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Kanton Schwyz - Behörden - Staatskanzlei, Departemente - Sicherheitsdepartement - Kantonspolizei - Prävention - Verkehrsunfallstatistiken - 2001

Verkehrsunfallstatistik 2001

Unfallzahlen leicht angestiegen aber weniger Verletzte

Im vergangenen Jahr verloren bei Unfällen auf schwyzerischen Strassen acht (7) Menschen das Leben. Dabei sind, wie letztmals 1997, keine Kleinkinder, Schüler oder Jugendliche bis 17 Jahren bei Unfällen getötet worden. 78 Personen (76) zogen sich durch die Verkehrsunfälle schwere und 427 (434) leichte Verletzungen zu. Die Gesamtzahl der Verkehrsunfälle nahm um 74 oder 6 % auf 1311 (1237) zu. 18.8 % (14.9 %) der Unfälle sind auf zu schnelles Fahren 246 (184) und auf die Missachtung des Vortrittsrechtes 247 (212) zurückzuführen. Bei 130 (107) Unfällen (+21.5 %) waren Alkohol, Drogen oder Medikamente ursächlich. Die Unfälle innerorts nahmen um 7.8 % auf total 707 (656) und ausserorts um 3.9 % auf 604 (581) zu. Während 536 (500) Stunden wurden Radarkontrollen durchgeführt, wobei 140''097 (125 276) Fahrzeuge gemessen wurden. Die Übertretungsquote ging erneut leicht auf 9.63 % (11.08 %) zurück.
Aufgrund der Entwicklung des Unfallaufkommens wird die Polizei den Aufwand im Bereich der Geschwindigkeitskontrollen insgesamt beibehalten. Radarkontrollen werden wiederum verstärkt entlang von sogenannten Raserstrecken und im Bereich von Schulwegen durchgeführt. Der immer noch hohen Zahl von Unfällen, bei denen die Missachtung des Vortrittes eine Rolle spielt, versucht die Polizei durch spezifische Zusammenarbeit mit dem Baudepartement und vermehrte Kontrollen zu begegnen.
 

Unfallaufkommen und Auswirkungen

Im vergangenen Jahr fanden auf den schwyzerischen Strassen acht Menschen (+1) den Tod, 78 (76) zogen sich schwere Verletzungen zu (+2). Der Verkehrssicherheitsstandard konnte insgesamt beibehalten werden, trotz stetig wachsendem Fahrzeugbestand 110''246 (107''343). Gemäss polizeilicher Schätzung entstand ein Sachschaden von rund 10.7 Mio. (10 Mio) Franken.

Unfallorte

Der Anteil von Innerortsunfällen an der Gesamtunfallzahl nahm um 51 (7.8%) auf 707 zu. Auch die Unfälle ausserorts nahmen leicht zu und zwar um 23 (3.9 %) auf insgesamt 604. Auf der Autobahn A 4 war eine starke Zunahme der Unfallzahl zu verzeichnen. Hier stieg die Zahl um 56.6 % von 53 auf 83 Unfälle.

Hauptunfallursachen

Von den 1311 (1237) durch die Polizei registrierten Verkehrsunfällen bilden 247 (212) mal die Missachtung des Vortrittes und 246 (184) mal zu schnelles Fahren eine der Hauptursachen. Bei 130 (107) Unfällen (+23) waren Alkohol, Drogen oder Medikamente ursächlich.

Zeitliche Verteilung der Unfälle

Durchschnittlich ereigneten sich pro Woche 25 (24) Verkehrsunfälle. Während sich im Mai die wenigsten Unfälle (98) ereigneten, handelte es sich bei den Monaten August und November um die unfallträchtigsten Monate (je 128). Wie im Vorjahr ereigneten sich zwischen 17 und 18 Uhr die meisten Unfälle.

Präventionskampagnen und Verkehrsinstruktion

Wie in den vergangenen Jahren sind auch wieder die Plakataktionen im Zusammenhang mit dem Schulanfang durchgeführt worden. Die Verkehrsinstruktoren erteilten im Jahre 2001 total 6''064 (7''800) Schülern Verkehrsunterricht und führten in Zusammenarbeit mit der Lehrerschaft und den lokalen Radclubs 2261 (2''703) praktische Radfahrerprüfungen durch. An 22 Schulorten standen 427 Schülerpatrouilleure für die Schulwegsicherung im Einsatz. Während des Ferienpasses in den Regionen March und Höfe stand abwechslungsweise der Verkehrsgarten im Einsatz. Im April wurden im Rahmen der Aktion "Sicher Motorroller fahren" Kleinmotorräderkontrollen und im Mai spezielle "Handy-Kontrollen" durchgeführt. Im September und Oktober wurden spezielle Fahrrad- und Personenwagenkontrollen durchgeführt, um Beleuchtung und Bereifung auf ihre Tauglichkeit hin zu prüfen.

Kontrolltätigkeit

Es wurden mit der herkömmlichen Radartechnik während 536 (500) Stunden Geschwindigkeitskontrollen durchgeführt. Bei diesen Kontrollen wurden 140''097 (125 276) Fahrzeuge gemessen. Die Übertretungsquote verbesserte sich gegenüber dem Vorjahr auf 9.36 % (11.08 %). Mit dem Videomessgerät wurden während 254 (140) Stunden, vorab innerorts, Geschwindigkeitsmessungen durchgeführt.
Aus beiden Messarten resultierten 16''669 (15 373) Ordnungsbussen und 691 (614) Anzeigen an die Bezirksämter. Wegen Geschwindigkeitsüberschreitungen mussten Ordnungsbussen in der Höhe von Fr. 1''697''521 (Fr. 1 444 490.-- ) ausgestellt werden. Im übrigen wurden 10''943 (9''972) weitere Ordnungsbussen-Delikte verzeichnet.
Am 16. Juli 2001 konnte die vollautomatische Geschwindigkeitsmessanlage in Altendorf (A3) in Betrieb genommen werden. Bis zum Jahresende ergaben sich 2''204 Messstunden. Dabei wurden 1''812''928 Fahrzeuge gemessen. Die Übertretungsquote betrug 0.15 %. Daraus resultierten 284 Anzeigen und 2''467 Ordnungsbussen. Diesbezüglich mussten Ordnungsbussen in der Höhe von Fr. 372''140.-- ausgestellt werden.

Verkehrspolizeiliche Schwergewichte im Jahr 2002

Die Präventionskampagnen sollen im Rahmen der Vorjahre weitergeführt werden. Dazu zählen das Anzeigen der Geschwindigkeit mit dem "Speedy"-Messgerät, die Aktion Schulbeginn mit Plakataushang, die Aktion "Klick" (Gurtentragpflicht für alle), die Aktion "Licht" (Fahrzeugbeleuchtung) und die Aktion "Freundliche Zone" (Fussgängersicherheit).
Der Gesamtaufwand für Geschwindigkeitskontrollen soll insgesamt nicht erhöht werden. Wie im Vorjahr wird auf sogenannten Raserstrecken, welche aufgrund ihrer Unfallhäufigkeit auffällig sind, verstärkt gemessen werden.
Besondere Anstrengung im Bereich von Prävention und Kontrollen wird die Polizei unternehmen, damit die Fahrzeuglenker weniger drängeln, mehr Abstand halten und generell das risikoreiche Verhalten im Strassenverkehr überdenken. Insbesondere nimmt die Kantonspolizei auch wiederum an der Schweizerischen Verkehrssicherheitsaktion 2002 "Respekt - auch hier" teil.