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Kanton Schwyz - Behörden - Staatskanzlei, Departemente - Sicherheitsdepartement - Kantonspolizei - Prävention - Verkehrsunfallstatistiken - 2006

Verkehrsunfallstatistik 2006

Weniger Unfälle - weniger Verletzte, mehr Verkehrstote

Im vergangenen Jahr ereigneten sich im Kanton Schwyz 1057 (1208) polizeilich erfasste Verkehrsunfälle. Trotz der Abnahme von 151 Verkehrsunfällen verloren immer noch 10 (8) Menschen ihr Leben. 63 (63) Personen zogen sich bei den Verkehrsunfällen schwere und 362 (406) Verkehrsteilnehmer leichte Verletzungen zu. Die Kantonspolizei Schwyz führt die Reduktion der Verkehrsunfälle auch auf die erhöhten Verkehrssicherheitsmassnahmen u. a. mit regelmässiger Information, einer koordinierter Prävention und den gezielten Kontrolltätigkeiten zurück. Um eine weitere kontinuierliche Verbesserung der allgemeinen Verkehrssicherheit herbeizuführen, führt die Kantonspolizei im Jahr 2007 wiederum verschiedene Kampagnen durch. Nach wie vor wird der Einhaltung der Höchstgeschwindigkeit eine erhöhte Aufmerksamkeit entgegengebracht. Zum besseren Schutz der schwächeren Verkehrsteilnehmer werden im 2007 im Innerortsbereich weitere Geschwindigkeitsmessanlagen (GMA) realisiert.

Unfallauswirkungen und -ursachen

Auf den Schwyzer Strassen sind im vergangenen Jahr zwei Frauen, sieben Männer und ein Jugendlicher tödlich verunfallt. 63 Verkehrsteilnehmer zogen sich schwere Verletzungen zu. Von den 1057 (1208) polizeilich registrierten Verkehrsunfällen war 170 (201) Mal die Missachtung des Vortrittes und 225 (329) Mal Nichtanpassen an die Verhältnisse die Hauptursachen. Bei 121 (122) Ereignissen waren der Alkohol, Drogen oder Medikamente ursächlich.

Unfallorte

Der Anteil von Innerortsunfällen hat um 12.1% von 636 auf 559 abgenommen. Die Unfälle ausserorts nahmen um 12.9% von 572 auf insgesamt 498 ab. Auf der Autobahn A4 zwischen Küssnacht und Brunnen nahm die Unfallzahl um 33.8% von 80 auf 53 Unfälle ab. Auf der Autobahn A3 zwischen Wollerau und Reichenburg nahm die Unfallzahl um 8.3% von 120 auf 110 Kollisionen ab.

Zeitliche Verteilung der Unfälle

Im Schnitt ereigneten sich pro Woche 20 (23) Verkehrsunfälle. Während im Monat Dezember die wenigsten Unfälle (71) registriert wurden, handelte es sich beim Monat April um den unfallträchtigsten Monat (108). Auf die Tageszeiten bezogen, musste die Polizei in der Zeit zwischen 17 und 18 Uhr die meisten Unfälle registrieren.

Präventionskampagnen

Mit dem Hauptaugenmerk auf den übermässigen Alkoholkonsum sowie das Fahren unter Drogeneinfluss führte die Kantonspolizei während den Fasnachtswochen gezielte Kontrollen durch.
Die Kantonspolizei beteiligte sich zudem an den Schwerverkehrskontrollen der European Traffic Police Network (TISPOL) sowie an den koordinierten Kontrollen des Zentral- und des Nordostschweizer Polizeikonkordates.
Die Kantonspolizei führte zusammen mit den Zentralschweizer Polizeikorps jeweils im Frühling und im Herbst die nationale Verkehrssicherheitskampagne „Ein Band fürs Leben“ durch. Ziel der Verkehrssicherheitskampagne war es, die Automobilistinnen und Automobilisten zu bewegen, im Sinne der (eigenen) Sicherheit die Sicherheitsgurten im Fahrzeug immer zu tragen.
Im Herbst hat die Polizei spezielle Kontrollen von Fahrrädern und Personenwagen durchgeführt. Dabei wurden punkto Verkehrssicherheit vor allem die Beleuchtung und die Bereifung auf ihre Tauglichkeit hin geprüft.
Die Verkehrssicherheitskampagne „Schulanfang“ zielte auf das vorsichtige Verhalten der Verkehrsteilnehmer gegenüber den Schulkindern ab.

Verkehrsinstruktion

Die Verkehrsinstruktoren erteilten im Jahre 2006 total 14''410 (9’289) Schülerinnen und Schülern Verkehrsunterricht. Dabei wurden alle Kindergärten und Teile der Volksschule über die korrekten Verhaltensweisen im Strassenverkehr instruiert.
In 21 (22) Schulorten standen 504 (513) Schülerpatrouilleure für die Schulwegsicherung im Einsatz. 3''913 (2’350) Schülerinnen und Schüler absolvierten die in Zusammenarbeit mit den örtlichen Veloclubs organisierten Schüler-Radfahrertests.

Geschwindigkeitskontrollen / Ordnungsbussen

Mit der stationären Geschwindigkeitsmessung - zeitlich begrenzter Einsatz einer mobilen Messstation - hat die Kantonspolizei während 877 (464) Stunden innerorts und ausserorts Geschwindigkeitskontrollen durchgeführt. Bei diesen Kontrollen wurden 147''024 (83’366) Fahrzeuge gemessen. Die Übertretungsquote stieg gegenüber dem Vorjahr leicht an auf 8.5% (7.7%).
Mit den fixen Geschwindigkeitsmessanlagen (GMA) in Freienbach, Altendorf, Galgenen, Arth (A4), Rothenthurm, Goldau und Merlischachen wurden während 45''438 (12''840) Stunden Geschwindigkeitsmessungen durchgeführt. Daraus resultierten 74''879 (26''815) registrierte Überschreitungen der erlaubten Höchstgeschwindigkeit.
Bei allen Geschwindigkeitsmessungen im Kanton Schwyz resultierten total 86''113 (36’672) Ordnungsbussen sowie 1''298 (867) Anzeigen an die jeweiligen Bezirksämter. Wegen Geschwindigkeitsüberschreitungen wurden Ordnungsbussen in der Höhe von Fr. 5''461''670.- (2''583’660.-) ausgestellt.
Im Rahmen der täglichen Patrouillentätigkeiten verzeichnete die Kantonspolizei insgesamt 14''285 (13’222) weitere Ordnungsbussen-Delikte im Betrag von Fr. 867''750.- (787’620.-).

Verkehrspolizeiliche Schwergewichte im Jahr 2007

Die Kantonspolizei hat den Bereich Verkehrsprävention zusätzlich personell verstärkt, mit dem Ziel noch vermehrt die Jugendlichen - inskünftigen motorisierten Verkehrsteilnehmer - im Rahmen ihrer Ausbildung an der Oberstufe und an den Berufsschulen im Segment Verkehrsprävention besser zu sensibilisieren. Verkehrsinstruktor Wm Bernhard Reichmuth hat am 1. Januar 2007 die Funktion des Gruppenleiters Verkehrsprävention übernommen. Er führt zusammen mit seinem Verkehrsinstruktorenteam einesteils den guten Instruktions- und Ausbildungsstand in den Kindergarten- und Primarklassen weiter fort. Andernteils vermittelt er an den Oberstufen- und Abschlussklassen wie auch an den Berufsschulen zielgerichtet die Verkehrsprävention.
Die Verkehrssicherheitskampagnen „drink or drive“, „Schulbeginn“, „Ein Band fürs Leben“ und „Licht“ sowie die Überprüfung der Verkehrstauglichkeit der Fahrzeuge sollen im Rahmen der Vorjahre weitergeführt werden.
Der Gesamtaufwand für stationäre Geschwindigkeitskontrollen soll gegenüber dem Vorjahr nicht erhöht werden. Demgegenüber wird die dritte Etappe der Beschaffung von Geschwindigkeitsmessanlagen realisiert. Es werden zwei semistationäre Anlage angeschafft, welche jeweils für zwei bis sechs Monate an sechs neuen Standorten auf dem ganzen Kantonsgebiet zum Einsatz kommen.