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Kanton Schwyz - Behörden - Staatskanzlei, Departemente - Sicherheitsdepartement - Kantonspolizei - Prävention - Verkehrsunfallstatistiken - 2010

Tiefste Unfallzahlen seit zehn Jahren – mehr Schwerverletzte und Tote

Im Jahr 2010 ereigneten sich im Kanton Schwyz so wenig Verkehrsunfälle wie seit über zehn Jahren nicht mehr. Leider wurden auf Schwyzer Strassen aber mehr Personen schwer verletzt oder getötet. Es ereigneten sich mehr Verkehrsunfälle, weil die Fahrzeuglenker die Geschwindigkeit nicht an die Strassenverhältnisse anpassten. Erfreulicherweise ging die Anzahl der Verkehrsteilnehmer unter Alkohol- oder Drogeneinfluss zurück.

Im vergangenen Jahr ereigneten sich im Kanton Schwyz 1’036 (Vorjahr 1’165) polizeilich erfasste Unfälle. Dabei haben zwölf Personen ihr Leben verloren, 59 haben sich schwer und 366 leicht verletzt. Während die Zahl der Schwerverletzten angestiegen ist, stagniert die Zahl der Leichtverletzten, nachdem sie von 2007 bis 2009 gestiegen war.

Unfallsauswirkungen und –ursachen

Mit 227 Unfällen ereigneten sich die meisten der im Jahr 2010 registrierten 1'036 Verkehrsunfälle, weil die Lenker ihre Geschwindigkeit nicht den Strassenverhältnissen angepasst haben. Während hier eine Zunahme zu verzeichnen war, nahmen die Unfälle wegen Missachtens des Vortritts ab. Aufgrund dieses Regelverstosses ereigneten sich 205 Verkehrsunfälle, was gegenüber dem Vorjahr eine Abnahme von knapp sechs Prozent bedeutet. Bei den Verkehrsunfällen infolge Unaufmerksamkeit und Ablenkung setzte sich der sinkende Trend der Vorjahre fort. Die Polizei zählte 132 Unfälle im Vergleich zu 169 im Jahr 2009.

Ebenfalls gesunken sind die Verkehrsunfälle unter Einwirkung von Alkohol, Drogen oder Medikamenten. In 87 (109) Fällen konnte dies als Unfallursache nachgewiesen werden. Um zwei auf 39 ist die Zahl der Unfälle mit Fussgängern zurückgegangen. Leider wurden vier Personen dabei tödlich verletzt, eine von ihnen auf dem Fussgängerstreifen. Sechs Fussgänger verletzten sich schwer. Die Unfälle auf Fussgängerstreifen sind gesamthaft gesunken: Waren 2009 24 Personen in solche Unfälle verwickelt, waren es 2010 deren 17.

Unfallorte

In Ausserschwyz ereigneten sich mit 671 mehr Unfälle als in Innerschwyz (364). In allen Polizeiregionen war eine Abnahme zu verzeichnen. Während die Unfälle Ausserorts mit 481 (492) nur leicht abgenommen haben, sind diejenigen Innerorts um 7,5% auf 555 (673) gesunken.

Auf den Kantons- sowie den Gemeinde- und Bezirksstrassen ereigneten sich weniger Verkehrsunfälle, während sie auf den Autobahnen leicht zunahmen. Die meisten Unfälle passierten in beiden Kantonsteilen auf den Kantonsstrassen (57%), gefolgt von Unfällen auf den Gemeinde- und Bezirksstrassen (rund 29.6%). Sowohl die Unfälle auf der Autobahn A4 zwischen Küssnacht und Brunnen (von 39 auf 42) als auch die Verkehrsunfälle auf der A3 zwischen Wollerau und Reichenburg (von 109 auf 114) haben zugenommen.

Zeitliche Verteilung der Unfälle

Im Schnitt ereigneten sich wie letztes Jahr pro Woche 20 polizeilich registrierte Verkehrsunfälle. Im Monat Mai (75) ereigneten sich die wenigsten Unfälle, der Januar erwies sich als unfallträchtigster Monat (113). Auf die Unfallzeit bezogen verzeichnete die Kantonspolizei Schwyz zwischen 12 und 13 Uhr (72) sowie an Sonntagen (177) die meisten Unfälle.

Präventionskampagnen

Mit dem Hauptaugenmerk auf übermässigen Alkoholkonsum und das Fahren unter Drogeneinfluss führte die Kantonspolizei während der Fasnacht 2010 und im Spätherbst gezielt Schwerpunktkontrollen durch. Im Rahmen des Tags des Lichts und in Kontrollen in Zusammenarbeit mit dem TCS wurde im Herbst der technische Zustand der Fahrzeuge kontrolliert.

Anlässlich der Unfallverhütungskampagne „Schulanfang“ sensibilisierte die Kantonspolizei Schwyz mit Präsenz und Plakaten die Verkehrsteilnehmer und wies auf verschiedene Gefahren hin. Zudem verteilten sie den Schulkindern gelbe „Schulanfang-Käppli“ und führten während des Schulbeginns im Bereich von Schulhäusern und Schulwegen Geschwindigkeitsmessungen durch.

Prävention im Bereich Verkehr und Gewalt

Die Verkehrsinstruktoren bildeten im vergangen Jahr 10’853 (9’322) Kindergärtner und Primarschüler im Verkehrsunterricht über das korrekte Verhalten im Strassenverkehr aus. Die Kantonseigene Verkehrsgartenanlage wurde von 264 Schülern genutzt. Am jährlich stattfindenden Schülerradfahrertest, den die Lehrpersonen zusammen mit den örtlichen Veloclubs organisierten, nahmen 4'086 (2’735) Schüler teil. Einen weiteren Beitrag zur Sicherheit leistete die Velolichtkontrolle am nationalen Tag des Lichts, an der insgesamt 280 (400) Schüler kontrolliert wurden. Für die Sicherheit auf dem Schulweg sorgten an 21 Schulorten 409 (452) Schülerpatrouilleure.

Die Präventionsarbeit beschränkte sich nicht nur auf Kindergärten und Primarschulen, sondern umfasste auch Referate in der Oberstufe, an den Berufs- und Mittelschulen sowie an den Gymnasien. So wurden 2’275 Schüler mit der Thematik „Polizei – und jetzt“ (Gewalt, Drogen und Alkohol) sowie „Gemeinsam – sicher!“ zum Thema Gewalt konfrontiert.

Die Kantonspolizei klärte zudem 2'771 (2’644) Eltern an insgesamt 35 Eltern-Abenden zu den Themen Internet & Handy, Fussgängerregeln sowie sicheres Radfahren auf.

Geschwindigkeitskontrolle / Ordnungsbussen

Bei allen Geschwindigkeitsmessungen – stationär, semistationär und fixe Anlagen – resultierten im Kanton Schwyz total 85'836 (86'702) Ordnungsbussen sowie 1'751 (2'540) Anzeigen an die jeweiligen Bezirksämter. Wegen Geschwindigkeitsüberschreitungen wurden Ordnungsbussen in der Höhe von Fr. 6'568’610 (Fr. 6’925’280) ausgestellt.

Im Rahmen der täglichen Tätigkeiten des Verkehrskontrolldienstes und der Patrouillen verzeichnete die Kantonspolizei insgesamt 19'150 (13'633) weitere Ordnungsbussen-Delikte im Betrag von Fr. 814'505 (Fr. 596’573).

Verkehrspolizeiliche Schwergewichte im Jahr 2011

Mit der Kampagne „Fit für die Strasse“ werden die Präventionsarbeiten im Bereich der Fahrfähigkeit fortgesetzt. Mit der Aktion „Schulanfang“ wird die Schulwegsicherheit weiterhin thematisiert, unterstützt von Geschwindigkeitskontrollen. Die Aktion „Licht“ und die Überprüfung der Verkehrstauglichkeit der Fahrzeuge werden weitergeführt.