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Opferhilfe

Das Opferhilfegesetz (OHG; SR 312.5) soll den Betroffenen wirksam Hilfe leisten und ihre Rechtsstellung im Strafverfahren verbessern. Die Opferberatungsstelle und die Opferhilfestelle befassen sich ausschliesslich mit der Hilfeleistung an Opfer von Gewalttaten oder Unfällen und an seine Angehörigen. 

Opferberatungsstelle des Kantons Schwyz

Die Opferberatungsstelle in Goldau ist die zentrale Anlaufstelle im Kanton Schwyz für Opfer im Sinne des Opferhilfegesetzes (OHG) und deren Angehörige oder Vertrauenspersonen. Sie finden dort in einer schwierigen Situation Unterstützung, Beratung und Begleitung durch ein Team von ausgewiesenen Fachleuten. Die Beratung ist vertraulich und kostenlos. Sie steht jedem Opfer einer Gewalttat oder eines Unfalls zu, unabhängig davon, ob es Strafanzeige einreicht, ein Strafverfahren eröffnet wurde oder ob der Täter oder die Täterin bekannt ist. Einzige Voraussetzung ist das Vorliegen einer vorsätzlich oder fahrlässig begangenen Straftat im Sinne des Schweizerischen Strafgesetzbuches (StGB). Die Opferberatungsstelle hilft Ihnen auch gerne bei der Geltendmachung von Entschädigung, Genugtuung und Vorschuss:

Opferberatungsstelle des Kantons Schwyz
Gotthardstrasse 25
Postfach 434
6410 Goldau
Tel. 0848 821 282
Fax 041 857 07 43
www.arth-online.ch/opferhilfe

Kantonale Opferhilfe

Die kantonale Opferhilfestelle ist neben der Opferberatungsstelle in Goldau für die Umsetzung des Opferhilfegesetzes im Kanton Schwyz zuständig. Zu ihren Hauptaufgaben gehört die Beurteilung von Gesuchen um finanzielle Hilfe. Diese Hilfe ist aufgeteilt in

  • Soforthilfe und längerfristige Hilfe (Art. 13 OHG)
  • Entschädigung und Genugtuung (Art. 19 ff. OHG)

Soforthilfe dient dazu, die aus einer Straftat entstandenen dringendsten Bedürfnisse der betroffenen Person abzudecken. In Frage kommen hier Kosten für eine Notunterkunft, Haushalts- oder Betreuungshilfe, medizinische und therapeutische sowie die Hilfe eines Anwalts. Gemäss Leitfaden Opferhilfe des Kantons Schwyz kann die Opferberatungsstelle in Goldau in jedem einzelnen Fall Soforthilfe bis zu einem Betrag von Fr. 5000.00 schnell und unbürokratisch leisten.

Benötigt die betroffene Person weitergehende Hilfe wird diese Hilfe so lange gewährt, bis sich der gesundheitliche Zustand der betroffenen Person stabilisiert hat oder bis die übrigen Folgen der Straftat wenn möglich beseitigt oder ausgeglichen sind. Die Gewährung und Bezahlung solcher sogenannten längerfristigen Hilfe setzt eine Prüfung der finanziellen Leistungsfähigkeit des Opfers voraus, unter Umständen werden diese Kosten nur anteilsmässig übernommen (Art. 6 und 16 OHG, Art. 1 ff. OHV).

Die Entschädigung soll im Gegensatz zur längerfristigen Hilfe endgültige, nicht mehr besserungsfähige gesundheitliche und finanzielle Schäden der betroffenen Person vergüten. Hier kommen im Wesentlichen der Lohnausfall, Heilbehandlungs- und Krankenhauskosten sowie die Kosten für allfällige Hilfe im Haushalt in Frage. Entschädigt werden nur die bei der betroffenen Person tatsächlich angefallenen Kosten.

Die Genugtuung ist eine staatliche Hilfeleistung an die betroffene Person und bringt zum Ausdruck, dass die staatliche Gemeinschaft die schwierige Situation des Opfers oder seiner Angehörigen anerkennt. Deshalb ist die Genugtuung für Opfer und Angehörige vorbehalten, welche durch die Straftat oder den Unfall schwer beeinträchtigt wurden. Der Anspruch auf Genugtuung besteht unabhängig von den finanziellen Verhältnissen der betroffenen Person.

Gesuche um Entschädigung und Genugtuung müssen innert fünf Jahren seit der Straftat (dies gilt für Straftaten ab 1. Januar 2007) eingereicht werden, ansonsten verwirken die Ansprüche. Ein entsprechendes Gesuch kann auch direkt dem Amt für Gesundheit und Soziales eingereicht werden (die entsprechenden Formulare können sie hier herunterladen).

Amt für Gesundheit und Soziales
Kollegiumstrasse 28
Postfach 2161
6431 Schwyz

Tel. 041 819 16 65
Fax 041 819 20 49 


Gesetze, Richtlinien

Gesetze

Richtlinien 

Dokumente

Formulare

Merkblätter

  • Merkblatt zum Opferhilfegesetz (PDF, max. 1.03 MB):
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