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Kanton Schwyz - Behörden - Staatskanzlei, Departemente - Sicherheitsdepartement - Kantonspolizei - Prävention - Verkehrsunfallstatistiken - 2005

Verkehrsunfallstatistik 2005

Mehr Unfällle - weniger Verkehrstote, weniger Verletzte

Im Kanton Schwyz verloren im vergangenen Jahr 8 Menschen bei 1208 polizeilich erfassten Verkehrsunfällen das Leben. Im Vergleich zum Vorjahr ist das ein Rückgang um 6 Verkehrstote bei einer Zunahme von 105 Verkehrsunfällen. Unter den Getöteten befinden sich ein 6-jähriges Mädchen und ein 17-jähriger Jugendlicher. 63 Personen zogen sich durch Verkehrsunfälle schwere und 406 Verkehrsteilnehmer leichte Verletzungen zu. Gesamthaft ist die Zahl der Unfälle um 105 (9.5%) von 1103 auf 1208 gestiegen. Bei den Unfallursachen war eine Zunahme von 19 (18.4%) Unfällen wegen Alkohol, Drogen und Medikamente zu verzeichnen.

Die Kantonspolizei Schwyz führt gezielte Aktionen und Einsätze zur kontinuierlichen Verbesserung der Unfallzahlen durch. Einesteils mit Information und Prävention und andernteils mit verschiedene Kontrollen im Verkehrsbereich wird die Nachhaltigkeit in diesem Kernbereich unterstrichen.

Die Kantonspolizei wird im Jahr 2006 eine erhöhte Aufmerksamkeit in Bezug auf die Einhaltung der signalisierten Höchstgeschwindigkeit umsetzen. Dafür werden u. a. im inneren Kantonsteil drei zusätzliche fixe Geschwindigkeitsmessanlagen in Betrieb genommen.

Unfallauswirkungen

Im vergangenen Jahr fanden auf den schwyzerischen Strassen 8 Menschen (14) den Tod, 63 (79) zogen sich schwere Verletzungen zu. Gemäss polizeilicher Schätzung entstand ein Sachschaden von rund 9,2 Mio. (9.0 Mio.) Franken.

Hauptunfallursachen

Von den 1208 registrierten Verkehrsunfällen bilden 201 Mal die Missachtung des Vortrittes und 300 Mal Nichtanpassen an die Verhältnisse die Hauptursachen. Bei 122 (+18.5%) Ereignissen waren Alkohol, Drogen oder Medikamente ursächlich.

Unfallorte (Innerschwyz und Ausserschwyz)

Der Anteil von Innerortsunfällen an der Gesamtunfallzahl hat um 4.1% von 611 auf 636 zugenommen. Die Unfälle ausserorts nahmen um 16.3% von 492 auf insgesamt 572 zu. Auf der Autobahn A4 zwischen Küssnacht und Brunnen stieg die Unfallzahl um 86% von 43 auf 80 Unfälle. Auf der Autobahn A3 zwischen Wollerau und Reichenburg stieg die Unfallzahl um 26.3% von 95 auf 120 Kollisionen.

Zeitliche Verteilung der Unfälle

Im Schnitt ereigneten sich pro Woche 23 (21) Verkehrsunfälle. Während in den Monaten Juni und November die wenigsten Unfälle (je 88) registriert wurden, handelte es sich beim Monat Februar um den unfallträchtigsten Monat (137). Auf die Tageszeiten bezogen, wurden in der Zeit zwischen 16 und 17 Uhr die meisten Unfälle registriert.

Präventionskampagnen

Nebst den ordentlichen Kontrollen beteiligte sich die Kantonspolizei Schwyz an den Schwerverkehrskontrollen der European Traffic Police Network (TISPOL) sowie an den koordinierten Kontrollen des Zentral- und des Nordostschweizer Polizeikonkordates. Die Kantonspolizei beteiligte sich zusammen mit den Zentralschweizer Polizeikorps im Herbst an der nationalen Verkehrssicherheitskampagne „drink or drive“ des Schweizerischen Verkehrssicherheitsrates. Ziel der Verkehrssicherheitskampagne war wiederum, die Fahrzeuglenker gezielt auf die Fahrfähigkeit hin zu überprüfen. Im Herbst hat die Polizei spezielle Kontrollen von Fahrrädern und Personenwagen durchgeführt. Dabei wurden vor allem die Beleuchtung und die Bereifung auf ihre Tauglichkeit hin geprüft. Während der Verkehrssicherheitskampagne „Schulanfang“ wurden die Fahrzeuglenker zu vorsichtigem Verhalten gegenüber den Schulkindern angehalten.

Verkehrsinstruktion

Die Verkehrsinstruktoren erteilten im Jahre 2005 total 9’289 (7’202) Schülerinnen und Schülern Verkehrsunterricht. Dabei wurden alle Kindergärten und Teile der Volksschule über die korrekten Verhaltensweisen im Strassenverkehr instruiert. In 22 (22) Schulorten standen 513 (349) Schülerpatrouilleure für die Schulwegsicherung im Einsatz. 2’350 (3’207) Schülerinnen und Schüler absolvierten die in Zusammenarbeit mit den örtlichen Veloclubs organisierten Schüler-Radfahrertests.

Geschwindigkeitskontrollen / Ordnungsbussen

Mit der stationären Radartechnik (zeitlich begrenzter Einsatz einer mobilen Messstation) hat die Kantonspolizei während 464 (685) Stunden Geschwindigkeitskontrollen innerorts und ausserorts durchgeführt. Bei diesen Kontrollen wurden 83’366 (111''442) Fahrzeuge gemessen. Die Übertretungsquote sank gegenüber dem Vorjahr leicht auf 7.78% (8.41%). Mit den im Sommer 2005 in Betrieb genommenen vier fixen Geschwindigkeitsmessanlagen (GMA) in Freienbach, Altendorf, Galgenen und Arth (A4) wurden während 12''840 Stunden Geschwindigkeitsmessungen durchgeführt. Daraus resultierten 26''815 registrierte Ueberschreitungen der erlaubten Höchstgeschwindigkeit . Bei allen Geschwindigkeitsmessungen im Kanton Schwyz resultierten total 36’672 (14‘047) Ordnungsbussen sowie 867 (521) Anzeigen an die jeweiligen Bezirksämter. Wegen Geschwindigkeitsüberschreitungen wurden Ordnungsbussen in der Höhe von Fr. 2''583’660.- ausgestellt. Im Rahmen der täglichen Patrouillentätigkeiten verzeichnete die Kantonspolizei insgesamt 13’222 (14‘402) weitere Ordnungsbussen-Delikte im Betrag von Fr. 787’620.- (Fr. 807''740.-).

Alkoholkontrollen

Im Rahmen der Patrouillen- und Kontrolltätigkeit hat die Kantonspolizei auch die Fahrtüchtigkeit der Lenker kontrolliert. In der ersten Hälfte 2005 wurden insgesamt 110 Personen registriert, die einen Blutalkoholgehalt von mehr als 0.5 Promille vorwiesen. In der zweiten Hälfte 2005 waren es 236 Personen, die unter Alkoholeinfluss ein Fahrzeug lenkten.

Verkehrspolizeiliche Schwergewichte im Jahr 2006

Die Verkehrssicherheitskampagnen „Schulbeginn“ und „Licht“ sowie die Überprüfung der Verkehrstauglichkeit der Fahrzeuge und deren Lenker sollen im Rahmen der Vorjahre weitergeführt werden. Der Gesamtaufwand für stationäre und fixe Geschwindigkeitskontrollen soll gegenüber den Vorjahren innerorts nochmals erhöht werden. Aufgrund der Unfallzahlen resp. der Entwicklung des Unfallgeschehens und anderer Verkehrsregelverstössen werden im Frühling 2006 drei weitere fixe Standorte in Betrieb genommen werden. In Goldau (Gotthardstrasse), Merlischachen (Luzernerstrasse) und Rothenthurm (Kantonsstrasse) kommen drei fixe Anlagen zum Einsatz.