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Kanton Schwyz - Behörden - Staatskanzlei, Departemente - Sicherheitsdepartement - Kantonspolizei - Prävention - Kriminalstatistiken - 2001

Kriminalstatistik 2001

Rückläufiger Trend bei den Einbrüchen
Markante Zunahme der Brandstiftungen

Schwere Delikte mit Gewaltbereitschaft prägten das Jahr 2001. So nahmen die vorsätzlichen Körperverletzungen, die Drohungen und die Entreissdiebsähle gegenüber dem Vorjahr teilweise markant zu. Die Zahl der Tötungsdelikte oder Versuche dazu blieb zwar unverändert, doch ist sie nach wie vor hoch. Enorm zugenommen haben die vorsätzlichen gelegten Brände mit über 118% Zunahme gegenüber dem Vorjahr. Die Kantonspolizei Schwyz musste letztes Jahr an 26 Suizide ausrücken. Das sind 15 mehr als Jahr 2000. Dem gegenüber stehen die Abnahme der Betrugsdelikte, der Einbrüche und Sexualdelikte.

Ihre Schwerpunkte im laufenden Jahr und für 2003 setzt die Kantonspolizei Schwyz auf die Bekämpfung der Brandstiftungen und der Konsolidierung der tiefen Einbruchzahlen.

 

Einbrüche

Der rückläufige Trend der Einbrüche hält weiterhin an. Zwar stieg die Anzahl der Einbruchdelikte im Jahr 2000 kurz an, 2001 hat sie aber wieder um 14.6% abgenommen.

 

Jahr

 1995

 1996

 1997

 1198

 1999

 2000

 2001

Einbrüche im Kanton Schwyz

 1064

 1405

 1493

 1121

 788

 890

 760

Veränderung zum Vorjahr

 --

 +32%

 +6.3%

 -24.9%

 -29.7%

 +12.9%

 -14.6%

Sexualdelikte

Die Sexualdelikte waren 2001 leicht rückläufig, doch ist die gesamte Anzahl mit 43 Fällen noch immer hoch. 24 (35) mal wurden Kinder Opfer sexueller Handlungen. Ermittelt werden konnten insgesamt 34 (40) Täter. Nach wie vor muss von einer beachtlichen Dunkelziffer ausgegangen werden.

Fahrzeugdiebstähle

Seit fünf Jahren ist die Zahl der Fahrzeugdiebstähle rückläufig. Gründe dafür liegen im gesättigten Markt in den ehemaligen Ländern Osteuropas als dem grössten Abnehmer gestohlener Fahrzeuge. Auch die immer weiter verbesserte Diebstahlssicherheit der Fahrzeuge (Wegfahrsperren, Alarmanlagen) dürfte dazu beitragen.

Weitere Eigentumsdelikte

Nochmals nahmen gegenüber dem Vorjahr die Betrugsdelikte ab. Im Bereich Wirtschaftskriminalität musste in Konkursverfahren, Geldwäscherei, Wucher und Computerdelikten ermittelt werden. Schwergewichte bildeten im vergangenen Jahr umfangreiche
Ermittlungen in zahlreichen Fällen entwendeter und verfälschter Bankzahlungsaufträge.

Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz

Über 400 Anzeigen gegen das Betäubungsmittelgesetz resultierten aus verstärkten Kontrolltätigkeiten zum Schutze öffentlicher Einrichtungen vorab an Bahnhöfen, Hafenanlagen und Einkaufszentren. In einer gezielten Aktion gegen Betäubungsmittelhändler konnten 2 kg Heroin sichergestellt werden. 2001 starben 5 (4) Personen an den direkten Folgen des Drogenkonsums.

Festnahmen

2001 wurden im Rahmen von Ermittlungsverfahren 259 (251) Personen festgenommen. 52 (89) Personen mussten in Ausschaffungshaft und 127 (108) Personen in Gewahrsam genommen werden. Bei den Ausschaffungen handelte es sich vorwiegend um abgewiesene Asylbewerber. Unter die Rubrik Ingewahrsamnahme fallen Personen, welche infolge von Alkohol- oder Drogenkonsum sich nicht selbst überlassen werden konnten oder andere gefährdeten. Auch fallen darunter Personen, welche aufgrund einer ärztlichen Anordnung in eine psychiatrische Anstalt einzuweisen waren.

Aufklärung von Straftaten und Täterprofil

2001 mussten 658 Personen zur Anzeige gebracht werden oder standen in einem Strafverfahren. Das sind 117 Personen weniger als im Vorjahr. Das liegt daran, dass die Kräfte hauptsächlich auf die schweren Delikte mit aufwendigen, zeitintensiven Ermittlungsverfahren ausgerichtet waren.

Die 658 ermittelten Täter gliedern sich auf in

  • 50.0% (40.4) Schweizer/innen
  • 36.2% (35.0) in der Schweiz wohnhafte Ausländer/innen (ohne Asylsuchende)
  • 8.5% (7.8) Asylsuchende
  • 5.2% (17.4) im Ausland wohnhafte Ausländer/innen ("Kriminaltouristen")

Verstärkte Kontrolltätigkeiten entlang wichtiger Verkehrsachsen dürften den markanten Rückgang der Anzahl "Kriminaltouristen" erklären.

Altersstruktur der Täter

Von den 658 angezeigten Personen waren 121 jünger als 18 Jahre. Dies entspricht 18.4% (18.7). Wie schon in den beiden Vorjahren waren 2001 weniger Serienstraftaten (Raub, Betrug, Einbrüche) von Jugendbanden begangen worden.

 

Regionale Verteilung der Straftaten

Von allen im Jahr 2001 im Kanton Schwyz verübten Straftaten fielen 42% (37) auf die Sicherheitspolizeiregion Innerschwyz und 58% auf die Sicherheitspolizeiregion Ausserschwyz (Erklärung: die Regeion Ausserschwyz umfasst die Bezirke March, Höfe und Einsiedeln und die vier Gemeinden Rothenthurm, Unteriberg, Oberiberg und Alpthal)

 

Medien

Das Internet als Fahndungsmittel hat sich endgültig durchgesetzt. Im vergangenen Jahr besuchten wieder über eine Million Internet Nutzer die Webseite von SWISSPOLICE (www.swisspolice.ch) . Neben dem Internet, den Print- und den Radiomedien ist auch das Fernsehen als Informationsträger und Fahndungsmittel vermehrt mit Erfolg genutzt worden.

Schwergewichte in der Verbrechensbekämpfung für die Jahre 2002 und 2003

  • Zahl der Einbrüche tief halten!
  • Brandstiftungen bekämpfen!