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Sozialhilfe

Zweck und Grundlagen der Sozialhilfe

Wer in Not gerät und nicht in der Lage ist, für sich zu sorgen, hat Anspruch auf Hilfe und Betreuung und auf die Mittel, die für ein menschenwürdiges Dasein unerlässlich sind (Art. 12 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft).

Die öffentliche Sozialhilfe ist grundsätzlich Sache der Kantone. Somit hat jeder Kanton eine eigene Sozialhilfegesetzgebung geschaffen. Der Bund regelt lediglich die Zuständigkeit und Verfahrensfragen zwischen den Kantonen (ZUG). Im Kanton Schwyz sind die Gemeinden (Fürsorgebehörden) für die Sozialhilfe zuständig.

Die Sozialhilfe umfasst die persönliche Hilfe (Sozialberatung) und die wirtschaftliche Hilfe (Sach-, Geldleistung). Sie wird daher als Kombination aus sozialem Fachbeistand und Existenzsicherung verstanden. Massgebend für die Sozialhilfe sind das Gesetz über die öffentliche Sozialhilfe (ShG), die Vollziehungsverordnung zum Gesetz über die Sozialhilfe (ShV), das Handbuch zur Sozialhilfe des Kantons Schwyz sowie die Richtlinien der Schweizerischen Konferenz für Sozialhilfe (SKOS).

Anspruch auf Sozialhilfe

Persönliche Hilfe (Betreuung und Beratung)

Wer in einer persönlichen Notlage der Hilfe bedarf, hat Anspruch auf unentgeltliche Beratung und persönliche Unterstützung. Zum Leistungsspektrum der persönlichen Sozialhilfe gehören beispielsweise die Besprechung der Situation und das Aufzeigen von Lösungsmöglichkeiten, die Information über soziale Leistungen und Angebote sowie über rechtliche Ansprüche, die Budgetberatung, die Hilfe bei der Geltendmachung von Rechtsansprüchen und die berufliche und soziale Integration. 

Wirtschaftliche Hilfe (Sach- und Geldleistungen)

Wer für seinen Lebensunterhalt und den seiner Familienangehörigen nicht hinreichend oder rechtzeitig aus eigenen Mitteln aufkommen kann, hat Anspruch auf wirtschaftliche Hilfe (§ 15 ShG). Die wirtschaftliche Hilfe erstreckt sich auf die Gewährung des notwendigen Lebensunterhaltes im Sinne eines sozialen Existenzminimums – der Grundbedarf, die Wohnkosten sowie die Kosten für die medizinische Grundversorgung.

Wenn Sie wirtschaftliche oder persönliche Hilfe benötigen, wenden Sie sich rechtzeitig an den Sozialdienst der Wohnsitzgemeinde. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Sozialdienste informieren Sie über Ihre Rechte und Pflichten (siehe auch Merkblatt zu Rechten und Pflichten).

Ablauf der Gesuchstellung um wirtschaftliche Hilfe

Sofern Sie sich in einer finanziellen Notlage befinden und Sie sich zum Bezug von Sozialhilfe anmelden wollen, benötigt die Sozialhilfe verschiedene Unterlagen. Grundlage für die Beurteilung eines Sozialhilfeanspruchs bildet das von Ihnen ausgefüllte Unterstützungsgesuch. Die Sozialdienste haben dafür unterschiedliche Formulare, welche Sie vorgängig beim Sozialdienst Ihrer Wohnsitzgemeinde anfordern können. Eine Checkliste gibt Ihnen Auskunft über weitere Unterlagen, die bei der Neuanmeldung verlangt werden. (Siehe dazu unter Dokumente auf dieser Seite).

  1. Formular „Unterstützungsgesuch“ beim Sozialdienst Ihrer Wohnsitzgemeinde anfordern und evtl. bereits einen Termin für Erstgespräch vereinbaren. 
  2. Ausfüllen des Unterstützungsgesuchs.
  3. Nach Terminvereinbarung Abklärungsgespräch auf dem Sozialdienst der Gemeinde, wo Sie auch Informationen über die Sozialhilfe (SKOS-Richtlinien) erhalten.
  4. Das Unterstützungsgesuch wird von der Fürsorgebehörde behandelt. Der Entscheid wird in Form einer Verfügung erlassen.
  5. Gegen die Verfügung der Fürsorgebehörde können Sie innerhalb einer 20-tägigen Frist Beschwerde beim Regierungsrat erheben.

Beschwerden

Eine Beschwerde ist in schriftlicher Form und mit kurzer Begründung an folgende Adresse einzureichen:

Regierungsrat Kanton Schwyz
Postfach 1260
6431 Schwyz

Dem Amt für Gesundheit und Soziales obliegen:

Aufsicht über die öffentliche Sozialhilfe der Gemeinden und der kantonalen Spezialdienste

  1. Koordination von öffentlicher und privater Sozialhilfe auf kantonaler Ebene
  2. Vermittlung des Schriftenverkehrs zwischen den kommunalen Fürsorgebehörden und den ausserkantonalen und ausländischen Fürsorgebehörden
  3. geeignete Hilfe bei der Vollstreckung der Unterhaltspflicht (Art. 290 ZGB), sofern hiefür nicht eine andere Instanz als zuständig erklärt wird
  4. Förderung der Aus- und Weiterbildung der in der Sozialhilfe tätigen Personen. Allgemeine Auskunft über Themen der Sozialhilfe.

 


 

Gesetze, Richtlinien

Dokumente

Merkblätter und Broschüren

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Arabisch Portugiesisch Serbisch Tigrinya Türkisch

Notfallhilfe

Formulare

Links

 


Rettungsring als Symbol für die Sozialhilfe

   Amt für Gesundheit
   und Soziales
   Kollegiumstrasse 28
   Postfach 2161
   6431 Schwyz

   Tel. 041 819 16 65
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