Modell gegen den Widerstand der Schulträger und der Basis eingeführt werden. Die Kommission schlägt daher vor, bei der bisherigen Fassung zu bleiben und den Schulträgern weiterhin die Wahl zwischen dem dreiteiligen Modell (Sekundar-, Real- und Werkschule) und der kooperativen Sekundarschule KOS mit Stammklassen und zusätzlichen Niveaufächern zu belassen.

Vorberatende Kommission VSV