Direkt zum Inhalt springen

Acceskeys

Kanton Schwyz - Behörden - Staatskanzlei, Departemente - Volkswirtschaftsdepartement - Amt für Arbeit - Gewerbeaufsicht - Risikoaktivitäten

Bergführerwesen und weitere Risikoaktivitäten

Rechtsgrundlagen (RiskG und RiskV)

Am 1. Januar 2014 treten das Bundesgesetz über das Bergführerwesen und Anbieten weiterer Risikoaktivitäten (RiskG, SR 935.91) vom 17. Dezember 2013 sowie die Verordnung über das Bergführerwesen und Anbieten weiterer Risikoaktivitäten (RiskV, SR 935.911) vom 30. November 2013 in Kraft. Die neuen Erlasse bezwecken eine Verbesserung des Schutzes der körperlichen Unversehrtheit der Konsumentinnen und Konsumenten. Wer eine dem RiskG unterstellte Aktivität anbietet, muss die Massnahmen treffen, die nach der Erfahrung erforderlich, nach dem Stand der Technik möglich und nach den gegebenen Verhältnissen angemessen sind, damit Leben und Gesundheit der Teilnehmenden nicht gefährdet werden (Art. 2 Abs. 1 RiskG). Art. 2 Abs. 2 RiskG enthält eine nicht abschliessende („insbesondere“) Auflistung einiger konkreter Sorgfaltspflichten.

Bewilligungspflicht

Wer gewerbsmässig Risikoaktivitäten in gebirgigem oder felsigem Gelände in Bach- oder Flussgebieten anbietet, wo:
a.    Absturz- oder Abrutschgefahr oder ein erhöhtes Risiko durch anschwellende Wassermassen, Stein- und Eisschlag oder Lawinen besteht, und 
b.    zur Begehung besondere Kenntnisse oder besondere Sicherheitsvorkehren erforderlich sind, 
benötigt eine Bewilligung (Art. 1 Abs. 1 und Art. 3 RiskG).

Risikoaktivitäten

Bewilligungspflichtige_Aktivitäten  [PDF, 53.0 KB] (Art. 1 Abs. 2 und 3 RiskG sowie Art. 1 und 3 RiskV)

Gewerbsmässigkeit

Gewerbsmässig handelt, wer auf dem Gebiet der Schweizerischen Eidgenossenschaft mit den bewilligungspflichtigen Aktivitäten gemäss Art. 3 Abs. 1 RiskV ein Haupt- oder Nebeneinkommen von mehr als Fr. 2‘300.-- pro Jahr erzielt (Art. 2 RiskV). Nicht gewerbsmässig handelt, wer seine Aktivität im Rahmen einer Vereinsveranstaltung anbietet. Sofern Vereine nicht gewinnorientiert sind und die angebotenen Aktivitäten lediglich für Mitglieder zugänglich sind, wird kein Einkommen im Sinne des RiskG erwirtschaftet. Als nicht gewerbsmässig gelten namentlich auch Aktivitäten, die unter dem Förderprogramm Jugend +Sport stattfinden.

Bewilligungsbehörde

Die Bewilligungserteilung erfolgt durch die zuständige kantonale Behörde am Wohnsitz oder Sitz des Bewerbers oder der Bewerberin (Art. 7 Abs. 1 RiskG). Im Kanton Schwyz ist dies das Amt für Arbeit, Gewerbeaufsicht. Hat eine Person ihren Wohnsitz oder Sitz im Ausland, so hat sie das Gesuch bei der kantonalen Behörde am Ort ihrer hauptsächlichen Tätigkeit einzureichen (Art. 14 Abs. 1 RiskV).

Gerne stehen wir Ihnen für weitere Auskünfte zur Verfügung. Zusätzliche Informationen finden Sie auch auf der Website des Bundesamtes für Sport (BASPO), auf welcher auch das schweizweite Bewilligungsverzeichnis zu finden ist.  

Kontaktdaten

Amt für Arbeit
Gewerbeaufsicht
Lückenstrasse 8
Postfach 1181
6431 Schwyz 

Tel.  041 819 21 15 / 041 819 16 30     
Fax. 041 819 16 29

Gesuch

Der raschen Verfahrensabwicklung dienen die unten stehenden Gesuchsformulare. Die einzureichenden Unterlagen sind darin aufgeführt.

Gesuch für zertifizierte Anbieter [PDF, 682 KB]

Gesuch für Personen mit Fachausweis  [PDF, 534 KB]

Zertifizierung von Betrieben

Die Grundlage für die Bewilligung ist die Zertifizierung gestützt auf ein Sicherheitsmanagement. Das Eidgenössische Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) hat gemäss Art. 25 Abs. 2 RiskV die

Schweizerische Vereinigung für Qualitäts-

und Management-Systeme (SQS)

Bernstrasse 103

3052 Zollikofen

Luigi Arigoni

Lead Auditor

+41 58 710 33 14

E-mail: luigi.arigoni@sqs.ch

als Stelle bezeichnet, die im Bereich Risikoaktivitätengesetzgebung zertifizieren kann. Das VBS wird gegebenenfalls auch weitere Zertifizierungsstellen bezeichnen, wenn es diese als geeignet erachtet.  

Ausländische Gesuchsteller

Für Dienstleistungserbringer aus den EU/EFTA-Staaten, die weniger als 90 Tage in der Schweiz arbeiten, gilt zudem das Meldeverfahren.
Fragen zum Meldeverfahren beantwortet das Amt für Arbeit, Arbeitsmarkt, Tel. 041 819 16 26. 

Für einen Aufenthalt von mehr als 90 Tagen sowie für alle Drittstaatsangehörigen ist ausserdem eine ausländerrechtliche Aufenthaltsbewilligung erforderlich. Weitere Informationen sind der Website des Amtes für Migration im Kanton Schwyz zu entnehmen, das auch für Auskünfte zur Verfügung steht. 

Anerkennung ausländischer Diplome (EU/EFTA)

Die Diplomanerkennung fällt unter das Personenfreizügigkeitsabkommen. Anhang III dieses Abkommens regelt die Anerkennung der Berufsqualifikation und verweist auf die Richtlinie 2005/36/EG. Dienstleistungerbringerinnen und –erbringer müssen dem Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) vor der Aufnahme ihrer beruflichen Tätigkeit in der Schweiz Meldung erstatten. Unterschieden wird zwischen dem Anerkennungsverfahren bei Niederlassung (dauernder Aufenthalt in der Schweiz) und dem Meldeverfahren für Dienstleistungserbringende (max. 90 Arbeitstage pro Jahr). Für weitere Fragen wenden Sie sich an das Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI).

Naturschutzgebiete und Schutzzonen im Kanton Schwyz

Im Kanton Schwyz gibt es neun kantonale Naturschutzgebiete mit allgemeinverbindlichen Zugangsbeschränkungen. Diese Zugangsbeschränkungen sind aus den Schutzverordnungen und Schutzplänen ersichtlich.

Zugangsbeschränkungen bestehen ausserdem in den eidgenössischen Jagdbanngebieten Mythen und Silbern-Jägern-Bödmerenwald (Verordnung über die eidgenössischen Jagdbanngebiete,VEJ). Die Perimeter der Jagdbanngebiete sind im WebMap des Kantons Schwyz ersichtlich (Rubrik Umwelt - Artenmanagement Natur und Landschaft - Bundesinventare). Ebenso können darin die Perimeter diverser Schutzobjekte von nationaler Bedeutung abgerufen werden.  

Für weitere Auskünfte steht Ihnen das Amt für Natur, Jagd und Fischerei zur Verfügung.