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Kanton Schwyz - Behörden - Staatskanzlei, Departemente - Sicherheitsdepartement - Kantonspolizei - Prävention - Verkehrsunfallstatistiken - 2013

Weniger Unfälle, Rückgang der Verletzten und Verkehrstoten

Im Jahr 2013 ereigneten sich im Kanton Schwyz 977 Verkehrsunfälle. Das entspricht einer Abnahme um 58 Unfälle oder 5.6 Prozent. Vier Personen – vier weniger als im Vorjahr – verloren dabei ihr Leben. Eine starke Zunahme war bei der Unaufmerksamkeit und Ablenkung als Unfallursache zu verzeichnen. Jeder sechste verunfallte Velofahrer war auf einem Fahrrad mit Tretunterstützung unterwegs.

Im vergangenen Jahr ereigneten sich im Kanton Schwyz 977 (Vorjahr 1‘035) polizeilich erfasste Unfälle. Dabei haben vier (acht) Personen ihr Leben verloren, 64 (66) haben sich schwer und 278 (308) leicht verletzt.

Unfallsauswirkungen und –ursachen

Von den registrierten Unfällen waren 180 (176) auf das Missachten des Vortritts zurück zu führen, womit dies die Hauptunfallursache bleibt. 145 Unfällen lag eine zu hohe Geschwindigkeit zu Grunde, was sich im Bereich des Vorjahres (149) bewegt. 170 Unfälle ereigneten sich infolge Unaufmerksamkeit und Ablenkung, das entspricht einer Zunahme um 39. Eine leichte Abnahme ist bei den Unfällen unter Alkoholeinfluss zu verzeichnen: Bei 90 Verkehrsunfällen hatte der Unfallverursacher zu viel getrunken, im Vorjahr waren es 100.

Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl der verunfallten Fussgänger um eine auf 43 gesunken. Drei von ihnen wurden tödlich verletzt, neun schwer und 31 leicht. Mit 23 Unfällen auf Fussgängerstreifen ist in diesem Bereich ein Anstieg zu verzeichnen, im Vorjahr waren es zwölf. Fünf Personen wurden schwer, die übrigen leicht verletzt.

Erstmals können für den Kanton Schwyz Zahlen zu den Unfällen mit Fahrrädern mit Tretunterstützung (E-Bikes) erhoben werden. Die Kantonspolizei Schwyz registrierte 2013 sechs Unfälle mit E-Bikes, insgesamt verunfallten im gleichen Zeitraum 60 Velofahrer. In rund der Hälfte der Fälle war der E-Bike-Lenker Unfallverursacher.

Unfallorte

Während die Verkehrsunfälle inner- und ausserorts gesunken sind, stiegen sie auf Autobahnen an. Mit 521 Unfällen ist innerorts die grösste Abnahme zu verzeichnen, 2012 ereigneten sich deren 582. Ausserorts sanken die Unfälle von 305 auf 277. Auf den Autobahnen wurden mit 179 Unfällen 31 mehr registriert als im Jahr 2012. Damit bewegen sich die Unfälle auf Autobahnen im Gegensatz zu den übrigen Strassenarten über dem langjährigen Mittel, das 145 beträgt. Bei den Unfällen innerorts stieg der Anteil der Nebenstrassen von 26 auf 39 %, während sich Anteile ausserorts kaum verschoben haben. Rund 75 % der Unfälle dort haben sich auf Hauptstrassen ereignet.

Zeitliche Verteilung der Unfälle

Im Schnitt ereigneten sich 2013 pro Woche 19 polizeilich registrierte Verkehrsunfälle, einer weniger als im Vorjahr. Im  Mai und Dezember (je 72) ereigneten sich die wenigsten Unfälle, der Juni erwies sich als unfallträchtigster Monat (103). Auf die Unfallzeit bezogen verzeichnete die Kantonspolizei Schwyz zwischen 17 und 18 Uhr (103) sowie an Freitagen (181) die meisten Unfälle.

Präventionskampagnen

Mit dem Hauptaugenmerk auf übermässigen Alkoholkonsum und das Fahren unter Drogeneinfluss führte die Kantonspolizei während der Fasnacht 2013 und im Spätherbst gezielt Schwerpunktkontrollen durch. Im Rahmen des Tags des Lichts und in Kontrollen in Zusammenarbeit mit dem TCS wurde im November 2013 der technische Zustand der Fahrzeuge kontrolliert. Da Unaufmerksamkeit und Ablenkung weiterhin eine der Hauptursachen für Verkehrsunfälle darstellt, wurden die Verkehrsteilnehmer mit einer Informationskampagne – begleitet von gezielten Kontrollen – auf die Problematik aufmerksam gemacht.

Anlässlich der Kampagne „Schulanfang“ sensibilisierte die Kantonspolizei die Verkehrsteilnehmer und wies sie auf verschiedene Gefahren hin. Zudem verteilten sie den Schulkindern gelbe „Schulanfang-Käppli“ und führten im Bereich von Schulhäusern und Schulwegen Geschwindigkeitsmessungen durch.

Prävention im Bereich Verkehr

Die Verkehrsinstruktoren bildeten im vergangenen Jahr 11‘677 (11‘628) Kindergärtner und Primarschüler im Verkehrsunterricht über das korrekte Verhalten im Strassenverkehr aus. Am jährlich stattfindenden Schülerradfahrertest, den die Lehrpersonen zusammen mit den örtlichen Veloclubs organisierten, nahmen 2’881 (3’908) Schüler teil. Für die Sicherheit auf dem Schulweg sorgten an 22 Schulorten 420 (338) Schülerpatrouilleure.

Die Kantonspolizei klärte zudem 3’298 (3‘214) Erziehungsberechtigte an Eltern-Abenden zu den Themen Umgang mit neuen Medien, Fussgängerregeln sowie sicheres Radfahren auf.

Geschwindigkeitskontrollen / Ordnungsbussen

Bei allen Geschwindigkeitsmessungen – stationär, semistationär und fixe Anlagen – resultierten im Kanton Schwyz total 77‘252 (106‘125) Ordnungsbussen sowie 1‘621 (2’405) Anzeigen an die jeweiligen Staatsanwaltschaften. Wegen Geschwindigkeitsüberschreitungen wurden Ordnungsbussen in der Höhe von Fr. 6‘087‘680 (Fr. 8‘265‘110) ausgestellt. Im Rahmen der täglichen Tätigkeiten des Verkehrskontrolldienstes und der Polizeipatrouillen verzeichnete die Kantonspolizei insgesamt 16‘338 (16‘004) weitere Ordnungsbussen-Delikte im Betrag von Fr. 763‘704 (Fr. 735’014).

Verkehrspolizeiliche Schwergewichte im Jahr 2014

Die Kantonspolizei Schwyz wird die erfolgreiche Präventionstätigkeit auch 2014 fortsetzen. Mit der Kampagne „Fit für die Strasse“ werden die Präventionsarbeiten im Bereich der Fahrfähigkeit und mit der Kampagne „Keine Ablenkung“ diejenige im Bereich Unaufmerksamkeit und Ablenkung weitergeführt. Die Schulwegsicherheit wird mit der Kampagne „Schulanfang“ weiterhin thematisiert, unterstützt von Kontrollen. Bei den Geschwindigkeitskontrollen wird in diesem Jahr ein besonderes Augenmerk auf die Einhaltung der Geschwindigkeit im Baustellenbereich gelegt.

Auch die Überprüfung der Verkehrstauglichkeit der Fahrzeuge wird in Zusammenarbeit mit dem TCS wird im Herbst 2014 wiederum durchgeführt.